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Das Geheimnis der Flammenden Rose von Tina Alba

Rezension von Christel Scheja

 

In den letzten Jahren sind bereits einige Romane aus Tina Albas Feder erschienen und man merkt durchaus an, welche Themen sie besonders liebt. Das sind phantastische Geschichten in denen es sich entweder um Katzen dreht oder aber eben um junge Männer, die gerade nicht nach der Frau ihres Lebens suchen. Das ist auch in Das Geheimnis der Flammenden Rose der Fall.

 

Vor einiger Zeit hat das Bordell »Flammende Rose« seine Türen in Padana für gut zahlende Kundschaft geöffnet. Männer wie Frauen kommen in den Genuss exquisiter Unterhaltung, auch die Tänzer und Liebesdiener beiderlei Geschlechts halten, was die Leitung des Hauses verspricht. So dringt der Ruf des Bordells schnell über die Grenzen der Stadt hinaus.

Auch der halbelfische Glücksritter Ilaro beschließt, sich die »Flammende Rose« einmal genauer anzusehen. Im Moment läuft sein alltägliches Leben ohnehin nicht so prall, so dass ein wenig Ablenkung gut tut. Und tatsächlich erlebt er eine unvergessliche Liebesnacht mit dem Tänzer Nadan. Schon kurze Zeit später lassen ihn jedoch andere Träume nicht los – er verzehrt sich nach jemandem, den er nie zuvor gesehen hat. Was Ilaro nicht noch weiß ist, dass er Teil eines magischen Intrigenspiels geworden ist, aus dem es kein Entrinnen gibt, oder?

 

Die Grundfassung des Romans ist laut der Autorin während eines »NaNoWriMo« entstanden, dem traditionellen »National Novel Writing Month«, einer Challenge, in der es darum geht, möglichst in einem Moment eine Geschichte zu schreiben, die mindestens fünfzigtausend Worte umfasst. Nicht selten nutzen dies junge Autoren, um durch den Wettbewerbsgedanken Ideen in die Tat umzusetzen, die sie schon lange mit sich herum tragen.

Herausgekommen ist bei Tina Alba eine leidenschaftliche Fantasy-Romanze, in der das Abenteuer aber auch nicht zu kurz kommt. Und sie nimmt sich auch Zeit, das Setting und die Figuren einzuführen, fast alle der handelnden Personen nehmen später eine wichtige Rolle ein, die bei der Auflösung der Geschichte helfen.

Es gibt zwar immer wieder prickelnde erotische Szenen, in denen Fans homoerotischer Geschichten nicht zu kurz finden, aber auch die Charaktere erhalten ein Profil und das Intrigenspiel kann sich durchaus sehen lassen. Auch sind die Seiten zunächst nicht ganz klar, erst zum Ende hin schält sich heraus, wer eigentlich gut und wer nun richtig böse ist.

Die Geschichte hat einen gewissen Wohlfühlfaktor, denn Gewalt und Grausamkeiten werden weitestgehend ausgeklammert oder nur am Rande erwählt. Wenn die Autorin sie einsetzt, dann sind sie ein wichtiger Teil der Geschichte.

Die Handlung ist relativ simpel gestrickt, erfahrene Leser werden sie recht schnell durchschauen, das tut der Spannung aber keinen Abbruch, denn sie ist flüssig geschrieben, es gibt keine Längen und ein paar überraschende Wendungen sorgen dafür, dass man am Ball bleibt. Letztendlich macht die Autorin es sich zum Ende vielleicht etwas zu einfach – aber auch das ist zu verschmerzen, denn der Ausklang ist mehr als versöhnlich.

 

Fazit:

»Das Geheimnis der Flammenden Rose« sei allen Leserinnen empfohlen, die nach abenteuerlicher Gay-Fantasy mit prickelnder Erotik, genügend Spannung und einem guten Wohlfühlfaktor suchen. Denn diese drei Dinge vereint das Buch in einem angenehmen Mix.

 

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Eure Meinung:

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Buch:

Das Geheimnis der Flammenden Rose

Autorin: Tina Alba

Taschenbuch, 338 Seiten

Traumtänzer-Verlag, Oktober 2017

Cover: Yvonne Less

 

ISBN-10: 3947031033

ISBN-13: 978-3947031030

 

Erhältlich bei: Amazon

 

Kindle-ASIN: B076FQY5BZ

 

Erhältlich bei: Amazon Kindle-Edition

Weitere Infos:


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Erstellt: 09.11.2019, zuletzt aktualisiert: 11.11.2019 13:15