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Der Mann in Gelb von Herman Cyril McNeile

Hörspiel
Reihe: Sherlock Holmes – Die geheimen Fälle des Meisterdetektivs Folge 46

Rezension von Cronn

 

Mit der Reihe Die geheimen Fälle des Meisterdetektivs wird die Sherlock-Holmes-Reihe bei Titania Medien fortgeführt. Die erfolgreiche Hörspielreihe hat auch nach insgesamt 45 Folgen nichts von ihrer Faszination eingebüßt. Einige Ausnahmen beiseitegelassen, waren die Hörspiele überwiegend gelungen inszeniert. In bestimmten Fällen gab es auch außergewöhnlich gute Fälle von Sherlock Holmes zu hören, obgleich ursprünglich nicht von Arthur Conan Doyle verfasst. Auch in der vorliegenden Produktion ist dies sehr gut gelungen. Die Gründe dafür sind vielfältig und sollen anschließend genauer dargelegt werden. Aber zunächst ein Blick auf die Zusammenfassung der Handlung.

 

Verlagsinfo:
Nach jahrelanger Funkstille erhält Dr. Watson den Brief einer gewissen Marjorie Beaumont, die ihn und Holmes dringend um Hilfe ersucht. Angeblich trachtet eine religiöse Gemeinschaft ihrem Onkel nach dem Leben und peinigt ihn mit Drohbriefen. Nachdem eines Nachts eine mysteriöse Gestalt im Haus des Onkels gesehen wird und ebenso spurlos wieder verschwindet, beschließt Holmes, den vermeintlichen Tatort bei Nacht einmal genauer unter die Lupe zu nehmen …

Kritik:
Einen Fall, der nicht auf das Ermittlerduo Sherlock Holmes und Doktor Watson zugeschnitten war, für die beiden bekannten Figuren zu adaptieren, ist keine einfache Aufgabe. Die Charaktere müssen kongenial getroffen werden und auch deren Aktionen beim Ermitteln müssen in das bekannte Bild passen.

 

Das ist Marc Gruppe mit Der Mann in Gelb sehr gut gelungen. Hier sind die kleinen Dialoge zwischen den Ermittlern wieder mit Neckigkeiten gewürzt, auch die Ermittlungstätigkeit außerhalb der vier Wände der Backer-Street lockert das Geschehen auf und passt zu einem Sherlock-Holmes-Fall durchaus. Einzig das Fehlen von Ms. Hudson ist schade.

 

Die Soundregie ist gelungen und erzeugt Kopfkino, wenn selbst das Ziehen eines Messers und die leisen Schritte auf Holzboden zu hören sind (nur als ein Beispiel von vielen angeführt). Dazu eine Musik, die stets angenehm im Ohr klingt und zu der Handlungszeit passt. 
Die Sprecher müssen immer wieder erwähnt werden, denn sie erwecken erst durch ihre lebendige Sprechweise die Figuren zum Leben. Mit dabei sind Joachim Tennstedt als Sherlock Holmes, Detlef Bierstedt als Dr. Watson sowie Maximiliane Häcke, Manfred Liptow, Jan Makino, Kathryn McMenemy und auch der Autor der Adaption selbst, Marc Gruppe.

Fazit:
Erneut gelingt es Marc Gruppe und Stephan Bosenius, einen Fall auf das Sherlock-Holmes-Universum umzuschreiben und soundtechnisch zu untermalen, der stimmig dazu passt und auch Hörspaß bereitet. Es ist zu hoffen, dass das auch weiterhin möglich ist, denn dann erhalten die Fans von Sherlock Holmes immer wieder »neue« Fälle und im besten Fall – wie hier – exzellent hörenswerte Hörspiele.

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Eure Meinung:

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Hörspiel:

Der Mann in Gelb
Sherlock Holmes – Die geheimen Fälle des Meisterdetektivs Folge 46
Original: The Man in Yellow
Umfang: 1 CD
Dauer: 67.04 Minuten
Autor: Herman Cyril McNeile
Buch: Marc Gruppe
Produktion und Regie: Stephan Bosenius und Marc Gruppe
Gemischt von Kazuya c/o Bionic Beats
Cover-Illustration: Ertugrul Edirne
Illustrationen: Firuz Askin
Layout: Doreen Enderlein
Titania Medien / Lübbe Audio, 27. August 2021

ISBN-10: 3785783906
ISBN-13: 978-3785783900

Erhältlich bei: Amazon

Sprecher·innen:

  • Sherlock Holmes: Joachim Tennstedt
  • Dr. John H. Watson: Detlef Bierstedt
  • Marjorie Beaumont: Maximiliane Häcke
  • Henry Beaumont: Manfred Liptow
  • Jack »Bungo« Ayrton: Jan Makino
  • Zofe Janet: Kathryn McMenemy
  • Wirt: Marc Gruppe

Weitere Infos:


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Erstellt: 14.10.2021, zuletzt aktualisiert: 24.11.2021 08:02