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Die Befreier von Canea von Jim Butcher

Codex Alera 5

 

Rezension von Ingo Gatzer

 

Rezension:

Während Tavi mit den Invasionstruppen der wolfsartigen Canim zurück in deren Heimat reist, fallen die gnadenlosen Vord über Alera her. Der Erste Fürst schickt Isana und Aria auf eine heikle diplomatische Mission in den Norden. Diese sollen mit den Eismenschen einen Waffenstillstand aushandeln, damit die dort stationierten Truppen gegen die Vord eingesetzt werden können. Gleichzeitig entsendet er Amara und Bernhard, um die Vord auszuspionieren und tritt selbst mit den besten Elementarwirkern des Landes gegen die Vord an. Als Tavi Canea erreicht, erlebt er dort eine böse Überraschung.

 

Man mag Jim Butcher vorwerfen, dass das Grundschema in den einzelnen Bänden des Codex Alera recht ähnlich aufgebaut ist. Allerdings gelingt es dem Autor wie wenigen anderen seiner Zunft, in mehreren Erzählsträngen eine praktisch durchgängig spannende sowie mitreißende Handlung zu konstruieren. Dabei erreichen Spannungsbögen nicht zufällig immer wieder am Kapitelende ihren Höhepunkt, bevor zu einem anderen Erzählstrang gewechselt wird.

 

Schon zum fünften Mal schafft es Butcher, die Bedrohung für Alera noch weiter zu steigern. Nur ein Höhepunkt ist hier der Showdown zwischen Vord und Menschen in Alera Imperia – der Hauptstadt des Reiches. Der gekonnte Wechsel zwischen riesigen epischen Schlachten und Geheimnismissionen mit wenigen Beteiligten sowie das Changieren von Tragik und Komik macht einen besonderen Reiz des Buches aus. Bemerkenswert ist auch, wie der Autor sein Publikum durch immer neue Einfälle und Wendungen gleich an mehreren Stellen überraschen kann.

 

Daneben werden die zentralen Charaktere und Völker immer weiter glaubhaft ausgestaltet. In „Die Befreier von Canea“ erhalten die Leser nicht nur in die Gemeinschaft der Carnim, sondern auch in die von Vord und Eismenschen weitere Einblicke. Ein besonders spannender Charakter bleibt der sich als Valiar Marcus tarnende Ex-Kursor, der den Ersten Fürsten verraten hat. Gerade über seine Existenz „auf der Rasierklinge“ möchte man mehr erfahren, zumal der Erzähler andeutet, dass erste Zweifel an seiner Rolle aufkommen.

 

Kritisiert werden können vor allem Dinge, die Jim Butcher nicht anzukreiden sind. So ist der deutsche Titel „Die Befreier von Canea“ aus gleich mehreren Gründen schlecht gewählt. Er bezieht sich nämlich nur auf einen Teil der Handlung, verrät zu viel und trifft eigentlich im strengen Wortsinne noch nicht einmal zu. Dagegen ist der Originaltitel deutlich eleganter und passender gewählt. Das Titelbild der deutschen Ausgabe hat zudem – wie es leider bei vielen Werken des Genres der Fall ist – leider wieder einmal nichts mit der Handlung zu tun. Angesichts der vielen handelnden Charaktere wäre zudem ein Personenregister wünschenswert.

 

Fazit:

Jim Butcher bereitet aus den bekannten Zutaten eine überaus wohlschmeckende Kost, weshalb auch „Die Befreier von Canea“ allen Fans gut gemachter High-Fantasy wärmstens empfohlen werden kann.

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Eure Meinung:

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Roman

Die Befreier von Canea

Autor: Jim Butcher

Reihe: Codex Alera Bd. 5

Originaltitel: Codex Alera 05. Princeps Fury

Erscheinungsdatum: Juli 2011

Blanvalet – Taschenbuch – 603 Seiten

ISBN-10: 3442267889

ISBN-13: 978-3442267880

 

Erhältlich bei: Amazon

Weitere Infos:


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Erstellt: 31.10.2011, zuletzt aktualisiert: 16.05.2019 14:35