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Dhampir - Dunkelland von Barb & J. C. Hendee

Reihe: Dhampir Bd. 3

Rezension von Christel Scheja

 

Auch wenn heute Vampire hoch im Kurs stehen, so gibt es doch nur wenige Romane und Zyklen, die wirklich in einer Fantasy-Welt angesiedelt sind, und das moderne, irdische Setting verlassen. Zu diesen gehört der „Dhampir“-Zyklus von Barb und J.C. Hendee, von dem in den USA bereits sechs Bände erschienen sind. In Deutschland ist mit „Dunkelland“ gerade der dritte erschienen.

 

Vampire und andere Unholde der Nacht versetzen die Menschen auf der Welt, auf der auch Magiere und Leesil leben, in Angst und Schrecken. Die beiden Abenteurer haben das bereits ausgenutzt, um Geld zu verdienen, doch ihre letzten Begegnungen mit den „Edlen Toten“ haben ihnen deutlich gemacht, dass sie nun nicht mehr nur Jäger sondern auch Gejagte sind, die Teil in irgendeinem größeren Spiel sind.

Immerhin ist Magiere selbst zur Hälfte eine von denen, die sie nun zum ersten Mal real bekämpfen musste. Sie ist einer der seltenen Mischlinge mit einem vampirischen Vater und einer menschlichen Mutter. Und dieses vermischte Blut verleiht ihr Kräfte, die denen eines „Edlen Toten“ gleich kommen.

Nachdem sie sich mehrfach gegen Gegner stellen musste, denkt Magiere erstmals an sich selbst und beschließt mehr über ihre eigene Vergangenheit heraus zu finden. Schuld daran ist auch der geheimnisvolle Welstiel, der ihr mehrfach wichtige Hinweise und ihr einmal sogar das Leben gerettet hat, obwohl er selbst zu den Vampiren gehört.

Zusammen mit Leesil und der Gelehrten Wynn kehrt sie in ihr Heimatdorf zurück. Sie wird dort nicht nur mit schmerzvollen Erinnerungen und der Feindseeligkeit einiger Bewohner konfrontiert, sondern macht in den Gewölben des alten Turms, in dem einst ihr Vater mit ein paar seiner Gefährten gehaust haben muss, eine schreckliche Entdeckung.

Denn dort findet sie die Überreste von sechs sterblichen Wesen, die ganz offensichtlich in einer blutigen Opferzeremonie ihr Leben haben lassen müssen.

Magiere ist vor Entsetzen erst einmal gelähmt, doch dann zwingen sie die Entwicklungen zu handeln. Denn nicht nur Welstiel ist ihr immer noch auf den Fersen und hat einen Feind dabe, der Rache an der Dhampir üben will, auch sind die Rätsel um ihre Herkunft noch größer und schrecklicher geworden...

 

Obwohl dieser Roman ebenfalls in sich geschlossen zu sein scheint, nimmt er doch sehr stark Bezug auf den zweiten, gerade weil viele Personen und ihre Beziehung oder Verbindung zu den Hauptfiguren nicht mehr erklärt werden. So wird der Lesegenuss für Neueinsteiger doch ein wenig getrübt.

Aber wer bereits den ersten Band kennt, kann um so tiefer in die Geschichte eintauchen und mehr über die Helden erfahren, denn neben Magiere haben auch noch andere interessante Geheimnisse.

Zudem geht es wieder ordentlich zur Sache. Nicht nur, dass die Dhampir und ihre Freunde mit äußeren Feinden zu kämpfen haben, sie müssen sich auch wieder mit ihren inneren Dämonen auseinander setzten, die nicht nur aus Schwäche und Unsicherheit geschehen.

Das alles ist in eine angenehme Mischung aus Dramatik und Action gepackt, die die Handlung auf keiner Seite langweilig werden lässt und manchmal auch regelrecht eiskalt überrascht, und mit einer Romanze hat das Buch nun schon gar nichts mehr zu tun.

 

„Dunkelland“, der dritte Band der „Dhampir“-Reihe setzt in erster Linie auf das Abenteuer und die Geheimnisse der Figuren. Die Saga wendet sich damit mehr an den Genre-Fan, der spannende Fantasy mag und beweist zu dem, dass man dem Thema Vampire immer noch neue Facetten abgewinnen kann.

 

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Buch:

Dhampir - Dunkelland

Reihe: Dhampir Band 3

Autoren: Barb & J. C Hendee

Original: Sister of the Dead, 2005

Paperback, 379 Seiten

LYX/Egmont, Mai 2009

Übersetzer: Andreas Brandhorst

Titelbild: Max Meinzold

 

ISBN-10: 3802581989

ISBN-13: 978-3802581984

 

Erhältlich bei: Amazon

Weitere Infos:


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Erstellt: 27.06.2009, zuletzt aktualisiert: 28.03.2019 10:38