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Die größten Naturereignisse

Filmkritik von Christel Scheja

 

Rezension:

 

Zu den großen Ereignissen in der Natur gehören unzweifelhaft Tierwanderungen, ausgelöst durch bestimmte Ereignisse, die sich alljährlich ereignen und damit denjenigen, die sich auf den langen Weg machen, ermöglichen, ihren Nachwuchs zu bekommen und aufzuziehen oder diese und sich selbst für die kalte oder trockene Jahreszeit zu wappnen.

 

„Die größten Naturereignisse“ zeigt in seinen sechs Folgen, wie unwirkliche Landstriche, bei denen man es nie annehmen würde, für eine kurze Zeit im Jahr zu einem Garten Eden werden und die Tiere für ihre Mühen und Strapazen zu belohnen scheinen. Aber wo so viele unterwegs sind, lauern auch die Räuber, denn die Fleischfresser wollen ihren Teil abhaben.

Der Streifzug beginnt in der Arktis. Alljährlich im Sommer schmilzt das Eis und gibt schroffe Inseln und weite Meeresflächen frei. Dies lockt nicht nur Wanderer aus südlichen Gefilden wie Zugvögel an, auch diejenigen, die das ganze Jahr in der weißen Einöde verbracht habe, bekommen nun die Chance, wieder satt zu werden und einen neuen Lebenszyklus für sich und ihre Nachkommen einzuläuten.

Etwas weiter südlich – an der Pazifikküste Nordamerikas beginnt zur gleichen Zeit ein ähnliches Schauspiele. Nach vier Jahren im offenen Meer kehren die Lachse in die Gebiete zurück, in denen sie selbst aus dem Ei geschlüpft sind.

Sie werden bereits sehnlichst erwartet, von den Grizzly-Bären, Wölfen und anderen Tieren, die sich von ihnen ernähren. Doch auch wenn die Lachse nach dem laichen verenden und nur wenige ihr Ziel erreichen, so wird doch die nächste Generation wieder so zahlreich sein, um zurück ins Meer zu finden. Sogar die Pflanzen des gemäßigten Regenwaldes profitieren am Ende von den Kadavern, geben diese doch wichtige Nährstoffe ab.

Obwohl die Kalahari eine der trockensten Wüsten der Erde ist, können dort Tiere leben und überleben. Das liegt nicht zuletzt am Okawango-Becken, dass sich einmal im Jahr in eine paradiesische Wasseroase verwandelt, die selbst Elefantenherden anlockt.

Weitere Reisen führen an die Küste Alaskas und zur Planktonblüte, in die Serengeti der Regenzeit und nicht zuletzt zu den riesigen Schwärmen der Sardinen vor der Westküste Afrikas.

 

Wie auch schon „Planet Erde“ und „Unser Blauer Planet“ so ist auch „Die größten Naturereignisse“ eine Dokumentation, die vor allem durch ihre Bilder spricht und weniger durch ihre harten Fakten. Sorgfältig komponierte Bilder, aufgenommen durch ganz spezielle Kameras aus der Luft, am Boden und im Wasser, wurden mit der passenden Musik verbunden. Es gibt Zeitrafferaufnahmen des Pflanzenwachstums aber auch Zeitlupen, die das Verhalten der Tiere deutlicher machen oder die Eleganz ihrer Bewegungen. Manchmal übertreiben es die Macher aber ein wenig mit den verschiedenen Ansichten – es kann langweilig werden, wenn zum Beispiel der Sprung eines Lachses über eine Wasserschwelle aus fünf oder sechs Perspektiven hintereinander gezeigt wird. Dazu kommen Aufnahmen aus dem Weltraum, die die entsprechende Region im Überblick und auch manchmal ihre Veränderungen zeigen.

Die Folgen schwelgen nur in Bildern von Tieren und Landschaften, Menschen gibt es keine zu sehen, was auch nicht sehr überrascht, da die oben genannten Vorgänger ähnlich gehalten waren.

Nach und nach wird deutlich, dass die einzelnen Szenen nicht nur eine chronologische Aneinanderreihung der Geschehnisse sind, sondern tatsächlich die größeren Zusammenhänge und das zerbrechliche Gleichgewicht deutlich machen und dabei auch Umweltbewusstsein wecken können.

Die Informationen sind wie immer gezielt eingestreut. Fleisch- und Pflanzenfresser werden gleichberechtigt behandelt, so dass man kleinere Kinder am Besten nicht ganz alleine mit den Folgen lässt. Denn die Bilder zeigen durchaus Jagderfolge von Raubvögeln, Löwen oder Grizzlybären.

Bild und Ton sind sehr klar, die Extras sehr interessant, da man in den Tagebüchern der einzelnen Folgen sehen kann, wie die Aufnahmen entstanden sind und welche Strapazen das Team eigentlich auf sich nehmen musste.

 

 

Fazit:

 

Wer bereits „Unser blauer Planet“ und „Planet Erde“ mochte, der kann auch sorglos zu „Die größten Naturereignisse“ greifen, denn die Naturaufnahmen sind wieder traumhaft schön und das Thema selbst sehr spannend aufbereitet und keine Wiederholung alter Inhalte.

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Oje, das hat nicht geklappt, Elfenwerk! 2023012820455084201be0
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DVD:

Die größten Naturereignisse

Natures Great Events, GB, 2009

Dokumentarserie, 6 Folgen a ca. 50 min

Format: Dolby, PAL

Sprache: Deutsch, Englisch (Dolby Digital 5.1)

Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1

Anzahl Disks: 2

FSK: Ohne Altersbeschränkung

Studio: Polyband & Toppic Video/WVG

Erscheinungstermin: 26. November 2010

Spieldauer: 300 Minuten

Extras: Trailer, Tagebücher der Dreharbeiten

 

ASIN: B003WTQQAE

 

Erhältlich bei: Amazon

 


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Erstellt: 21.12.2010, zuletzt aktualisiert: 02.08.2022 20:01