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Die dunkle Göttin von David Weber

Reihe: Schwerter des Zorns Bd.4

Rezension von Carsten Kuhr

 

Eine Herde Windrenner, intelligente, riesige frei lebende Pferde wurde von einem Zombi-Wolfsrudel angefallen, und fast gänzlich niedergemacht. Doch damit nicht genug, versuchen verräterische Fürsten den Frieden zwischen den Völkern zu hintertreiben, die Göttin des Verrats selbst hat sich in der Zitadelle »Der Stimme« eingeschlichen, und nutzt die Priesterinnen um Unfrieden und Verrat zu planen. Es gibt also einiges zu tun für unsere drei Paladine des Tomanak – so viel, dass der Gott des Krieges und der Gerechtigkeit gleich noch einen vierten Paladin beruft. Ein Windrenner, nein der grösste Windrenner-Hengst wird als Paladin vereidigt und schliesst sich ausgerechnet dem Pferdedieb Bahzell auf seinem Kriegszug gegen die Horden der dunklen Götter an. Es kommt zum verlustreichen Aufeinandertreffen der Kräfte, doch selbst wenn die Streiter des Tomanak hier siegreich bleiben ist die Gefahr noch nicht bebannt. Doch die dunklen Götter haben einmal mehr nicht mit der Sturheit des Pferdediebs und seiner Berserkerfreunde gerechnet ...

 

David Weber steht für spannenden Military. Mit den Werken um den Pferdedieb Bahzell hat er sich recht erfolgreich bemüht, sein erzählerisches Feld auf die Heroic Fantasy auszudehnen. Hierbei blieb er allerdings seinen Wurzel deutlich verhaftet.

 

An packenden Kampfschilderungen gab es in den ersten beiden Romanen keinen Mangel, die Ausarbeitung der Charaktere und der Umwelt blieb demgegenüber leider ein wenig im Hintergrund.

 

Diesmal aber hat mich Weber überrascht, nimmt er sich doch verklausuliert aber doch deutlich, für ihn ungewöhnlicher Themen an. Es geht um das Selbstbestimmungsrecht der Individuen, und um Emanzipation der Frauen in einer verkarsteten Gesellschaft, um die Überwindung von Vorurteilen. Hier übt er, eingesponnen in eine mitreissende Handlung voller Verwicklungen und thrillerähnlichem Aufbau recht deutliche Kritik an erzkonservativen Geisteshaltungen. Im Vordergrund steht zwar in jedem Fall die Suche nach der Aufklärung der Mysterien, doch gerade im Vergleich zu den ersten beiden Romanen legt Weber diesmal deutlich mehr Gewicht darauf, uns seine Personen überzeugender zu schildern. Die wenigen Protagonisten sind lebensechter und differenzierter ausgestaltet, als wir das bislang gewohnt waren. Hier hat Weber es verstanden die Motivation überzeugender auszuarbeiten, und seine Personen angesichts der Geschehnisse reifen zu lassen. Insbesondere die Verbindung zwischen den Windrennern und den Menschen wird sehr intensiv und überzeugend dargestellt. Die dann sensationelle Verbindung mit einem Pferdedieb bringt neben humorvollen Anekdoten auch die Handlung selbst auf ein neue Level. Hier springen beide, Pferde wie Pferdediebe über ihren Schatten, beweisen, dass mit Mut und Wille ein Überkommen uralter Vorurteile und Abneigungen möglich ist.

Leider hat es der Verlag versäumt, dem Band eine zumindest kurze Einführung der Handlung des ersten Teils beizufügen. Leser, die sich das Buch nur nach dem Klappentext kaufen, werden der Handlung unverständlich und hilflos gegenüberstehen, zumal ein Hinweis, dass es sich um den zweiten teil eines Romans handelt leider fehlt.

Dennoch hält dieser zweite Teil des Romans für den Leser ein wenig mehr als nur blutige Schlachtengemälde bereit und bildet zunächst einmal den Abschluss einer wenn auch manches mal etwas vorhersehbaren, in Details aber recht vergnüglichen Trilogie, die Raum für weitere Fortsetzungen bieten würde..

 

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Die dunkle Göttin

Reihe: Schwerter des Zorns Bd.4

Autor: David Weber

Broschiert: 400 Seiten

Verlag: Heyne; Auflage: 1 (Oktober 2006)

ISBN: 3453532570

Erhältlich bei: Amazon

Weitere Infos:


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Erstellt: 12.09.2006, zuletzt aktualisiert: 02.08.2019 12:28