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Death Note (Bd. 2)

Rezension von Martina Klein

 

Das sehr ausführliche und richtig gute "Was bisher geschah" gibt Auskunft:

"'Der Mensch, dessen Name in dieses Notizbuch geschrieben wird, stirbt.' Vom Todesgott Ryuk in die Menschenwelt geworfen, findet dieses 'Notizbuch des Todes' in dem Eliteschüler Light Yagami schon bald einen neuen Besitzer. Noch voller Zweifel unternimmt Light erste zaghafte Versuche und ist geschockt, als tatsächlich vor seinen Augen Menschen sterben. Doch schon bald fasst er den Entschluss, das Death Note dafür zu verwenden, eine in seinen Augen ideale, von Verbrechern befreite Gesellschaft zu erschaffen. Dies ruft den geheimnisumwitterten 'L' auf den Plan, der das Rätsel um das unerklärliche Sterben von Schwerverbrechern lösen will, so wie er schon vorher scheinbar unlösbare Fälle gelöst hat. Im Fernsehen kündigt L an, 'den Täter auf jeden Fall zu fassen.' Eine Herausforderung, die Light anzunehmen bereit ist... Light führt zahlreiche Tests durch, indem er Schwerverbrecher tötet, und er entdeckt so Verwendungsmöglichkeiten des Death Note, die selbst den Todesgott verblüffen. L arbeitet zwar mit der japanischen Polizei zusammen, ermittelt aber gleichzeitig auf eigene Faust und bittet das FBI, die Mitarbeiter der japanischen Polizei und ihr Umfeld zu überprüfen. Als Sohn des untersuchenden leitenden Chefinspektors gerät Light schon bald ins Visier des FBI. Light versucht den Namen des FBI-Agenten in Erfahrung zu bringen, der ihn beschattet. Durch schlauen Einsatz des Death Note sowie des Todesgottes Ryuk gelingt ihm das auch..."

 

In diesem Band geht es nun laut Text der Verlagsankündigung darum:

"Light findet den Namen des FBI-Agenten heraus, der ihn verfolgt, und wieder lässt er das Death Note seine tödliche Wirkung entfalten. Ebenso scharfsinnig plant L seine Schachzüge, um Kira zu stellen. Während er einen Teil seiner Identität preisgeben muss, kommt es zum Duell der Superhirne..."

 

Noch hat der FBI-Mann Raye Penber, der die Familie des Chefs der japanischen Sonderkommission beschattet, keinen Verdacht gegenüber Light. Seine Freundin hingegen, die früher selber mal beim FBI war, sieht die Sache ganz anders und kann nicht glauben, das die Vorfälle im Bus, bei denen Raye gezwungen war, Light seinen FBI-Ausweis zu zeigen, ein Zufall waren. Leider glaubt Raye ihr nicht, was ihm schon bald zum Verhängnis werden soll...

 

Währenddessen geht der Machtkampf zwischen Light alias Kira, wie er von der Bevölkerung genannt wird, und L weiter. Light geht jetzt vermehrt dazu über, nicht nur Verbrecher zu töten wie bisher, sondern jeden, der sich ihm in den Weg stellt - wie etwa eben auch die Männer vom FBI, unter denen natürlich auch Raye Penber ist. Doch wenigstens erfährt jener noch - wenige Augenblicke vor seinem Tod - wer Kira in Wirklichkeit ist...! Doch was nützt ihm dieses Wissen letztlich...?

 

Seine Verlobte, wie erwähnt früher selbst eine erfolgreiche FBI-Agentin, stellt nun ihrerseits selbst Ermittlungen an. Währenddessen wird Light immer routinierter im Umgang mit dem Death Note. Mittlerweile kann er bereits besser damit arbeiten als der Todesgott Ryuk selbst.

 

Die Angst geht um - auch und nicht zuletzt bei der japanischen Polizei-Sonderkommission, der zufällig Lights Vater vorsteht. Die Ermittlungen werden für die japanischen Polizisten, die nun nach dem Tod der FBI-Agenten allein ermitteln müssen, immer schwieriger und gefährlicher. Zudem misstrauen sie dem geheimnisvollen L immer mehr, der ihnen offensichtlich auch nicht vertraut, da er sie erst vom FBI beschatten lies und ihnen nun immer noch nicht mal sein Gesicht gezeigt hat.

 

In der Bevölkerung kommt ebenfalls langsam Misstrauen gegen L auf. Manche vermuten sogar, dass L und Kira ein und dieselbe Person sind! L sieht ein, dass er so nicht weiter kommt.

 

Also willigt er schließlich in ein Treffen mit den sechs japanischen Polizeibeamten ein, die immer noch bereit und mutig genug sind, ihr Leben für die Ergreifung Kiras zu riskieren.

