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Der letzte Drachenlord von Meagan Hatfield

Rezension von Christel Scheja

 

Meagan Hatfield bereichert mit ihrer Saga um Drachen und Vampiren die romantische Fantasy um eine weitere Welt neben der unseren, in der die übernatürlichen Wesen in Fehde miteinander liegen, ohne dass die Menschen involviert sind.

 

Der Grund für die Jahrhunderte währende Fehde ist ein magischer Kristall, der dem, der ihn besitzt, sehr viel Macht verleiht – so viel, dass es möglich ist, die Welt zu beherrschen. Die Familie der Drachen und die von Königinnen geführte Horde der Vampire streiten sich mit aller Gewalt darum, seit sie denken können – und nun scheinen die Blutsauger die Oberhand gewonnen zu haben.

Nicht nur, dass es ihnen gelungen ist, die letzten Drachenfürsten zu fangen und zu Tode zu foltern, jetzt ist ihnen auch noch Delan Black in die Hände gefallen, der letzte Drachenlord. Im Kerker harrt er auf seinen Tod, doch die schöne Vampirprinzessin Alexia, die kurz vor ihrer Inthronisierung steht, spürt eine seltsame Verbindung zu ihm, so dass sie ihn nicht sterben lassen kann und will.

Obwohl sie selbst um ihren Thron kämpfen muss, stellt sie sich der Herausforderung, einen Drachen zu zähmen und findet heraus, dass es gar nicht so schwer ist, weil auch Declan ihr längst verfallen zu sein scheint.

Doch können sie wirklich so zusammenkommen, wie sie es sich wünschen und damit auch die Feindschaft zwischen den Clans beenden?

 

Wer eine dramatische Fantasy-Saga erwartet hat, wird leider enttäuscht, denn in „Der letzte Drachenlord“ geht es letztendlich nur wieder um die Liebe zwischen zwei Wesen, die ihre natürliche Feindschaft überwinden müssen. Viele Kapitel widmen sich den widerstreitenden Gefühlen in den Seelen der Liebenden, dem Hin und Herz zwischen Begehren und Vernunft, Vertrauen und Hass.

Die Gefangenschaft und Folterung des Drachenfürsten dient dabei nur als Aufhänger, damit sie einander näher kommen können, die Intrigen eines Vampirs, der gerne selbst die Krone an sich reißen würde treibt die Handlung etwas voran. Aber wirklich ausgearbeitet wird dieser Hintergrund nicht, so dass er schwammig bleibt. Auch die Charaktere sind nur oberflächlich gezeichnet.

Letztendlich beherrschen die wechselvollen Emotionen die Geschichte, garniert mit einem gehörigen Schuss an Erotik, die sich nicht nur allein auf die Hauptfiguren konzentriert.

Immerhin ist das Buch flüssig geschrieben und bietet so dem Leser, der nicht mehr als eine erotische Liebesgeschichte erwartet, gute Unterhaltung.

 

Alles in allem nutzt „Der letzte Drachenlord“ die phantastischen Elemente nur als Staffage, so dass der Genrefan zu kurz kommt. Ansonsten reiht sich das Buch nahtlos in die Reihe der vielen paranormalen Romanzen mit Vampiren und Gestaltwandlern ein, die derzeit in den Buchhandlungen zu finden sind.

 

Eure Meinung:


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Buch:

Der letzte Drachenlord

Autorin: Meagan Hatfield

broschiert, 300 Seiten

Mira, erschienen März 2012

Übersetzung aus dem Englischen von Volker Schnell

Titelbild von Harlequin Enterprises

ISBN-10: 386278309X

ISBN-13: 978-3862783090

Erhältlich bei Amazon

 

weitere Infos:


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Erstellt: 26.03.2012, zuletzt aktualisiert: 22.03.2019 13:16