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Das Vermächtnis des Königs von Stefan Burban

Reihe: Die Chronik des großen Dämonenkrieges Band.1

Rezension von Christel Scheja

 

Stefan Burban nutzt in seinen Romanen durchaus sehr klassischen Handlungsmuster und archetypische Figuren, er interpretiert sie allerdings auf moderne und zeitgemäße Weise. Das merkt man auch seinen neuen Werk „Das Vermächtnis des Königs“ an, dem Auftakt der Serie „Die Chronik des großen Dämonenkrieges“

 

Vor einundzwanzig Jahren fiel eine riesige Goblinarmee über das friedliche Königreich Hasterian her und legte dessen Städte in Schutt und Asche. Damals fiel auch der König mitsamt seiner Familie den Angreifern zum Opfer, nur sein Bruder Cedric überlebte und half dabei die Goblins zu vertreiben, ehe er den Thron bestieg.

Seither herrscht er mit harter Hand über das Reich und duldet keinerlei Widerspruch. Dabei gibt er vor allem einem neu aufgekommen Kult jeden Vorzug, den man sich denken kann, stößt dabei die Priester der Göttin immer wieder vor den Kopf, denn er streckt seine Hände machtgierig nach anderen Reichen aus, drangsaliert dafür das Volk und hört auf keinen guten Ratschlag.

Inzwischen mehren sich die Zeichen, dass die Dunkelheit einen weiteren Vorstoß wagen wird und Hasperian endgültig dem Untergang weihen könnte.

Ausgerechnet Adrian, ein junger Bibliotheksschüler aus einer der Ordensburgen der Göttin scheint das Zünglein an der Waage zu sein, derjenige, der am Ende zwischen allen Fronten stehen wird und das Schlimmste verhindern muss.

 

Der Klappentext verrät bewusst nicht, was in der Geschichte wirklich vor sich geht. Zwar spielt auch der Überfall der Goblins eine gewisse Rolle und zwar nicht nur in den Nachwirkungen, die noch eine Generation später wahrzunehmen sind, tatsächlich aber, dreht es sich erst einmal nicht um eine Gefahr von Außen, sondern von ihnen.

Wie man sich denken kann, ist Cedric genau das, was man erwartet – ein schwacher König, der sich von den falschen Leuten beeinflussen und korrumpieren lässt, weil die genau wissen, wie sie seine Neigungen kitzeln müssen. Drahtzieher hinter all dem sind die Angehörigen eines finsteren Kultes. Wie immer ist es nur eine Gruppe, die die Gefahr bewusst wahr nimmt, die Ordenskrieger und Priester der Göttin.

Natürlich spielt sich das Geschehen nicht nur in epischen Bahnen ab, auch einzelne Figuren kommen ins Spiel, wie zwei Söldner, die schon bald zwischen den Fronten stehen und nicht zuletzt den jungen Adrian, einen eher schwachen und unerfahrenen Jungen, der nicht für das Abenteuer gemacht zu sein scheint, sich diesem aber jetzt um so mehr stellen muss.

All das wird bunt durcheinander gemixt und zu einem unterhaltsamen Brei vermischt, der viele bekannte Zutaten enthält, aber auch ein paar schmackhafte Überraschungen. Das ganze wird zudem in eine actionreiche Handlung eingebettet, der man gut folgen kann, verfasst in einem kurzweiligen Stil.

 

Alles in allem bietet „Das Vermächtnis des Königs“ solide Unterhaltung, auch wenn Stefan Burban mit „ Die Chronik des großen Dämonenkrieges“ sicherlich nicht das Genre der Heroic Fantasy neu erfindet, sondern nur eine weitere kurzweilige Facette des ewigen Kampfes zwischen Gut und Böse, verkörpert durch eine Handvoll Helden und Schurken, bietet.

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Eure Meinung:

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Buch:

Das Vermächtnis des Königs

Reihe: Die Chronik des großen Dämonenkrieges Band 1

Autor: Stefan Burban

Taschenbuch, 310 Seiten

Atlantis Verlag, Juni 2015

Titelbild: Mark Freier

ISBN-10: 3864022010

ISBN-13: 978-3864022012

Erhältlich bei: Amazon

Kindle-ASIN: B00YKFUYP2

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Erstellt: 12.06.2016, zuletzt aktualisiert: 06.12.2019 15:13