Der junge Hercules Vol. 1 (DVD; TV-Serie; FSK 12)
 
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Der junge Hercules Vol.1

Rezension von Christel Scheja

 

“Der junge Hercules” ist, wie sich Fans vielleicht schon denken können, ein Spin Off der Serie „Hercules“ mit Kevin Sorbo und erzählt mehr über die Jugendjahre des griechischen Helden. Die Serie umfasst neben einem Pilotfilm fünfzig nur etwa fünfundzwanzig Minuten langen Folgen, die in den Jahren 1998 bis 1999 im amerikanischen Kinderprogramm Fox Kids lief und auch in verschiedene andere Länder verkauft wurden.

Koch Media präsentiert in „Der junge Hercules Vol. 1“ nun den Pilotfilm und die ersten fünfzehn Folgen der Serie.

 

Getreut den Legenden ist Hercules der Sohn des Zeus und einer sterblichen Mutter. Anders als seine Geschwister entscheidet er sich dazu, unter den Menschen zu leben und ihr Beschützer zu werden. Dazu verlässt er das schützende Heim und seine Mutter.

Doch schon das erste Abenteuer zeigt ihm seine Grenzen auf. Er mag stark sein und ein Halbgott, aber er kann mit seinen Kräften noch nicht richtig umgehen, sie weder gezielt einsetzen, noch voll ausschöpfen.

So schreibt er sich an der Akademie des Zentauren Cheiron ein, wo er auch die jungen Männer wiedersieht, mit denen er seine ersten Kämpfe bestritten und erst gar nicht gut verstanden hat – Iolaus und Jason, den Prinzen von Korinth.

Doch auch die Zeit an der Schule wird nicht ganz so ruhig wie er denkt, denn immer wieder gerät Hercules mit Ares, seinem älteren Halbbruder aneinander, der gerne Streit und Krieg zwischen den Menschen entfacht.

Zudem muss er sich mit der rachedurstigen Göttin Discord und ihrem Sohn Strife herumschlagen, die ebenfalls nicht viel von dem Sohn einer sterblichen Frau halten.

Zusammen mit seinen Freunden und anderen Kameraden von der Akademie wie der schönen Amazone Lillith bekämpft Hercules aber schon jetzt Ungerechtigkeit, Lüge und Verrat.

So rettet er eine Gruppe der Amazonen vor dem König von Athen, nur um später zwischen ihnen und seinem Lehrmeister zu stehen, als sich die schönen Kriegerinnen mit den Zentauren um Land streiten.

 

Wie die Mutterserie und ihr Ableger Xena wurde auch „Der junge Hercules“ in Neuseeland gedreht, deshalb dürfte nicht verwundern, dass einige Landschaften und Kulissen sehr bekannt vorkommen dürften. Allerdings übernimmt nur ein Schauspieler wieder seine alte Rolle – Kevin Smith spielt wieder den Kriegsgott Ares. Alle anderen Darsteller sind neu. Wer genau hinsieht, dürfte auch bemerken, dass der junge Hercules im Pilotfilm noch von Ian Bohen gespielt wird und Ryan Gosling erst in der Serie übernimmt.

Die Struktur der Folgen ist denkbar einfach und auf das junge Publikum ausgerichtet. Die ersten Minuten sind mit dem alltäglichen Leben in der Akademie ausgefüllt und bietet ein paar humorvolle Kabbeleien zwischen den Helden. Dann schleicht sich das Abenteuer mehr oder weniger in Gestalt der Widersacher oder eines Problems ein. Dies ist meist innerhalb der nächsten fünfzehn Minuten gelöst, so dass es ebenfalls noch einen freundlichen Ausklang geben kann.

Allerdings gibt es auch mehrere Zwei- oder Dreiteiler, wenn die Geschichte nicht in einer Folge erzählt werden kann. Neben den eigentlichen Abenteuern, die ein wenig für Action sorgen, stehen auch typische Teenager-Probleme im Mittelpunkt, sei es nun die fehlende Akzeptanz durch die Erwachsenen, die erste Liebe und das Beisammensein mit Mädchen oder gar die Freundschaft zwischen den jungen Helden. Gerade hierbei haben sich die Macher sehr an den amerikanischen Sitcoms für Jugendliche orientiert, was man auch an der Sprache und dem Verhalten der jungen Männer und Frauen merkt.

Die Serie hat zwar auch phantastische Elemente, die sich aber auf Äußerlichkeiten beschränken – seien es nun die magischen Kräfte der Götter oder gelegentlich auftauchende Monster. Alles in allem ist das Fantasy-Setting oft nur Staffage und trieft vor klassischen Klischees, die man teilweise auch schon aus „Hercules“ und „Xena“ kennt. Auch sind wie in diesen Serien Anachronismen in Inhalt und Umsetzung natürlich an der Tagesordnung.

Alles in allem sind die Folgen für erfahrene Fantasy-Fans nur leidlich spannend, aber immerhin unterhaltsam genug, um einen Blick zu riskieren. Inhaltlich ist die Serie keine Offenbarung könnte aber jüngeren Zuschauern gefallen, die sich mit den Figuren eher identifizieren können.

Auch von den Spezialeffekten her ist die Serie eher Durchschnitt, man sieht schon was wie getrickst wurde. Bild und Ton entsprechen dem Standard der Zeit, Extras gibt es auf den DVD’s allerdings keine.

 

„Der junge Hercules“ ist eine nette kleine Fantasy-Serie für Jugendliche, denen es nur auf das archaische Setting und die vertrauten Abenteuer und Klischees ankommt, die man sich immer wieder gerne ansieht.

Der erwachsene Genrefan wird vermutlich eher über die Inhalte und Gags schmunzeln und die Handlung der Geschichten schnell durchschauen, was seinem Sehspaß aber keinen Abbruch tun muss. Im Prinzip hat die Serie große Ähnlichkeit mit „Hercules“, ist allerdings nur ein wenig einfacher gestrickt als diese.

 

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DVD:

Der junge Hercules

Young Hercules, USA 1998/99

Regisseur(e): Chris Graves, Charlie Haskell, Andrew Merrifield, Simon Raby

Komponist: Joseph LoDuca

Format: Dolby, PAL, RC 2

Sprache: Deutsch (Dolby Digital 2.0), Englisch (Dolby Digital 2.0)

Bildseitenformat: 4:3 - 1.33:1

Anzahl Disks: 4

FSK: Freigegeben ab 12 Jahren

Studio: Koch Media GmbH - DVD

Erscheinungstermin: 5. Oktober 2012

Spieldauer: 396 Minuten

 

ASIN: B0090VULAO

 

Erhältlich bei: Amazon

Weitere Infos:

  • Darsteller:

  • Ryan Gosling

  • Dean O'Gorman

  • Chris Conrad

  • Kevin Smith

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Oje, das hat nicht geklappt, Elfenwerk! 20240422032324ebaecdd8
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Erstellt: 16.10.2012, zuletzt aktualisiert: 07.02.2024 17:01, 12784