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Death Note (DVD)

Reihe: Death Note Teil 1

 

Rezension von Bine Endruteit

 

 

Inhalt:

Die Menschen in Japan sind verwirrt: Überall sterben Menschen und niemand weiß warum. Allerdings sind es nur Mörder und Verbrecher, die ohne eine Krankheit oder einen erkennbaren Einfluss von außerhalb, plötzlich tot umfallen. Sie sterben an einem Herzversagen. Einige sind schockiert, andere finden gut, was passiert und halten das für die gerechte Strafe Gottes. Der Verursacher wird mit dem Namen "Kira" bekannt, auch wenn niemand weiß, wer oder was wirklich hinter diesen Vorfällen steckt. Auch der Student Light Yagami kann sich den ewigen Diskussionen um die Todesfälle nicht entziehen, allerdings steht er klar auf der Seite von Kira, während seine beste Freundin sich von seinem Tun distanziert. Sie hält jegliches Morden für unrecht.

 

Im Geheimen ist es Yagami selbst, der für die Todesfälle verantwortlich ist, denn ihm ist ein wertvolles Artefakt in die Hände gefallen: das Death Note. Dabei handelt es sich um ein Notizbuch, in das man Namen eintragen kann. Und jeder, dessen Namen hier schriftlich niedergelegt wird, stirbt. Seine Todespläne schmiedet Yagami alias Kira gemeinsam mit Ryuk, einem Todesgott. Der hat ihm nämlich das Death Note in die Hände gespielt und sieht es als spannende Unterhaltung zu beobachten, wie die Macht zu töten den Jugendlichen verändert. Yagami wird nämlich immer gefühlskälter und skrupelloser. Um ihm Einhalt zu gebieten, wird der geheimnisvolle "L" in die Ermittlungen einbezogen, den die beteiligten Poliziebeamten vorerst nur in Form einer verzehrten Stimme über einen Computer zu hören bekommen. Doch sie vertrauen ihm, denn nur ihm gelingt es tatsächlich, eine Spur zu Kira zu finden. Ist Yagami noch sicher?

 

Rezension:

Die Realverfilmung der "Death Note"-Geschichte beruht auf dem gleichnamigen Anime, der einer der erfolgreichsten und beliebtesten des Mystery-Fantasy-Genres überhaupt ist. Ihm wiederum liegt der Original-Manga zugrunde. Natürlich ist es klar, dass ein Film von 127 Minuten nicht so komplex sein kann wie eine Serie, die sich über viele Staffeln bzw. Bücher hinzieht. Trotzdem ist die Realverfilmung ausgesprochen gut gelungen und fängt die Atmosphäre perfekt ein. Es ist ein sehr düsterer Film, der einen tief in die Abgründe des menschlichen Denkens und Fühlens führt.

 

Leider merkt man dem Film an manchen Stellen an, dass hier kein Budget in Hollywood-Dimensionen vorhanden war. Die Nebendarsteller wirken teilweise nicht besonders glaubwürdig und die CGI-Effekte halten sich in Grenzen oder sind deutlich als solche zu erkennen. Den Gesamteindruck zerstört das zum Glück nicht. Die Hauptdarsteller sind extrem überzeugend, gerade Yagami, der sich im Laufe der Handlung stark verändert, ist perfekt besetzt. Ein weiterer, faszinierender Charakter ist "L", der allerdings erst etwas später im Film als Figur in Erscheinung tritt. Alle Charaktere die etwas intensiver im Fokus stehen, haben einzigartige Eigenarten, die sie zu etwas Besonderem machen.

 

"Death Note" geht unter die Haus, da man sich als Zuschauer zwangsläufig fragt, was man selbst tun würde, wenn man die Macht hätte, Menschen so einfach zu töten. Sicher würde jeder anders handeln, aber was Yagami tut ist ebenso erschreckend wie realistisch. Macht macht skrupellos. Das ist ein ebenso erschreckendes wir faszinierendes Fazit.

 

Komplett abgeschlossen ist die Handlung noch nicht, auch wenn der Film in sich zu einem Abschluss kommt. Allerdings macht das Ende auf jeden Fall neugierig auf die Fortsetzung "Death Note – The Last Name". Außerdem hat man die Möglichkeit noch tiefer in die Welt von "Death Note" einzutauchen, wenn man die Mangas liest oder den Anime anschaut. Übrigens ergänzen sich diese Medien hervorragend und stehen sich nicht im Wege. Und auch wenn man diese Realverfilmung bereits kennt, bieten die anderen Medien immer noch etwas neues und spannendes. Mit realen Figuren wird die Geschichte allerdings besonders gut erlebbar. In keinem anderen Medium hat man so sehr das Gefühl, dass das was man sieht, tatsächlich in der Welt, in der man lebt, passieren könnte. Insgesamt ist "Death Note" ein absolut sehenswerter Film.

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DVD:

Death Note

Japan 2006

Reihe: Death Note Teil 1

Regisseur: Shusuke Kaneko

Format: Dolby, DTS, PAL

Sprache: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Deutsch (DTS 5.1), Japanisch (Dolby Digital 5.1)

Untertitel: Deutsch

Region: Region 2

Bildseitenformat: 16:9 - 1,78:1

FSK: 12

WVG Medien, 28. Mai 2010

Spieldauer: 126 Minuten

 

Erhältlich bei: Amazon

 

Darsteller:

Tatsuya Fujiwara

Ken'ichi Matsuyama

Asaka Seto


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Erstellt: 03.11.2010, zuletzt aktualisiert: 25.03.2018 19:01