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Der Sohn der Halblinge von Alfred Bekker

Reihe: Die Halblinge von Athranor, Bd. 1

Rezension von Christel Scheja

 

In der Hoffnung, dass „Der Hobbit“ eine neue Generation für die High Fantasy begeistern können, haben die Verlage im späten Herbst 2012 vermehrt Romane herausgebracht, die weitläufig mit dem Thema zu tun haben und den Wunsch nach weiteren Halblingsgeschichten stillen könnten. Einen davon präsentiert Alfred Bekker mit „Der Sohn der Halblinge“, dem ersten Band der Trilogie „Die Halblinge von Athranor“.

 

Seit langer Zeit leben die Halblinge in einem Wald und haben sich, als sie zu sehr bedrängt wurden, auf die Bäume zurückgezogen. Ihre Kultur ist so auf das Dasein in den Wipfeln ausgerichtet, dass es junge Männer wie Arvan schwer haben. Das liegt aber vor allem daran, dass dieser gar kein Halbling ist, sondern seines Wissens ein Findelkind, das von dem kleinen Volk aufgezogen wurde.

Ungeschickt und schwerfällig wie er ist, wird er von den meisten verlacht, nur wenige aus dem Volk kann er seine Freunde nennen. Weil er offensichtlich zu nichts besserem taugt, hütet er die Baumschafe.

Dann aber wird sein Leben innerhalb weniger Tage auf den Kopf gestellt. Nicht nur, dass Söldnerhorden und Orks vermehrt in den Wald eindringen und Schaden anrichten, Adran wird auch schwer verletzt. Der Elf Lirandil, der ihm das Leben rettet, sucht Zuflucht unter den Halblingen und gleichzeitig Verbündete. Denn er weiß, dass das Große Übel, der „Verderber“, der den Kontinent schon einmal bedrohte, wieder erwacht ist und nun sein Heer sammelt um alles zu vernichten.

Adran schließt sich ihm zusammen mit seinen Freunden an, denn nur so kann er mehr über seine Herkunft und Abstammung erfahren, die erstmals enthüllt wird und enger mit den ganzen Konflikten verknüpft scheinen, als jeder dachte. Damit beginnt das Abenteuer seines Lebens.

 

Alfred Bekker ist ein erfahrener Routinier, was das Schreiben von High Fantasy-Romanen angeht. In mehreren Reihen hat er bewiesen, dass er solide Geschichten verfassen kann, den Anspruch nach exotischen Völkern und Landschaften, aber auch nach Action und Abenteuer erfüllen kann.

Das ist auch in diesem Roman der Fall. „Der Sohn der Halblinge“ erfüllt alle Erwartungen, die man an die Geschichte stellt. Da ist der junge Held, der erst einmal noch seine Herkunft entdecken muss, seine Freunde, die gute Eigenschaften für die Reise mitbringen und für Spaß sorgen, ein weiser Mentor und nicht zuletzt der böse und dunkle Feind, der nicht weniger im Kopf hat, als die ganze Welt zu zerstören.

Dazu kommt ein spannendes Abenteuer mit Kämpfen, Verrat, Gefahren und am Ende natürlich auch noch Schlachten.

Überraschend ist die Geschichte daher für erfahrene Leser nicht, hat manchmal sogar gehörige Längen, weil der Autor sich gelegentlich zu viel Zeit nimmt, um den Hintergrund auszuarbeiten. Auch die Figuren bleiben eher Archetypen und entwickeln keine besonderen Eigenheiten.

Letztendlich wird es aber den Lesern gefallen, die nach leichter und unkomplizierter Lektüre suchen, die einfache Figuren, spannende Momente und auch ein wenig Atmosphäre bieten und damit entspannen können.

 

„Der Sohn der Halblinge“ ist ein solides Fantasy-Abenteuer, da vermutlich vor allem junge Leser ansprechen wird, die diese Spielart der Phantastik erst jetzt durch „Der Hobbit“ für sich entdeckt haben. Wer mehr als glatte und routiniert verfasste Unterhaltung sucht, wird leider enttäuscht werden.

 

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Eure Meinung:

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Der Sohn der Halblinge

Reihe: Die Halblinge von Athranor, Bd. 1

Autor: Alfred Bekker

Klappbroschur, 479 Seiten

Blanvalet, erschienen November 2012

Titelbild von Max Meinzold

ISBN-10: 3442268877

ISBN-13: 978-3442268870

Erhältlich bei: Amazon

Kindle-Edition

ASIN: B008SILUIW

Erhältlich bei: Amazon

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Erstellt: 06.02.2013, zuletzt aktualisiert: 12.06.2020 15:56