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Das Zerbrochene Rad von Ulrich Kiesow

Reihe: Das Schwarze Auge

Rezension von Christel Scheja

 

Dieser Roman ist keine Neuerscheinung in der DSA-Reihe von FanPro, sondern ein Nachdruck der ersten Hälfte des letzten Romans von Ulrich Kiesow. Der zweite Teil ist noch immer in der Heyne-Ausgabe zu beziehen, wird aber vermutlich auch in absehbarer Zeit neu aufgelegt werden.

 

Der DSA-Erfinder thematisiert die Vorbereitungen zur großen Schlacht gegen den Dämonenmeister Borbarad, der aus finstersten Tiefen der Hölle zurückgekehrt ist, um Aventurien für sich zu erobern.

Mit Hilfe der sieben Erzdämonen und willigen Sterblichen hat er bereits große Teile des Mittelreiches unter seine Herrschaft gezwungen und macht sich nun bereit, in das Herz des Landes vorzustoßen. Seine Schergen verwüsten das Land, und wer sich ihm nicht unterwirft, der wird Borbarad gezwungenermaßen auf andere Weise dienen.

 

Obwohl das Bornland bisher nicht angegriffen wurde, blickt man auch auf die schwarzen Lande, die sich wie eine schwärende Wunde immer weiter über die Nordhälfte des Kontinentes ausbreiten. Einflußreiche Persönlichkeiten wie Graf Uriel von Notmark sind sogar bereit einen Pakt mit Borbarad einzugehen, nur um ihr eigenes Land zu schützen.

Und selbst die derzeitige Adelsmarschallin Tjeika scheint kein ehrliches Spiel mit den anderen Adligen zu treiben. Ihr Gemahl Stane ter Siveling bemerkt als erster, dass sie sich schon längst auf die Seite ihres Vaters Graf Uriel geschlagen hat. doch wer wird auf ihn, den schwachen Höfling ohne Rückgrat hören?

 

Doch es gibt auch Menschen im Bornland, die dem Dämonenmeister ein Ende bereiten wollen. Gräfin Thesia von Ilmenstein sammelt die Getreuen um sich, die bereit sind, sich den verzweifelten Mittelreichern anzuschließen, die ihre Kräfte für eine alles entscheidende Schlacht sammeln.

Doch um wirklich eine Hilfe für die Bedrängten zu sein, benötigen die Anführer der Schweren Reiterei drei magische Schwingenpaare und die Träger dazu.

 

Eine der Auserwählten soll die Tochter der Amazonenkönigin Yppolita sein, aber Gilia ist schon lange verschwunden - sie hat die Schwüre zu Rondra wegen der Liebe zu einem Elfen verraten und irrt nun verloren durch die Lande. Erst ein Scharlatan, ein herumziehender Magier, der mehr ist, als er zu sein scheint, bringt sie auf den richtigen Weg.

 

"Das zerbrochene Rad" wird oft als das Vermächtnis Ulrich Kiesows bezeichnet. Im Prinzip ist es das auch, denn das Buch ist weniger ein schlichter Unterhaltungsroman als eine persönliche Abrechnung. Hinter nicht wenigen Figuren in diesem Band stehen die Spielerfiguren realer Personen aus seinem damaligen Bekannten- und Freundeskreis.

Der durchweg depressiv und düster, manchmal sogar recht böse, und verrät viel von Kiesows damaligen Seelenzustand und seiner inneren Verzweiflung, den Tod immer vor Augen zu wissen.

Deshalb sollte man das Buch vor allem unter diesen Gesichtspunkten sehen. Es hat durchaus seine Schwächen in Bezug auf Charakterführung und vor allem Spannung, da die Handlung über weite Strecken eher szenisch als zusammenhängend ist, ist aber auch ein tiefer Einblick in die letzten Gedanken des DSA-Erfinders.

 

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Hinweis:

Mit freundlicher Unterstützung von Fantasy Productions GmbH,

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Das Zerbrochene Rad - Teil 1: Dämmerung

Autor: Ulrich Kiesow

Reihe: Das Schwarze Auge

Originalausgabe, Erkrath 2005

EA Heyne München, 1997

Fantasy Productions 11013

Titelbild von Dieter Rottermund

480 Seiten

9,00 EUR

ISBN-10: 3-89064-459-7

Erhältlich bei: Amazon

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Das Schwarze Auge

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Erstellt: 29.12.2005, zuletzt aktualisiert: 06.12.2019 15:13