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Die Dynastie des Schreckens von Morgan De Clerk

Reihe: Frederik Darkstone Bd.I

Rezension von Martin Weber

 

Klappentext:

Frederik Darkstone, der Totenbeschwörer ist durch Paul Richter (Mitglied der Gilde der Nekromanten) in den Besitz der Chronik des Bösen gelangt. Da erhält der Totenbeschwörer unverhofft Besuch von der Erzherzogin Teriel, der Führerin der 7. Familie, die ihm ein Bündnis gegen die Dynastie des Schreckens vorschlägt auf das Darkstone schliesslich eingeht. Doch er hat die Rechnung ohne Astaroth, der Erzherzog des Bösen gemacht

 

Inhalt:

Die titelgebende Dynastie des Schreckens wird von den 13 Familien der Hölle gebildet; allesamt Dämonen, die danach streben ihren Machtbereich auszudehnen und dabei unsere gute alte Erde ins Visier nehmen. Gott sei Dank existiert aber der tapfere und langlebige Frederik Darkstone (= Friedrich von Dunkelstein), der mit seinen Helfern seit dem 11. Jahrhundert gegen das Böse ins Feld zieht. Aufgrund seiner Kenntnisse in Magie und mit Hilfe des Stabes der Toten, mit dem er Verstorbene ins (untote) Leben zurückrufen kann, damit sie ihm in seinem Kampf beistehen, ist der Nekromant imstande, den Mächten der Finsternis die Stirn zu bieten. Zugute kommt ihm dabei auch, daß die Dynastie des Schreckens in sich zerstritten ist, denn da wird intrigiert und konkurriert wie weiland beim verblichenen Denver-Clan.

Die konkrete Handlung dreht sich um die Chronik des Bösen, eines bedeutenden Werkes der Magie, die dem Besitzer, der damit umzugehen weiß, großen Einfluß verleiht. Sie gerät in die Hände von Darkstone, dem sie jedoch bald wieder geraubt wird. Ein Teufelsvieh namens Astaroth hat diesen Diebstahl in Auftrag gegeben. Dieser mächtige Dämon verfolgt das Ziel, ein Bündnis mit anderen Höllenfamilien zu knüpfen, um die Menschen endgültig zu unterjochen. Andere Dämonen schlagen sich aber aus undurchsichtigen Gründen auf die Seite Dunkelsteins und stellen sich damit gegen ihre Artgenossen.

 

Beurteilung:

Im Alter von 13, 14 Jahren las ich gerne die Heftchen, die von den Abenteuern des Geisterjägers John Sinclair oder seines Kollegen Tony Ballard berichteten. Wer ohne Anspruch auf stilistische Finessen, Logik oder Tiefgründigkeit unterhalten werden will, ist damit ja auch gut bedient. Ähnliches gilt für den vorliegenden Text. Die Charakterisierung der Personen ist flach, die Dramaturgie trotz einiger Zeitsprünge simpel, aber effektiv, wenn man zu akzeptieren bereit ist, daß das Buch weder einen richtigen Anfang noch ein richtiges Ende hat. Die Herkunft des Ganzen (eine online-Fortsetzungsstory) tritt deutlich zutage, da kurze, in schlichter Sprache verfaßte Episoden aneinander gereiht werden. Der Umfang des Werkes zählt magere 138 Seiten, wovon die letzten 20 aus einer Chronologie und einem Glossar bestehen. Bleiben also nach Adam Ries knapp 120 Seiten Handlung, die noch dazu durch eine großzügige Layoutgestaltung künstlich gestreckt werden.

 

Es stellt sich die Frage, ob man diesen Band I aus der Reihe um Darkstone aufgrund seines Ursprungs nach den gleichen Kriterien besprechen sollte wie eine reguläre Veröffentlichung. Einerseits weiß jeder, daß Literatur im Netz eigenen Gesetzmäßigkeiten unterliegt, anderseits wurde aber >Die Dynastie des Schreckens< nun einmal in Buchform publiziert und dafür überarbeitet, weswegen sich dieser Titel mit denselben Standards messen lassen muß wie jeder von Haus aus auf konventionellem Weg auf den Markt kommende Roman. Im direkten Vergleich schneidet Darkstone leider eher bescheiden ab. Empfehlen würde ich dieses Werk nur jenen, die ihren Spaß an John Sinclair und Konsorten haben oder denen, die weniger lesen, sondern sich ansonsten mit thematisch verwandten Rollen- bzw. Computerspielen beschäftigen und darum vielleicht weniger hohe Ansprüche an einen Text stellen.

Meine Bewertung ergibt sich dann, wenn ein professioneller Maßstab angelegt wird; betrachtet man das Ganze hingegen als Hobbyprojekt, ist eine freundlichere Einschätzung angebracht.

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Buch

Titel: Die Dynastie des Schreckens

Reihe: Frederik Darkstone Bd.I

Autor: Morgan De Clerk

Seiten: 138 Seiten - Paperback - Lacrima-Verlag

Erscheinungsdatum: Januar 2003

ISBN: 3936972001

Erhältlich bei: Lacrima

weitere Infos:


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Erstellt: 16.09.2005, zuletzt aktualisiert: 16.05.2019 14:35