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Die Klauen des Feuers von Daniel Arenson

Reihe: Drachenlied Band 2

 

Rezension von Christel Scheja

 

Daniel Arenson ist einer der jungen Autoren, die aus ihrer Leidenschaft für Rollenspiele, Filme und Fantasy-Bücher keinen Hehl machen und ihre Texte zunächst selbst in kleiner Auflage oder als E-Book veröffentlichen, ehe dann durch entsprechenden Erfolg richtige Verlage auf sie aufmerksam werden. So ist „Drachenlied“ nur eine von vier Trilogien aus dem „Requiem“-Universum. Durch Blanvalet kommen nun auch deutsche Leser in den Genuss der Saga, deren zweiter Band hier vorliegt - „Die Klauen des Feuers“.


Ein Jahr ist vergangen, seit die Phönixe das Reich der Drachen angegriffen und schwer angeschlagen haben. Noch immer leiden die Bewohner unter den Folgen der Zerstörungen. Der junge König Elethor versucht ihnen zu helfen wo er kann, doch er weiß auch, dass dies nicht der letzte Kampf war, den sein Land auszufechten hat.

Treue Freunde erkunden tief im Feindesland die Lage und senden immer wieder bedrohliche Nachrichten zu ihm – denn ganz offensichtlich plant die wahnsinnige Phönixkönigin Solina Requiem vollständig zu zerschlagen.

Dazu baut sie eine riesige Armee auf, deren Herzstück Wyvern sind – drachenähnliche Geschöpfe voller Mordlust, deren ätzender Speichel selbst die Schuppen eines Drachen durchdringen kann …

Und dann kommt der Tag, an dem sich diese Armee den Grenzen nähert. Wird es überhaupt noch Rettung für den jungen Herrscher und sein gebeuteltes Volk geben können?


Man merkt schon, aus welcher Ecke Daniel Arenson kommt, denn viele Elemente, die er verwendet stammen aus epischen High-Fantasy-Rollenspielen, garniert mit ein paar eigenen Ideen. „Dungeons und Dragons“ steht Pate für manch eine Fähigkeit und auch die Archetypen, die das Buch bevölkern, ungewohnt ist eigentlich nur, dass hier in menschlicher Gestalt eigentlich mehr oder weniger Gestaltwandler agieren, Drachen, die nur dann ihr wahres Aussehen annehmen, wenn es notwendig ist.

Die Handlung selbst ist ganz auf das Abenteuer ausgerichtet. Es gibt immer wieder brenzlige Situationen, das Geschehen geizt nicht mit Kämpfen und auch Gewalt, wenn die Helden in Gefangenschaft geraten.

Die Figuren selbst sind der Geschichte untergeordnet. Sie entwickeln so gut wie kein Profil, das sich von ihrem klassischen Archetyp abgeht und sind alle mehr oder weniger sehr einfach gestrickt. Vor allem rollenspieler werden sehr schnell erkennen können, an was sich der Autor da orientiert hat.

Immerhin ist sein Stil flüssig, die Geschichte liest sich durchaus kurzweilig und unterhaltsam, hat genau die richtige Länge, um weder zu langweilen noch zu enttäuschen. Allerdings sollte man nicht mehr erwarten als das, denn auch der Hintergrund ist schlicht gehalten, um sich mehr oder weniger auf die Action zu konzentrieren.

Positiv ist allerdings, dass man auch mit dem zweiten Band problemlos einsteigen kann, da man die notwendigen Informationen im Verlauf der Geschichte erhält.


Alles in allem ist „Die Klauen des Feuers“, der zweite Band der „Drachenlied“-Saga ein grundsolider Roman, der trotz aller Klischees unterhalten kann, wenn man nicht all zu viel Tiefe und Entwicklung bei Figuren und Hintergrund erwartet.


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Eure Meinung:

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Buch:

Die Klauen des Feuers

Reihe: Drachenlied Band 2

Original: A Day of Dragonblood. Dragonlore 2, 2012

Autor: Daniel Arenson

Taschenbuch, 416 Seiten

Blanvalet, Juli 2016

Übersetzer: Jörg Pinnow

 

ISBN-10: 3734160030

ISBN-13: 978-3734160035

 

Erhältlich bei: Amazon

 

Kindle-ASIN: B0196U22A0

 

Erhältlich bei: Amazon Kindle-Edition

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Erstellt: 27.01.2018, zuletzt aktualisiert: 16.05.2019 14:35