Das Buch des Glaubens
 
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Das Buch des Glaubens

Reihe: D&D

Rezension von David Grashoff

 

Nachdem dem geneigte Leser im Buch des Krieges alles über die waffenführende Zunft in Erfahrung bringen konnte, findet er nun im Buch des Glaubens alles über die göttliche Magie und ihre Nutzer. Dabei geht das zweite von vier „Klassenbüchern“ für die 3.5 Edition von D&D den gleichen regellastigen Weg, wie schon sein Vorgänger und bietet auf 176 Seiten - eingebettet in einer matten Hardcoverschale -, eine Fülle von Informationen und Regelerweiterungen für die „göttlichen“ Klassen.

 

Nach der standardgemäßen Einleitung geht es direkt zu Sache und zwar mit den drei neuen Charakterklassen, die uns das Buch des Glaubens näher bringt.

Die Begünstigte Seele ist eigentlich der Hexenmeister unter den Klerikern, was bedeutet, dass er nur eine begrenzte Anzahl Zauber kennt, sie allerdings spontan wirken kann, ohne sie am Zeitpunkt des Gebetes auszusuchen. Nicht wirklich originell, aber ganz nützlich, zum Beispiel als Heiler einer Gruppe. Die zweite neue Grundklasse ist der Geisterschamane, der seine Zauber von einem Geisterführer bekommt. Er lernt pro Tag ein gewisses Pensum an Druidenzaubern, die er dann aber spontan wirken kann. Weiterhin bekommt er im laufe seiner Karriere einige nützliche Fähigkeiten, die allesamt mit den Naturgeistern zu tun haben. Eine nette Alternative zum Druiden. Die dritte und letzte Klasse ist der Shugenja, ein alter bekannter aus dem Oriental Adventures, der auf eine Liste von arkanen und göttlichen Zaubern zurückgreifen kann. Dieser asiatisch angehauchte göttliche Zauberwirker entnimmt die Kraft für seine Magie, den allgegenwärtigen Elementen, für die er außerdem ein besonderes Gespür besitzt.

 

Hat man sich mit den Grundklassen vertraut gemacht, stößt man im nächsten Kapitel auf die Prestigeklassen, von denen es ganze 24 Stück gibt. Neben vielen recycelten Prestigeklassen aus älteren Bücher (die aber allesamt korrigiert und an 3.5 angepasst wurden), finden wir ein paar neue Klassen, die zusammen ein großen Pool an Möglichkeiten bieten, sei es für den Kleriker, den Paladin oder den Druiden (wenn auch im geringerem Maße).

 

Was wäre ein D&D Zusatzbuch ohne neue Talente und so findet man auch im dritten Kapitel des Buch des Glaubens eine große Auswahl dieser hilfreichen Fähigkeiten, die allesamt gut durchdacht und nützlich daher kommen. Auch hier gibt es für alle göttlichen Klassen etwas. Für die Druiden gibt es die neuen Wildnistalente, die auf ihre Tiergestalt aufbauen. Für die Kleriker und die Paladine gibt es Glaubenstalente, die es ihnen erlauben Glaubenspunkte einzusetzen, ihr Schicksal zum Guten zu wenden, ähnlich den Aktionspunkten bei Eberron. Weiterhin werden in diesem Kapitel auch die epischen göttlichen Charaktere besprochen, was mich aber nur am Rande interessiert, weil ich niemals auf die Idee kommen würde, einen Charakter auf solch einer hohen Stufe zu spielen.

 

Natürlich darf auch das nötige Equipment nicht fehlen, auf das man im vierten Kapitel stößt. Neben Relikte, mächtige magische Gegenstände, die an eine bestimmte Gottheit gebunden ist, gibt es hier eine abwechslungsreiche Zusammenstellung von magischen Objekten.

 

Das fünfte Kapitel beinhaltet eine Auflistung samt kurzer Beschreibung der Grundgottheiten von D&D. Dabei handelt es sich um die handelsüblichen Greyhawk Götter, mit denen Spielgruppen, die beispielsweise in den Vergessenen Reichen spielen, nicht wirklich etwas anfangen können. Zwischendurch gibt es immer wieder Grundrisszeichnungen von Tempeln, die keinen Bezug zum Text haben, aber ganz nützlich sein können, sollte der Spielleiter mal die Karte eines Tempels brauchen.

 

Das sechste Kapitel möchte uns die Göttliche Welt näher bringen und beginnt mit einem Abschnitt, das den Tod und den Übergang zwischen den Welten bespricht. Anschließend gibt es noch eine Beschreibung der verschiedenen kirchlichen Formen. Beide Themen sind sehr interessant, werden allerdings auch nur sehr kurz angeschnitten. Schade das.

 

Im siebten und letzten Kapitel des Buch des Glaubens gibt es noch einmal eine große Portion an neuen Domänen für den Kleriker, sowie Zauber für alle göttliche Klassen.

 

Wie von WOTC und Feder & Schwert gewohnt ist das Layout und das Design des Bandes sehr ansprechend, wenn auch einige der Zeichnungen eher von unterdurchschnittlicher Qualität sind. Die Übersetzung und das Lektorat sind größtenteils ganz ordentlich, auch wenn man schon mal über den einen oder anderen Fehler stolpert.

 

Das Buch des Glaubens beinhaltet jede Menge nützliches Material, um seinen göttlichen Charakter auszubauen und zu verbessern, doch wie schon beim Buch des Krieges, komme ich hier nicht umher, das Fehlen von Hintergrundmaterial zu bemängeln. Es sind zwar einige Ansätze vorhanden, die aber nur kurz angerissen werden. Ergänzend sollte man auf jeden Fall noch einen Blick in das Book of Exalted Deeds und das Bool of Vile Darkness werfen.

 

Fazit:

Wer D&D spielt oder vor allem leitet, wird wohl nicht am Buch des Glaubens vorbeikommen, da man die Klassenergänzungsbücher schon sein eigen nennen sollte.

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Oje, das hat nicht geklappt, Elfenwerk! 202404181630571ebe45ae
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Das Buch des Glaubens

Autor: David Noonan

System: D&D 3.5

ISBN / ASIN: 3937255419

Verlag: Feder & Schwert

Ersch.: 07/2005

Seiten: 176

Erhältlich bei: Amazon

 


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Erstellt: 08.09.2005, zuletzt aktualisiert: 25.02.2015 12:21, 1222