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Die Gabe von Alison Croggon

Reihe: Pellinor Saga Band 1

Rezension von Christel Scheja

 

In dem Maße, in dem immer weniger amerikanische Autoren auch eine Chance auf dem deutschen Phantastik-Markt bekommen, wächst die Zahl der Veröffentlichungen von australischen Schriftstellern. Ob das wirklich nur aus lizenzrechtlichen und finanziellen Gründen geschieht ist eine andere Sache, denn die Romane erfreuen sich zunehmender Beliebtheit, vor allem bei weiblichen Lesern. Und so bekommt nach Sara Douglass, Jennifer Fallon oder Trudi Canavan nun auch Alison Croggon ihre Chance.

 

„Die Gabe“ ist der Auftakt ihrer dreibändigen „Pellinor-Saga“ um dunkle Kräfte, Magie und Menschen, die über besondere Fähigkeiten gebieten, um der Finsternis Einhalt zu gebieten. Diese Barden führen ein seltsames Leben zwischen Achtung und Furcht. Auch wenn die meisten Menschen ihnen dankbar für die Hilfe und den Schutz sind, so gibt es auch solche, die sie ob ihrer Gaben fürchten und vernichten.

Davon weiß Maerad nicht viel. Sie erinnert sich nur noch dunkel daran, wie ihre Heimat während eines Krieges zerstört und sie mit ihrer Mutter verschleppt wurde. Seit sie bewusst denken und handeln kann, lebt sie als Sklavin in einer unwirklichen kleinen Festung am Rande der Welt und muss viele Demütigungen ertragen. Trost schenkt ihr nur eine alte Leier, die ihr ihre Mutter kurz vor ihrem Tod schenkte.

Nun, nach vielen Jahren der Knechtschaft, taucht plötzlich ein Fremder im Stall auf, in dem sie die Kühe melkt und bietet ihr die Freiheit an. Der Mann namens Cadvan erzählt ihr Dinge, die längst vergessene Erinnerungen wecken und verhilft ihr schließlich sogar zur Flucht..

Für Maerad beginnt ein gänzlich neues Leben. Sie erfährt nicht nur, dass sie die Kräfte eines Barden besitzt, sondern auch von einer uralten Prophezeiung. Cadvan, selbst ein mächtiger Barde, ist davon überzeugt, dass sie die in den Versen erwähnte Auserwählte ist.

Dem Mädchen bleibt zunächst nicht viel anderes übrig als das zu glauben, denn schon setzen sich gefährliche Feinde auf ihre Spur. Untote, Grabunholde und Werwesen machen keinen Halt vor Freunden, während Cadvan und Maerad nach Norden fliehen, um sich mit dem hohen Rat der Barden zu besprechen und Schutz zu suchen. Doch diese Hoffnung ist trügerisch, denn genau dort erwartet sie bitterer Verrat.

 

Ob man die Pellinor-Saga gleich mit Tolkien vergleichen sollte, steht auf einem anderen Blatt, Tatsache ist nur, dass sich „Die Gabe“ angenehm von ähnlichen Epen abhebt. Zwar kann auch es auch Alison Croggon nicht lassen, hin und wieder zu menscheln, aber ihre Heldin ist erfrischend nüchtern und pragmatisch, neigt nicht zur Gefühlsduselei und schenkt nur sehr langsam wirklich Vertrauen.

Die Handlung konzentriert sich vor allem auf die Figuren. Zwar treten auch hier Bedrohungen in Gestalt von Untoten und magischen Geschöpfen aus, aber diese sind nicht zu unterschätzen und gar nicht leicht zu besiegen. Die Barden besitzen zwar große Kräfte, aber auch sie zahlen manchmal einen hohen Preis für deren Einsatz.

Action wird sparsam eingesetzt. Die Spannung erwächst weniger durch Kampfszenen als durch die schrittweisen Enthüllungen. Genau wie Maerad erfährt der Leser nur nach und nach von dem was die Barden ausmacht, von den Vermächtnissen und Schatten der Vergangenheit, die auch ihr Leben von nun an beeinflussen werden. Alison Croggon bettet die Informationen in die Handlung ein, so dass man nach und nach die Welt und die Figuren hinein wächst. All zu jung und unerfahren sollte man als Leser allerdings auch nicht sein, denn die Autorin verpackt manches zwischen den Zeilen, und baut subtil Zusammenhänge ein, die nicht unbedingt sofort auffallen

 

„Die Gabe“ ist zwar nicht so spektakulär, wie man zunächst vermuten könnte, bietet aber Fantasy, wie man sie öfters lesen sollte. Statt plakativen Effekten überzeugen kleine Details, statt einer actionreichen Handlung eine Geschichte mit Atmosphäre, in die man nach und nach hinein wächst und dann nicht mehr missen möchte.

 

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Eure Meinung:

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Lili
Mittwoch, 29. Februar 2012 16:35 Uhr
Ich lese gerade das Buch -321- also praktisch mittendrin, ich persönlich finde es gut! Ich habe es allen meinen Freundinnen empfohlen. es wird sehr viel beschrieben und ist in der sie-Form geschrieben. ich lese gerne Bücher in der ich-Form, aber in das Buch kommt man auch gut rein^^

allgemeiner
Montag, 18. August 2008 15:29 Uhr
die bücher sind überhauptnicht im stil tolkins geschrieben
hdr habe ich mermals gelesen und kenne mich somit bestens aus
ich kann es kaum erwarten bis der 4. band "das Baumlied" rauskommt!!!

mona
Sonntag, 02. März 2008 18:35 Uhr
sorry dass es zwei mal gekommen ist, ich habe nicht aufgepasst

mona
Sonntag, 02. März 2008 18:34 Uhr
ich bin erst am anfang - 139 - aber das buch erscheint mir gut.
Mir tun ehrlichgesagt schon beim lesen die füsse weh...
ich stimme der meinung es sei im stil tolkiens geschrieben nicht ganz zu die ortschaften, namen hören sich zugegeben nach ihm an, doch das kann man meiner meinung nach darauf zurückfüren das dies ein buch über länger vergangene zeit ist.
gleich noch eine frage dazu: aus welcher Zeit eigentlich genau?

mona
Sonntag, 02. März 2008 18:32 Uhr
ich bin erst am anfang - 139 - aber das buch erscheint mir gut.
Mir tun ehrlichgesagt schon beim lesen die füsse weh...
ich stimme der meinung es sei im stil tolkiens geschrieben nicht ganz zu die ortschaften, namen hören sich zugegeben nach ihm an, doch das kann man meiner meinung nach darauf zurückfüren das dies ein buch über länger vergangene zeit ist.
gleich noch eine frage dazu: aus welcher Zeit eigentlich genau?

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Die Gabe

Reihe: Pellinor Saga Bamd 1

Autor: Alison Croggon

Bastei-Lübbe, Janura 2008

FORMAT broschiert, 491 Seiten

# ISBN-10: 340428514X

# ISBN-13: 978-3404285143

Erhältlich bei: Amazon

Weitere Infos:


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Erstellt: 04.02.2008, zuletzt aktualisiert: 02.08.2019 12:28