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Die Gloria Scott

Hörspiel

Reihe: Sherlock Holmes Folge 26

 

Rezension von Cronn

 

Die Reihe Sherlock Holmes gehört mit zu den Zugpferden des CD-Labels Titania Medien. Die Folgen sind stets handwerklich superb produziert, besitzen professionelle Sprecherstimmen. Was jedoch immer schwankt, ist die Qualität der Vorlage.

 

Der Privatdetektiv Sherlock Holmes ist ohne Frage eine künstlerische Meisterleistung von Arthur Conan Doyle gewesen. Allerdings sind die Fälle doch schwankend in der Qualität. Mit dem Fall mit Reihennummer 26 wird erneut die spannende Frage gestellt, ob er den heutigen Qualitätsstandards einer Kriminalgeschichte standhalten kann.

Zunächst soll daher eine Darstellung des Inhalts erfolgen, ehe zur Kritik übergegangen wird.

 

Verlagsinfo:

Sherlock Holmes berichtet seinem Freund und Chronisten Dr. Watson und Mrs. Hudson von seinem allerersten Fall. Seinerzeit hatte er sich auf Einladung seines einzigen Freundes aus Studienzeiten auf dem Landsitz der Trevors befunden – nicht ahnend, dass der Vater seines Freundes seit vielen Jahren bereits ein dunkles Geheimnis hütet …

 

Ohne weitere Informationen weiterzugeben, ist es nicht möglich weiter den Inhalt des Hörspiels zu besprechen. Von daher soll an dieser Stelle eine Spoiler-Warnung für den nächsten Abschnitt gegeben werden, wenn es um die Kritik geht.

 

Kritik:

Die Gloria Scott weckt Hoffnungen auf ein spannendes Abenteuer mit dem Titelbild eines brennenden Schiffes. Allerdings werden diese Hoffnungen enttäuscht, denn bei »Gloria Scott« handelt es sich um einen Fall, der wenig aufregende Inhalte bietet. Er entfaltet sich quasi von allein vor den Augen von Sherlock Holmes. Immerhin lernen wir den Meisterdetektiv in einem ersten Fall kennen, gesprochen von einem anderen Sprecher, der – wie auch der Originalsprecher – seine Rolle gut spricht.

 

Das große Problem ist, dass die Auflösung über die Vergangenheit des Vaters in Australien, wenig spektakulär ist und auch keine Probleme für Sherlock Holmes bietet. Damit ist die Arbeit der Sprecher allein aber nicht zu schmälern.

Die bekannten Stimmen von Joachim Tennstedt, Detlef Bierstedt, Regina Lemnitz, Julian Tennstedt sowie Dirk Petrick, Jochen Schröder, Bernd Rumpf, Maximiliane Häcke, Jannik Endemann und Christian Stark machen ihre Arbeit durchwegs hervorragend.

Auch das Sound- und Musikdesign ist über alle Zweifel erhaben. Die Kammermusikeinlagen wirken stimmig zu der Zeit des 19ten Jahrhunderts.

 

Fazit:

»Die Gloria Scott« ist ein Beispiel für einen Fall des Meisterdetektivs, der nicht überzeugen kann. Wenig Wendungen, kaum Probleme für Sherlock Holmes, der Fall wickelt sich von allein ab und bietet nur mit den kleinen ironischen Brechungen zwischen Holmes, Watson und Mrs. Hudson ein wenig unterhaltsame Abwechslung.

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Eure Meinung:

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Hörspiel:

Die Gloria Scott

Reihe: Sherlock Holmes Folge 26

Original: The Adventure of the Gloria Scott, 1893

Autor: Arthur Conan Doyle

Titania Medien, 14.10.2016

Dauer: 55 Minuten

Umfang: 1 CD

Buch: Marc Gruppe

Produktion und Regie: Stephan Bosenius und Marc Gruppe

Mixed: Kazuya c/o Bionic Beats

Mastered: Michael Schwabe

Cover: Ertugrul Edirne

Illustrationen: Firuz Askin

Layout: Doreen Enderlein

 

ASIN: 3785753802

 

Erhältlich bei: Amazon

SprecherInnen:

  • Sherlock Holmes: Joachim Tennstedt
  • Dr. John H. Watson: Detlef Bierstedt
  • Mrs. Hudson: Regina Lemnitz
  • Junger Sherlock: Julian Tennstedt
  • Victor Trevor: Dirk Petrick
  • Mr. Trevor: Jochen Schröder
  • Hudson: Bernd Rumpf
  • Junger Mr. Trevor: Jannik Endemann
  • Jack Pendergast: Christian Stark
  • Emma: Maximiliane Häcke

Weitere Infos:

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Erstellt: 15.11.2016, zuletzt aktualisiert: 24.11.2021 08:02