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Die Diablerie bittet zum Sterben von Derek Landy

Reihe: Skulduggery Pleasant 3

gekürzte Lesung von Rainer Strecker

 

Rezension von Christel Scheja

 

Zu einem Geheimtipp unter den eher humorvollen aber trotzdem grusligen Urban-Fantasy-Geschichten, die zwar als Kinderbuch erscheinen aber dennoch für Erwachsene interessant sind, hat sich die Reihe um den knochentrockenen Detektiv „Skullduggery Pleasant“ entwickelt.

Die Bücher aus dem Loewe-Verlag erscheinen auch als Hörbuch bei der Hörcompany. Gelesen wird der dritte Teil wieder von Rainer Strecker, der die Geschichte gekonnt witzig in Szene setzt, auch wenn er diesmal gar nicht zum Lachen scheint.

 

 

Gerade einmal ein Jahr ist es her, seit die dreizehnjährige Stephanie Edgeley erfahren hat, dass sie wie ihr Onkel Gordon eine Magierin mit nicht unerheblichen Kräften ist. Seither führt sie unter der Aufsicht des lebenden Skeletts Skullduggery Pleasant ein gefährliches Doppelleben. Denn die Welt der Magie ist lange nicht so harmlos wie sie zunächst dachte, denn immer noch arbeiten Unbekannte daran, die „Gesichtslosen“ – mächtige Dämonen aus der fernen Vergangenheit der Erde, in die Welt zurück zu holen.

Stephanie, die in der magischen Welt als „Walküre Unruh“ bekannt ist, spürt, dass der Frieden nur scheinbar wiederhergestellt und sich das Unheil weiter hinter den Kulissen zusammen braut. Denn warum sterben gerade jetzt viele Zauberer, die auch die Fähigkeit besitzen, sich von einem anderen Ort zum anderen teleportieren? Und weshalb ist Skullduggery vom Leiter des Sanktuariums suspendiert und als Verräter bezeichnet und gebrandmarkt worden? Stattdessen hat Thurid Guild nun Remus Crux die Ermittlungen in den Todesfällen anvertraut, aber der macht alles noch schlimmer als es schon ist und steht allen anderen im Weg.

So bleibt Walküre und Skullduggery nichts viel anderes übrig, als selbst die Initiative zu ergreifen, ehe es zu spät ist. Es gelingt ihnen Fletcher Renn, einen der letzten natürlichen Teleporter, der aber noch kein ausgebildeter Zauber, sondern nur ein vorlauter Teeanger ist, zu retten. Dabei erkennen sie den Grund für die Morde. Denn nur mit Hilfe eines Menschen, der dazu fähig ist, von einem Ort zum anderen zu springen kann die Diablerie jetzt noch ein Tor für die Gesichtslosen öffnen und wer sich von den anderen geweigert hat, zu gehorchen, musste sterben. Doch sehr schnell müssen die beiden feststellen, dass der Verrat bereits sehr weit vorgedrungen ist und ihre Aktivitäten nicht unbemerkt blieben. Sie geraten in tödliche Gefahr.

 

„Die Diablerie bittet zum Sterben“ schließt ch direkt an „Das Groteskerium kehrt zurück“ an. Es geht wie dort nicht länger nur um ein humorvolles Szenario mit ein paar skurrilen Gestalten, die in eine spannende Handlung eingebettet wird, sondern auch um wirkliche Gefahren, Grausamkeit, Verrat und Verlust, die vor allem von Stephanie alias Walküre fordern schneller erwachsen zu werden als ihr lieb ist. Dafür nimmt sich der Skelettdetektiv etwas zurück, da immer deutlicher wird, dass er Stephanie so einiges verheimlicht, was ihm mehr als nur unangenehm zu sein scheint.

Alles in allem bietet die Handlung wieder jede Menge Action und Spannung, denn Walküres und Skullduggerys Feinde kämpfen nicht nur mit List und Intrigen sondern werden auch handgreiflich. Erfahrene Leser werden sich zwar weiterhin immer wieder an H. P. Lovecraft und anderen Klassikern des phantastischen Genres erinnert fühlen, was aber der Spannung keinen Abbruch tut, denn Landy spielt erneut munter mit den Klischees und erfindet immer wieder kleine Varianten, die auch Erwachsene überraschen oder amüsieren können.

Das Hörbuch setzt die Geschichte wie schon die beiden Vorgänger gekonnt in Szene – mit einführender Schauermusik und einem gut gelaunten Rainer Strecker, der mit Genuss die ironischen Elemente der Geschichte hervor hebt und immer dann bedrohlich wird, wenn die wirklichen Gefahren auf die Helden zukommen.

Die leichte Straffung des Buches für die Lesung hat dem Werk auch nicht geschadet, sondern noch mehr dafür gesorgt, dass die Geschichte nur noch rasanter und damit zu einem angenehm kurzweiligen Hörgenuss wird.

 

Alles in allem kann auch „Skullduggery Pleasant – Die Diablerie bittet zum Sterben“ überzeugen, weil die lebendige Mischung aus Abenteuer, Gruselgeschichte und Humor stimmt und der Sprecher wiederum all das gekonnt in seiner Lesung hervorhebt.

 

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Hörbuch:

Die Diablerie bittet zum Sterben

gekürzte Lesung

Reihe: Skullduggery Pleasant 3

Autor: Derek Landy

Übersetzerin: Ursula Höfker

Sprecher: Rainer Strecker

Umfang auf 6 CDs

Laufzeit ca. 443 Minuten

Hörcompany, Juli 2009

Titelbild von Tom Percival

Ab 12 Jahre

 

ISBN-10: 3939375640

ISBN-13: 978-3939375647

 

Erhältlich bei Amazon

Weitere Infos:


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Erstellt: 19.09.2009, zuletzt aktualisiert: 15.10.2018 10:58