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Das magische Relikt von Ian Irvine

Reihe: Die drei Welten, Band 2

Rezension von Christel Scheja

 

Ian Irvines Zyklus um „Die drei Welten“ startete mit dem Roman „Der Spiegel der Erinnerung“, der ersten Hälfte des englischsprachigen Originals „A Shadow on the Glass“. Nun wird dieses mit der zweiten Hälfte „Das magische Relikt“ abgeschlossen.

 

Einst waren drei Welten durch ein zartes magisches Band miteinander verbunden. Die dort lebenden menschlichen Rassen trieben friedlichen und umsichtigen Handel oder Austausch von Kultur und Wissen miteinander. Doch ein einziger Mann zerstörte das brüchige gefügte und stürzte die verschiedenen Ebenen in Chaos und Untergang.

 

Es liegt in den Händen von Menschen wie den Chronisten von Chanthed oder den Magiern, um die Wunden zu heilen und die Fehler der Vergangenheit um jeden Preis zu verhindern. Deshalb forschen sie intensiv nach der Wahrheit.

Doch diese ist nicht immer gerne gesehen, wie der junge Schreiber Llian zu spüren bekommt, weil er während seiner Meisterprüfung ein Tabu übertritt und deshalb aus Chanted verbannt wird. Das wiederum stiftet ihn noch mehr dazu an, heraus zu finden, was vor ihm und den restlichen Menschen eigentlich verborgen werden soll. Welche Geheimnisse verbirgt die „Zeit der Dunkelheit“, die eher unentdeckt bleiben soll?

Seine Reise ist beschwerlich und fordert fast sein Leben. Dass er wieder auf die Beine kommt verdankt er der jungen Magierin Karan.

Damit jedoch fangen die Probleme erst richtig an, denn diese ist im Besitz des Spiegels von Aachan. Das Artefakt vergisst niemals etwas, was es gesehen hat - allerdings sind die Bilder mit Vorsicht zu genießen, da das Relikt durch die magischen Auswirkungen der Katastrophe verdorben wurde. Dennoch bleibt er der einzige Schlüssel, um die magische Flöte zu finden, die den Untergang der Welten einst auslöste.

Und das wissen auch andere. Karan ist eine Gejagte, die man lieber tot als lebendig sehen will. Nicht nur, dass sie die Gefahr auf die Welt zurück holen will, sie vereint auch das Blut aller drei Rassen in sich - und die sogenannten Triunen sind in ihren Launen und ihrer Macht unkontrollierbar.

Sowohl die Anführer der Aachim, die das mächtigste Artefakt ihrer Rasse zurück haben wollen, sind hinter der jungen Frau her, als auch Mendark, Llians Förderer auf der Schule von Chanthed. Und beide haben sehr persönliches Interesse an dem Artefakt.

 

Wie auch schon im ersten Band erzählt Ian Irvine die Geschichte strikt aus der Sicht seiner wichtigsten Figuren. So erfährt man auch nur so viel wie diese wissen, allerdings macht das den Spannungsbogen nicht gerade episch. Trotzdem ist der Roman nicht langweilig.

Die Figuren wachsen einem sehr schnell ans Herz, und man wird aufgefordert, die verschiedenen Informationen selbst zusammen zu setzen. Insgesamt weiß man dennoch nur ein wenig mehr als die Charaktere, die ihre Stärken und Schwächen haben und sich sehr ernsten Bedrohungen oder Gefahren stellen müssen. Aber selbst hier fallen die Gegenspieler eher durch ihre Menschlichkeit als durch besondere Macht auf.

 

So wird auch „Das magische Relikt“ zu einem kleinen aber feinen Abenteuer der leisen Töne, das seinen Zauber erst bei genauerem Hinsehen entfaltet. Zusammen mit „Der Spiegel der Erinnnerung“, das man auf jeden Fall vorher lesen sollte, bietet Ian Irvine eine spannende Geschichte, die dazu einlädt noch viele interessante Geheimnisse zu entdecken.

 

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Buch:

Das magische Relikt

Reihe: Die drei Welten

Autor: Ian Irvine

broschiert, 414 Seiten

Bastei Lübbe, erschienen August 2007

ISBN: 978-3-404-20576-9

Übersetzung aus dem australischen Englisch von Rainer Schumacher

Titelbild von Stephen Hickman

Erhältlich bei: Amazon

Weitere Infos:


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Erstellt: 18.08.2007, zuletzt aktualisiert: 06.12.2019 15:13