 

Und so lernen also neben den mutigen Polizisten auch wir endlich das Gesicht des geheimnisumwitterten L kennen. Ja - dieser L ist schon ein ziemlich seltsamer Vogel... Aber er kann sehr gut kombinieren und ist Light daher immer dichter auf den Fersen.

 

Und nun kommt also auch noch die Verlobte des inzwischen ja leider toten FBI-Mannes Raye ins Spiel. Light begegnet ihr im Polizeipräsidium, wo er seinem Vater etwas vorbeibringen will. Natürlich erkennt er schnell, was für eine Gefahr sie mit ihren Ermittlungen auf eigene Faust für ihn bedeutet.

 

Er treibt ein falsches Spiel mit ihr, auf das sie prompt hereinfällt. Geschickt horcht er sie darüber aus, was sie schon alles über den ihr vermeintlich unbekannten Kira herausgefunden hat. Er erkennt: "Mir bleibt nichts anderes übrig, als sie aus dem Verkehr zu ziehen!" Nur so kann er seinen Kopf aus ihrer Schlinge ziehen - so dicht ist sie ihm bereits auf den Fersen! Es wird eng für ihn...! In seiner Verzweiflung gibt er sich selbst sogar als Mitglied ebenjener Polizei-Sonderkommission aus, die Jagd auf Kira macht.

 

Leichtgläubig begeht die junge Frau einen riesigen Fehler und verrät ihm sogar ihren richtigen Namen, was natürlich "Death-Note-technisch" ein fataler Fehler ist! Er treibt sie - da ihm das mittlerweile moralisch wohl keine größeren Probleme mehr bereitet... - buchstäblich (mit den Worten im Death Note...) in den Selbstmord. Und so gelingt es Light am Ende wieder spielend, auch mit diesem Problem fertig zu werden...!

 

L und Light betreiben also weiterhin ihr Katz- und Maus-Spiel. Dank seiner brillanten Kombinationsgabe vermutet L den gesuchten Kira bald als zum direkten Umfeld des stellvertretenden Polizeipräsidenten Kitamura oder eben des Chefs der Sonderkommission, Soichiro Yagami, gehörig - womit er ja auch durchaus Recht hat!

 

Er lässt die beiden Familien überwachen, indem er Abhörwanzen und Überwachungskameras in deren Häusern installieren lässt - was natürlich auch in Japan eigentlich überhaupt nicht erlaubt ist! Aber was soll's, der Zweck heiligt die Mittel...

 

Natürlich bemerkt der schlaue Light das sofort, lässt sich aber seinerseits nichts anmerken. Er beauftragt Ryuk damit, alle Kameras ausfindig zu machen, da der Todesgott für die Leute, die das Death Note nicht berührt haben, unsichtbar ist. Light selbst muss ja im Haus weiterhin den perfekten Musterschüler spielen.

 

Sowieso ist der Todesgott Ryuk eigentlich trotz seines martialischen Aussehens der netteste von allen, die in dieser Geschichte eine Rolle spielen! ... Und wir erfahren nebenbei: Die Genussdroge der Todesgötter sind nicht etwa Alkohol oder Zigaretten, wie bei den Menschen üblich, sondern - Äpfel! Ah ja...

 

Und damit endet dieser Band leider auch schon wieder!

 

Die Story dieses Mangas ist sehr klar und strukturiert - und nicht so verwirrend, wie es bei anderen Mangas oft der Fall ist. Außerdem ist die Geschichte sehr intelligent und wird spannend erzählt. Dazu kommt eine relativ klare und ruhige Bildaufteilung, die gut zum Verhalten der Haupt-Pro- und Antagonisten passt.

 

Nicht zufällig wurde "Death Note" auch bei der Frankfurter Buchmesse 2007 mit dem Sondermann Preis in der Kategorie "Manga/Manhwa international" ausgezeichnet.

 

Fazit:

"Death Note" lohnt sich wirklich und ist spannend auch für Leute, die sonst nicht allzu viel mit Mangas am Hut haben.

 

Eure Meinung:


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Comic:

© 2003 by Tsugumi Ohba, Takeshi Obata / SHUEISHA Inc.

Death Note (Bd. 2)

Text:

Tsugumi Ohba

Zeichnungen:

Takeshi Obata

Format: Softcover

Sprache: Deutsch

Seitenzahl: 208 Seiten

Altersangabe: ab 15

Verlag: Tokyopop

Erschienen: November 2006

ISBN-Code (13):

978-3-86580-612-3

ISBN-Code (10):

3-86580-612-0

Erhältlich bei Amazon

weitere Infos:


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Erstellt: 10.02.2008, zuletzt aktualisiert: 20.06.2018 20:50