Das zehnte Königreich (DVD; TV-Serie; FSK 12)
 
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Das zehnte Königreich

Filmkritik von Christel Scheja

 

Rezension:

 

Schon vor einem Jahrzehnt gab es Mehrteiler, die Märchen und Gegenwart miteinander verschmolzen, und bei der Ausstrahlung Erfolge feierten. Das hat die Fernsehsender vermutlich jetzt auch dazu ermutigt, ihrem Publikum Serien wie „Grimm“ und „Once upon a Time“ zu präsentieren. Einer der Vorreiter zu Beginn des neuen Jahrtausend war jedenfalls der Fünfteiler „Das zehnte Königreich“, in dem Menschen aus unserer Welt in das Reich der Märchen überwechseln..

 

Unbemerkt von den Bewohnern der magischen Königreiche gelingt es der bösesten Frau der Welt, aus ihrem Gefängnis zu entkommen. Es gelingt ihr nicht nur unbemerkt in das Schloss von Prinz Wendell einzudringen, der kurz vor seiner Krönung steht, sondern auch, ihn durch einen Doppelgänger zu ersetzen.

Gefangen im Körper eines Hundes namens Prinz entkommt Wendell in eine ihm völlig fremde Welt voller seltsamer Dinge und großer Gefahren. Dort trifft er auf die schöne Virginia und ihren Vater Tony. Beide leben in der Nähe des Central Parks in einem Appartementhaus. Während die junge Frau kellnert, ist ihr Vater der Hausmeister. Beide schlagen sich mehr schlecht als recht durchs Leben.

Durch die Ankunft von Prince wird ihr Leben gehörig durcheinandergewirbelt. Nicht nur, dass sie es mit drei Trollen und einem geheimnisvollen Fremden zu tun bekommen – sie landen auch noch in einer anderen Welt, die den Märchen entsprungen zu sein scheint. Eine Rückkehr gibt es nur durch den Zauberspiegel, der sich im Schloss Wendells und der Gewalt der bösen Königin befindet.

Während Virginia und Tony versuchen, Wendell dabei zu unterstützen, seine menschliche Gestalt und seinen Thron wieder zurückzugewinnen, wechselt Wolf die Seiten, denn er hat sich in die schöne Kellnerin verliebt und versucht nun ihr Vertrauen durch Worten und Taten zu gewinnen, was leider nicht immer leicht ist. Aber er ist der beste Führer, den sie finden können, denn ihre Reise führt sie durch viele bizarre Orte voller Geheimnisse, denen sie sich stellen müssen. Und nicht zuletzt scheint die böse Königin immer zu wissen, wo sie sich gerade aufhält. Neben den Trollen schickt sie schließlich auch noch den Jäger los.

Virginia und Tony gibt es neben dem ungewohnten Leben in einer archaischen Welt, dann noch so manche Überraschung, denn sie sind beide enger mit der Märchenwelt verbunden als sie erst dachten.

 

Liebe, Humor und Abenteuer – das sind die Zutaten, die „Das 10. Königreich“ bei seiner Erstausstrahlung so erfolgreich gemacht haben. Die Geschichte versucht sich zudem gar nicht erst ernst zu nehmen, auch wenn sie durchaus tragische und bewegende Momente hat, die den Zuschauer rühren sollen.

Die Zutaten sind denkbar einfach – eine mutige Heldin, die das Herz auf dem rechten Fleck hat, ihr tollpatschiger Vater, der in so manches Fettnäpfchen tritt, aber Mut in Momenten der Gefahr beweist, ein Prinz für den die Verwandlung und Reise dazu führt, dass er endlich erwachsen wird und nicht zuletzt ein geläuterter Bösewicht. Auch die finstere Königin hat in ihrer Bösartigkeit doch Momente, in denen sie zu bereuen scheint und nicht nur abgrundtief finster ist. Alles in allem sind die Figuren natürlich nicht gerade tief gezeichnet, aber sie brechen ein wenig aus den bekannten Märchenarchetypen aus und präsentieren eine modernere Sicht der Dinge. Das zeigt sich auch bei den Trollen, die nicht nur männlich sind und anderen selbstbewussteren Frauen.

Dazu kommt eine abwechslungsreiche Reise durch das Märchenland, die viele Möglichkeiten für Anspielungen auf die klassischen Stoffe und ihre modernen Ausprägungen bietet. So manches wird auf den Kopf gestellt und mit einem Augenzwinkern kommentiert, dann wieder erfüllen sich Klischees, ohne die sich ein Märchen nicht echt anfühlen würde und schaffen so zusätzliche Atmosphäre.

Die bekannten Handlungsmuster halten sich allerdings im Rahmen des Erträglichen. Insgesamt ist die Geschichte nur grob vorhersehbar, es gibt immer wieder Momente in denen auch erfahrene Zuschauer überrascht werden.

Heraus kommt eine unterhaltsame und kurzweilige Miniserie, deren Vorspann in doppelter Hinsicht bemerkenswert ist – zum einen ist die Verwandlung von New York in eine Märchenwelt faszinierend umgesetzt, zum anderen bekommt man auch noch einmal kurz die Twin Towers zu sehen.

Bild und Ton sind dem Alter angemessen, an Extras gibt es neben Trailern nur ein Making-Of.

 

 

Fazit:

 

„Das 10. Königreich“ ist eine märchenhafte Serie, die durch ihre dichte Atmosphäre, den augenzwinkernden Humor und die teilweise doch überraschenden Wendungen auch für den Fantasy-Fan interessant. Die Elemente der klassischen Märchen werden frei und vor allem amüsant und spannend zusammengemischt und bieten eine ganz neue Geschichte bilden, in der neben Abenteuer und Humor auch die Liebe nicht zu kurz kommt.

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Oje, das hat nicht geklappt, Elfenwerk! 202404240311491c1d2b0e
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DVD:

Das zehnte Königreich

The 10th Kingdom, USA 2001

Regisseur(e): David Carson, Herbert Wise

Komponist: Anne Dudley

Format: Dolby, PAL, Special Edition, Surround Sound, Widescreen, RC 2

Sprache: Deutsch, Englisch (Dolby Digital 5.1)

Untertitel: Deutsch

Bildseitenformat: 4:3 - 1.33:1

Anzahl Disks: 3

FSK: Freigegeben ab 12 Jahren

Studio: Koch Media GmbH - DVD

Erscheinungstermin: 17. Februar 2012

Produktionsjahr: 2001

Spieldauer: 425 Minuten

ASIN: B006OHZGUW

Erhältlich bei: Amazon

 

Darsteller:

Kimberly Williams

Scott Cohen

John Larroquette

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Erstellt: 02.05.2012, zuletzt aktualisiert: 07.02.2024 17:01, 12501