Der Thronräuber (Autorin: Sarah Zettel; Das Licht von Isavalta Bd.2)
 
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Der Thronräuber von Sarah Zettel

Reihe: Das Licht von Isavalta Bd.2

Rezension von Carmen Huber

 

Endlich! Ein ganzes Jahr lang musste man warten, bis der schon hart herbeigesehnte 2. Teil der Saga „Das Licht von Isavalta“ erschien, die mit ihrem wirklich grandiosen ersten Band („Die Intrige der Kaiserin“) so unvergleichlich im Gedächtnis blieb. Und das Warten hat sich gelohnt, denn der zweite Teil hat nichts von der geheimnisvollen Atmosphäre und tiefgehenden Faszination verloren, die schon den Vorgänger auszeichnete. Doch diesmal führt Sarah Zettel den Leser in die Vergangenheit, zu Bridgets Eltern und in die Zeit, als Medeoan noch eine junge Frau war ...

 

 

Wisconsin, 1872: Als Ingrid dem jungen, mittellosen Fischer Avan begegnet, verlieben sich die beiden sofort ineinander. Doch ihr unkompliziertes Glück ist nur von kurzer Dauer: Avan erhält plötzlich einen verzweifelten Hilferuf, der ihn unvermittelt zurück in sein früheres Leben katapultiert. Denn Avans wahrer Name ist Avanasy, und er ist kein einfacher Fischer, sondern ein mächtiger Zauberer aus der Parallelwelt Isavalta, wo er Lehrmeister und zugleich enger Vertrauter der jungen Kaiserin Medeoan war. Als Avanasy, überzeugt davon, dass Medeoans zukünftiger Ehemann Kacha Übles mit seiner Braut und Isavalta plant, sie vor Kacha warnt, will die junge Frau ihm blind vor Liebe nicht glauben und verbannt ihn aus Isavalta. Verzweifelt und schwer getroffen reist Avanasy ins Exil – in eine andere Welt, wo er ein neues Leben als einfacher Fischer beginnt. Doch als ihn Medeoans Hilferuf erreicht, macht er sich sofort auf den Rückweg nach Isavalta, um ihr zur Seite zu stehen. Ingrid beschließt ihn zu begleiten ...

 

In Isavalta steht es inzwischen ziemlich schlecht: Durch Gift und magische Unterstützung des skrupellosen Zauberers Yamuna hat Kacha schon Medeoans Eltern ermordet, und inzwischen still und unauffällig im Palast die Macht übernommen. Medeoan, immer noch blind vor Liebe und zufrieden damit, die immense kaiserliche Verantwortung nicht alleine tragen zu müssen, lässt ihn gewähren. Als die junge Kaiserin endlich den ungeheuren Verrat erkennt, ist es fast schon zu spät: Kacha hat sich die Macht im Palast bereits gesichert – sei es durch Lügen, Bestechung oder Zauberei – und Medeoan ist gefangen in einem Netz aus Intrigen, Magie und Verrat. Doch sie ist nicht machtlos, denn sie besitzt immer noch ihre Zauberkräfte. So gelingt ihr schließlich die Flucht – und die junge Frau setzt nun alles daran, ihren Thron zurückzugewinnen ...

 

 

Da „Der Thronräuber“ eigentlich die Vorgeschichte zu „Die Intrigen der Kaiserin“ ist, ist es so nicht notwendig, den ersten Band zu kennen – tatsächlich ist es vielleicht sogar besser, wenn man den zweiten Band vor dem ersten liest. Wenn man aber „Das Licht von Isavalta 1“ gelesen hat, kann man sich über eine ganze Menge Hintergrundwissen freuen: Man erfährt das Schicksal von Bridgets Eltern oder warum Medeoan zu der verbitterten Frau wird, die man im ersten Band kennen lernte. Nahezu alle Fragen, die im ersten Teil aufgetreten sind, werden diesmal beantwortet, auch wenn man schon gespannt sein darf, wie es denn nun weitergeht: Denn die gefährliche Situation, mit der „Die Intrigen der Kaiserin“ geendet hat, ist ja immer noch ungeklärt. Liest man die Bände aber der Reihe nach, so kann man meist schon den ungefähren Ausgang der Geschichte erahnen – was dem Buch leider einen Teil der Spannung nimmt.

 

Ganz besonders gelungen sind wieder die vielen geheimnisvollen Mächte, von denen man diesmal wieder ein wenig mehr erfährt. Denn „Die Füchsin“ und die Hexe „Baba Jaga“ führen ihre eigenen Machtspielchen untereinander aus, undurchschaubar für alle anderen und unberechenbar für jeden Menschen, der versehentlich zwischen die Fronten gerät. Die Geschichte selbst ist – auch wenn diejenigen Leser, die den ersten Band bereits kennen, schon den ungefähren Ausgang erahnen können – durchgehend fesselnd und mitunter unglaublich spannend; die Intrigen und Machtkämpfe betreffen derart viele Schicksale, dass die ganze Geschichte zugleich aber auch tief bewegt und den Leser unaufhaltsam mitreißt. Man möchte gar nicht mehr mit dem Lesen aufhören – und am liebsten sofort mit dem dritten Band weitermachen. Und jetzt heißt es wieder warten, wenn es diesmal auch nicht so lange dauert: Schon im September 2006 erscheint der dritte – und voraussichtlich letzte – Band der Reihe unter dem Titel „Die Rache des Feuervogels“, auf den ich mich schon sehr freue.

 

Auch die Aufmachung ist wieder schön gelungen: Von der Gestaltung her passt der zweite Band gut zum ersten, und auch diesmal handelt es sich wieder um ein wirklich dickes Taschenbuch, das mit seinen 700 Seiten eine Menge großartigen Lesestoff zu bieten hat. Mit dabei ist diesmal auch ein Personen- und Ortregister, das den Einstieg bzw. Wiedereinstieg leichter macht und hilft, nicht den Überblick zu verlieren.

 

Fazit: Unbedingt lesen – so etwas findet man nicht oft in der breiten Masse an Fantasy-Büchern!!

 

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Oje, das hat nicht geklappt, Elfenwerk! 202405180133575cec5dce
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Der Thronräuber

Autor: Sarah Zettel

Reihe: Das Licht von Isavalta 2

Broschiert - 702 Seiten

Verlag: Blanvalet

Erscheinungsdatum: April 2006

ISBN: 3442241464

Erhältlich bei: Amazon


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Erstellt: 03.06.2006, zuletzt aktualisiert: 28.04.2024 13:01, 2337