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Das Tarot Cafe Bd.4 von Park Sang Sun

Rezension von Christel Scheja

 

"Das Tarot Cafe" ist wohl der erfolgreichste der Manwhas und Mangas, die im Achterbahn-Verlag erscheinen, da er sich sowohl an weibliche wie auch männliche Leser richtet, die ein Faible für düster-melancholische und romantische Gothic-Geschichten haben und damit den derzeitigen Geschmack einer breiten Käuferschicht trifft. Übersetzt wurde der Manwha übrigens von Mirja Maletzki.

 

Schon viele Gäste hat Pamela in ihrem Tarot-Cafe empfangen, in dem es neben Tee und anderen Dingen auch möglich ist, sich von der Besitzerin selbst die Karten legen zu lassen. Nicht alle der Besucher sehen das nur als Spaß und Scharlatanerie an, einige Kunden spüren auch, dass die Deutungen Pamelas Hand und Fuß haben.

Dazu gehört auch der junge Mann, der in der ersten Geschichte um Hilfe für seine Stiefschwester bittet, die alleine und verlassen in einem großen Haus lebt, weil die Menschen sie fürchten und Hexe nennen. Die Karten verraten, dass nur er selbst etwas unternehmen, kann, aber es gibt eine Schwierigkeit - da er tot ist.

In der zweiten Geschichte wird eine im dritten Band thematisierte Handlung wieder aufgegriffen. Ashe, ein geheimnisvoller Fremder lässt sich von einer anderen Wahrsagerin über Pamelas Lebensweg erzählen, nachdem sie ihren Lehrmeister verloren hat. Damals ist die Hexe einen Bund mit einem Dämonen namens Belus eingegangen, weil sie keine andere Wahl hatte. Auch wenn dieser sie schon damals begehrte, so hatte er doch auch ganz andere Interessen an der Hexe - denn der Lehrmeister Pamelas war einer der letzten Drachen der Erde und hatte seiner Schülerin immenses Wissen und auch seine Unsterblichkeit vererbt.

Die Besitzerin des Tarot Cafes darf sich indessen mit einem schwierigeren Fall herum schlagen, denn eine Popmusikerin taucht bei ihr auf, die schreckliche Angst hat und sich verfolgt fühlt. Denn da ist eine Muse, die schon vielen Popmusikern zu Ruhm verhalf - aber einen sehr hohen Preis dafür einforderte...

 

Wie auch die anderen Bände der Reihe erzählt der vierte Band Geschichten zwischen Realität und Traum, taucht tief in die Vergangenheit ein und konfrontiert die Betroffenen in der Gegenwart mit den damals in Gang gesetzten Konflikten. Viel Magie, ein Hauch von Erotik und Grausamkeit sind in den bittersüßen Märchen im Spiel.

Die kontrastreichen und stellenweise sehr jugendstilhaften Zeichnungen verstärken die düster-melancholische Stimmung der Geschichten noch, so dass man ihnen gebannt bis zum Ende folgt und mit Spannung darauf wartet, wie es im Tarot Cafe weitergeht - vor allem mit Pamela selbst, deren Vergangenheit immer mehr enthüllt wird.

 

Und wem die Manwha-ka bekannt vorkommt. Die 1974 geborene Park Sang Sun zeichnet übrigens auch die bei Tokyopop erscheinende Serie "Les Bijoux".

 

Manwhas sind die koreanische Entsprechung der japanischen Mangas. Im Gegensatz zu diesen erscheinen sie auch im Heimatland in westlicher Leserichtung und müssen nicht erst gespiegelt werden.

 

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Das Tarot Cafe 4

Autorin und Zeichnerin: Park Sang Sun

Übersetzerin: Mirja Maletzki

Softcover A5, 176 Seiten

Achterbahn-Verlag, Oldenburg, erschienen Januar 2006

ISBN: 3-89982-256-0

Titelbild von Park Sang Sun

Erhältlich bei: Amazon

weitere Infos:


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Erstellt: 19.02.2006, zuletzt aktualisiert: 20.04.2019 08:39