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Die Flamme der Sylphen von Michael Peinkofer

Reihe: Land der Mythen Band 2

 

Rezension von Christel Scheja

 

Nach seinen Romanen um zwei grimmig-chaotische, aber doch irgendwie herzensgute Ork-Brüder bleibt Michael Peinkofer auch weiterhin der Fantasy treu. Diesmal stehen aber nicht actionreiche Abenteuer auf dem Programm, sondern eine mythisch-epische Geschichte, die wie Tolkiens Werke auf einer soliden Basis aus Sagen und Legenden steht. Auch wenn viele Namen inselkeltisch anmuten, so bezieht sich der Autor doch mehr auf alpenländische Mythen und Erzählungen rund um das Allgäu..

 

Vor langer Zeit wollten die Eisriesen und –drachen schon einmal die Welt vernichten und überzogen das Land mit Grausamkeit, Zerstörung und Kälte. Damals stellten sich ihnen die magischen Sylphen entgegen. Diese konnten das Böse zwar besiegen, aber nicht vollständig vernichten.

Nun, Generationen der Menschen später, hat der finstere Muortis diese Mächte wieder zum Leben erweckt. Chaos überzieht das Land. Die Erle, schweinsgesichtige Kreaturen, ziehen mordlüstern brandschatzend und plündernd durch das Land. Wo ihnen der Weg versperrt ist, wird er ihnen durch Eismagie geebnet.

Zudem ist Klaigon, der Fürstregent von Allagain und Iónador, seinen Einflüsterungen erlegen und streckt machtgierig die Hände nach der Krone aus, die eigentlich seiner Nichte Rionna gebührt. Er sperrt die Prinzessin in den Kerker und verbündet sich mit dem Bösen, um seine Macht zu festigen.

So verfällt das Land schließlich in Chaos. Es kommt zu heftigen Schlachten, denn nicht alle Menschen unterwerfen sich den neuen Machthabern und wehren sich mit aller Macht gegen die Finsternis. So verlagert sich der Kampf immer mehr in Richtung Iónadors, in der sich der inzwischen wahnsinnig gewordene Fürstregent versteckt und langsam zu realisieren beginnt, dass er sein Reich dem Untergang geweiht sind..

Derweil scheinen auch die Gefährten um den Druide Yvolar und Jäger Alphart kurz vor dem Scheitern zu stehen. Erwyn, der Erbe der Sylphen ist in Gefangenschaft geraten und wird von Muortis gequält, das magische Horn, auf dem alle Hoffnung ruhte ist von dem Ort verschwunden, an dem es seit langer Zeit aufbewahrt wurde.

Nun gibt es nur noch eine Chance: Die Helden müssen sich dem Bösen direkt stellen, auch wenn es das Ende ihres Lebens bedeuten könnte. Doch das nehmen die Gefährten gerne in Kauf. Die gemeinsam bestandenen Abenteuer haben sie gelehrt, dass sie über sich hinaus wachen können, wenn sie nur wollen, und manchmal in dem unscheinbarsten Wesen die größte Macht steckt.

 

Auch der zweite Band bleibt der Linie treu, auf Sagen und Legenden zurück zu greifen, die weniger bekannt sind. In einem Essay erklärt Michael Peinkofer genauer, welche Figuren und Geschichten ihn inspiriert und beeinflusst haben.

Im Vordergrund steht diesmal mehr das Abenteuer als die Beschreibung der Gegebenheiten. So wie die Helden sich immer mehr Herausforderungen stellen müssen, so dramatischer wird auch die Lage in Allagain. Schließlich kommt es im Großen wie im Kleinen zu den entscheidenden Zweikämpfen und Schlachten.

Das ist alles mit einem soliden Spannungsbogen und ohne größere Überraschungen erzählt. Was den Roman aber dennoch lesenswert macht ist seine dichte Atmosphäre und die sympathischen Figuren, die zwar nicht sonderlich in die Tiefe gehen und in erster Linie klassischen Archetypen entsprechen, aber dennoch lebendig vermittelt werden.

Einzig Leserinnen werden weibliche Identifikationsfiguren vermissen, da der Roman ganz ohne Frau auskommt und Rionna, die im ersten Buch noch eine etwas größere Rolle hat, diesmal kaum mehr auftaucht. Der Roman setzt dort an, wo Unter dem Erlmond aufhörte, führt die Geschichte aber zu einem in sich geschlossenen Ende.

 

Fazit:

Die Flamme der Sylphen ist ein episch-dramatischer Roman mit einem mythischen Hintergrund, der vor allem High-Fantasy Fans gefallen dürfte, die kurzweilige Abenteuer mit exotisch-vertrautem Setting mögen und keine tiefschürfende Geschichte erwarten.

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Eure Meinung:

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Buch:

Die Flamme der Sylphen

Reihe: Land der Mythen Band 2

Autor: Michael Peinkofer

Taschenbuch, 494 Seiten

Piper, Juli 2008

Titelbild: Anke Koopmann,

Karte: David Ernle

 

ISBN-10: 3492266398

ISBN-13: 978-3492266390

 

Erhältlich bei: amazon

Weitere Infos:


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Erstellt: 08.09.2008, zuletzt aktualisiert: 16.05.2019 14:35