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Die Juwelen von Gwahlur und die Töchter von Midora von P. Craig Russell

Reihe: Conan 5

Rezension von Thomas Götz

 

Inhalt

Der fantasievollen Feder P. Craig Russells entsprungen erleben wir eine lange Geschichte, die im Reich von Keshan spielt, wo der Cimmerier die Zähne von Gwahlur stehlen will, einen sagenhaften Schatz, der die Horde der turanischen Könige blendete. Außerdem erzählt uns Jimmy Palmiotti die Abenteuer der Töchter des Königs Midora, der wilden Valensa und Hannah, welche zur Königin von Gouvia gekrönt warden soll.

 

Kritik

Der mittlerweile fünfte Conan Comicband weist in seiner Gesamtzahl etwas weniger Seiten auf als die Vorgänger, nämlich nur noch 112 statt der 'üblichen' 144 (und ist dafür auch satte 2 Euro billiger).

Storymässig gibt es nun die ersten Miniserien zu begutachten, und wie es oft bei Auftakten zu einer Serie ist, so merkt man auch hier einige 'Gehversuche'.

 

Dies fängt mit den Zeichnungen an. In der ersten Story, den "Juwelen von Gwahlur" sind diese noch recht detailarm. Zwar trifft dies auf die Charaktere nicht immer zu, aber vor allem auf die Hintergründe oder große Flächen, welche zumeist in einfarbigen Tönen gehalten sind. Auf der einen Seite wirkt dies etwas trist, auf der anderen Seite vermag dies aber auch die gruslige Atmosphäre der ersten Story gut zu unterstreichen. Vor allem die etwas blutigeren Szenen kommt mit dieser Unterschwelligkeit etwas besser rüber als sonst. Allerdings schauen einige der Monster mit diesem Zeichenstil manchmal auch eher wie gemütliche Kuschelbären aus... nun gut, sei es drum.

In der zweiten Story sind die Zeichnungen schon etwas besser geraten, auch wenn sie noch immer nicht ganz so sind wie in den Vorgängern. Man erkennt aber immerhin schon ein bisschen mehr Mut zum Detail und auch die Flächen füllen sich langsam mit (zugegeben noch wenigen) Hintergrunddetails ins Gesamtbild der Story ein.

 

Zu den Stories an sich: Die erste und längste Story handelt von einem Orakel in einer verlassenen Stadt, aus der Conan zufällig etwas stehlen will. Wer die kürzlich bei Heyne erschienenen Originalwerke Howards kennt, der dürfte auch mit dieser Story vertraut sein, denn auch sie ist eine Comicadaption einer von Howards Geschichten.

Alles in allem handelt Conan so, wie man es gewohnt ist, als Retter holder Maiden, und als Bezwinger böser Monstren. Dabei agiert er mit der gewohnt ihm eigenen Gerissenheit und - überraschenderweise - hat diese Story auch einmal kein Happy End, denn Conan geht am Ende leer aus. Alles in allem also sehr schön, teils überraschend und nicht schlecht.

 

Die zweite Story ist ebenso voller Überraschungen wie die erste. Auch hier kommt Conans Gerissenheit zum Tragen und es ist schön, dem Cimmerier zu folgen. Auch schön ist die unterschwellige Erotik in dieser Story, sowie die überraschende Wendung am Schluß, die durchaus zu gefallen mag (und nicht verraten werden soll). Alles in allem passt auch diese Story in die Welt voller Barbaren, Blutrünstiger Kämpfe und holder Maiden.

 

Abgerundet wird das Ganze übrigens wieder durch einen Briefverkehr Howards zu Conans Lebensgeschichte (war allerdings auch in den Heyne-Romanen bereits mit abgedruckt, mag aber nichtsdestotrotz ebenso zu gefallen).

 

 

Fazit:

Zusammenfassend kann man also sagen, das die Stories des vorliegenden Bandes durchaus den Fantasyflair von Conan einzufangen vermögen, wenn auch die Zeichnungen etwas gewöhnungsbedürftig sind.

 

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Die Juwelen von Gwahlur und die Töchter von Midora

Reihe: Conan 5

Autor: P. Craig Russell

2007, Panini (Original 2005)

Comic, 112 Seiten

ISBN-10: 3866074735

ISBN-13: 978-3866074736

Erhältlich bei: Amazon


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Erstellt: 12.11.2007, zuletzt aktualisiert: 10.12.2019 18:33