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Die Kinder der Götter von Ann-Kathrin Karschnick

Reihe: Kara Band 3

 

Rezension von Christel Scheja

 

Mit „Kinder der Götter“ beschließt Ann-Kathrin Karschnick ihre Trilogie um das Mädchen Kara, die mit den Romanen „Der Sturm“ und „Taros“ begann.

Seit sie ihre Heimat auf der Flucht vor einer ungewollten Ehe verlassen hat, ist Kara auf der Suche nach ihrer Bestimmung. Erste Hinweise bekommt sie durch einen Ring und ein Pergament mit einem Gedicht in alter Sprache. Sie überlebt auch als einziger Mensch einen Biss der gefährlichen Knots.

In den Ländern der Kohoer und Nemensianer findet sie Freunde und Wissen, eine kostbare Waffe und Magie, aber noch nicht genug, um Gewissheit über ihre Aufgabe zu haben. Antworten hofft sie in der Stadt Taros zu finden, doch als sie dort ankommt, steht die Stadt in Flammen.

Kara versucht nach besten Wissen und Gewissen zu helfen und die angsterfüllten Menschen zur Flucht zu bewegen. Dabei trifft sie nicht nur alte Bekannte, sondern erfährt auch noch von einem Mann, der den Herrscher der Stadt gefangen genommen hat, und als ihm die Kontrolle entglitt, die Häuser Brand steckte, um dann einfach wieder zu verschwinden. Diesen will sie finden und zur Rede stellen, denn er scheint die Lösung aller Rätsel zu kennen.

 

Neben ihrem alten Freund Tomo, der Kara aus dem Dorf der Kohoer gefolgt ist, kommt auch noch der geheimnisvolle Lak mit, den sie im Palast den Herrschers von Taros kennen gelernt hat. Auch wenn er wie Kara von den Göttern auserwählt zu sein scheint, da er die alte Schrift auf dem Pergament und auch sonst etwas mehr als die anderen wahrnimmt, so ist er doch anders als sie.

Bevor sie sich jedoch weitere Gedanken über ihre Begleiter machen kann, wird Kara bei einer Rast in das Reich der Götter entrückt. Dort erfährt sie ungeheuerliche Dinge, mit denen sie überhaupt nicht gerechnet hat und bekommt nun endlich einen Eindruck von ihrer großen Aufgabe: Ein anderer hat den magischen Bogen und benutzt seine Kräfte, um unter den Menschen Zwietracht und Hass zu sähen, damit sie einander zerstören und die Welt in den Untergang treiben. Kara ist die einzige, die ihn jetzt noch aufhalten kann...

 

Mit einem Paukenschlag führt Ann-Kathrin Karschnick ihre Geschichte zu einem versöhnlichen Ende für alle Beteiligten. Bevor Kara ihre Liebe in die Arme schließen kann muss sie noch so manche Überraschung, Kampf, Verzweiflung und auch Verluste erleben. Es geschieht mehr als in den ersten Bänden, auch wenn die Autorin immer noch versucht Konflikte erst einmal anders als mit Gewalt zu lösen. Doch die junge Heldin erfüllt ihre Aufgabe mit Bravour und wird dafür belohnt, so dass jeder romantisch veranlagte Leser am Ende aufatmen kann. Davor erlebt er eine spannende Jagd nach Geheimnissen und Übeltätern.

 

Der Roman bleibt der Linie seiner Vorgänger jedoch treu und weiterhin vor allem für junge Leser interessant. Die Geschichte besitzt auch zum Abschluss hin keine komplizierte Handlung mit überraschenden Wendungen, Ecken und Kanten, die Figuren verhalten sich weiterhin so, wie man es von ihnen erwartet, entsprechen aber auch nicht den klassischen Archetypen.

 

Die „Kara“-Trilogie ist insgesamt gesehen vielleicht nichts für Fans abenteuerlich-epischer Zyklen voller actionreicher Schlachten und großer Schicksale, weiß aber durch seine bodenständigen Helden, positiv ausgerichtete Handlung und den ruhigen Stil fern jeden Kitsches Leser jeden Alters in den Bann zu schlagen, wenn sie sich auf die Geschichte einlassen wollen.

Eure Meinung:

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Buch:

Die Kinder der Götter

Reihe: Kara Band 3

Autorin: Ann-Kathrin Karschnick

Taschenbuch, 178 Seiten

Edition Octopus, August 2006

 

ISBN-10: 3865823475

ISBN-13: 978-3865823472

 

Erhältlich bei: Amazon

Weitere Infos:


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Erstellt: 11.11.2006, zuletzt aktualisiert: 02.08.2019 12:28