Dead Space (PS3; USK 18+)
 
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Dead Space (PS3)

Rezension von Ingo Gatzer

 

Rezension:

Angesichts des baldigen Erscheinens von "Dead Space 2" hat man sich bei Electronic Arts entscheiden, den Vorgänger für kleines Geld anzubieten. Und das lohnt sich für alle Freunde des gepflegten Horrors, die das Spiel noch nicht ihr Eigen nennen.

 

Alles sieht nach einem langweiligen Routineeinsatz aus: Die Kommunikation mit dem Abbau-Schiff "USG Ishimura" ist gestört und so wird ein Reparaturschiff entsendet. Den Defekt soll der Ingenieur Isaac Clarke mit einem kleinen Team beheben. Doch bei der Ankunft auf der Ishimura ist nichts so, wie es sein sollte. Kein Sicherheitspersonal erwartet die Neuankömmlinge. Als sich das Team weiter ins Schiff bewegt, bricht der Horror los. Schon bald heißt es sterben oder sterben lassen...

 

Der entscheidende Faktor, den "Dead Space" vielen anderen Videospielen des Genres voraus hat, ist die unheimlich dichte Atmosphäre. Dafür sorgt zunächst die sehr gute Grafik, die immer wieder durch schön gestaltete Licht- und Schatteneffekte gefällt. Die Animationen bleiben erfreulicherweise auch bei schnellen Bewegungen noch flüssig. Wenn man meckern möchte, muss man schon nach Kleinigkeiten suchen. So bewegen sich etwa die Haare von Miss Daniels, die Clarke begleitet, nicht wirklich realistisch. Für die bedrohliche Stimmung ist zu einem guten Teil auch der geniale Sound verantwortlich. Immer wieder erklingen manchmal kaum zuzuordnende Geräusche oder Schreie. Auch die Synchronsprecher verrichten einen fast perfekten Job. Düstere musikalische Einlagen intensivieren zudem die Atmosphäre. So hat man den Eindruck, mitten in einem Horrorthriller gelandet zu sein.

 

"Dead Space" vermag immer wieder zu überraschen. In mehreren Szenen, in denen sich der Spieler in Sicherheit wiegt, - hier soll natürlich nicht zu viel verraten werden - bricht plötzlich und teilweise recht heftig das Grauen los. Das gleichzeitige heftige Vibrieren der Fernbedienung sorgt dabei immer wieder für ein Zusammenzucken.

 

Das Spiel hat sich seine USK-Einstufung ab 18 redlich verdient. Immer wieder stößt man auf zerstückelte Körperteile und blutige Leiber oder sorgt selbst für die Zerstörung der ansprechend designten Monster. Insgesamt hätte man sich höchstens ein weniger mehr Abwechslung bei der Gestaltung der Gegner gewünscht.

 

Wer sich durch das Raumschiff kämpft, sollte sich nicht auf tumbes Herumgeballere mit dem ansehnlichen Waffenarsenal verlassen. Denn schnell ist die Munition für die "Big Guns" aufgebraucht und dann fällt es schwer, das folgende Grauen in Monstergestalt mit beschränkten Hilfsmitteln zu erledigen. Dementsprechend besitzt das Spiel auch eine gewisse strategische Komponente.

 

Die Steuerung reagiert gut und unterscheidet sich wenig von der Art und Weise wie Charaktere und Kamera in den meisten Genrevertretern gelenkt werden. Sie wird in der Anleitung kurz beschrieben, wird aber ansonsten erst während des Spiels erklärt. Hier wäre ein ausführliches Tutorial wohl gerade für Neulinge eine gute Wahl gewesen. Apropos Neulinge: "Dead Space" bietet drei Schwierigkeitsgrade, welche die Langzeitmotivation, das Spiel noch einmal in einem höheren Schwierigkeitsgrad durchzuspielen, noch vergrößern.

 

Fazit:

"Dead Space" besticht durch eine tolle Atmosphäre im Stil der"Alien"-Filme, gibt nur zu minimalen Kritikpunkten Anlass und ist somit trotz seines Alters immer noch einer der besten Action-Horror-Titel für die PS3.

 

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Oje, das hat nicht geklappt, Elfenwerk! 202404242205301d572881
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Videospiel (PS3)

Dead Space

Plattform: Playstation 3

Genre: Action/Horror

Erscheinungsdatum: November 2008

USK: ab 18

Publisher: Electronic Arts

Erhältlich bei: Amazon


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Erstellt: 09.02.2011, zuletzt aktualisiert: 14.04.2024 08:35, 11538