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Die Königstreuen von Lorna Freeman

Reihe: Grenzlande, Bd. 2

Rezension von Christel Scheja

 

Lorna Freeman liebt Fantasy-Geschichten und hat vermutlich aus diesem Grund damit angefangen, eigene Werke zu verfallen. Mit „Die Verpflichtung“ erschein vor einer Weile der erste Band ihres Zyklus „Grenzlande“, nun ist hierzulande endlich auch die Fortsetzung erschienen: „Die Königstreuen“.

 

Vor nicht allzu langer Zeit war Hase ein ganz gewöhnlicher Reiter in der Armee von Iversterre. Damit ist es jetzt allerdings vorbei. Nachdem er einen entscheidenden Beitrag im Konflikt mit den Faena geleistet hat und so einen Krieg verhindern konnte, wissen die Verantwortlichen, dass er einer der mächtigsten Magier des Landes ist – wenn auch unausgebildet, und zudem auch noch näher mit dem Herrscher verwandt ist, als die Adligen lieb ist.

So sieht sich Hase plötzlich und unerwartet in der Rolle eines Mittlers zwischen den Menschen und Faena und in Begleitung des Berglöwen Laurel und des Dunkelelf Wyln, die ihn in der Magie ausbilden und als designierter Thronerbe im Interesse der Öffentlichkeit.

Dennoch kehrt er erst einmal wieder nach Iversterre zurück, um dort seinen Dienst wieder aufzunehmen.

Das ist gar nicht so einfach, da die Männer und Frauen in den Grenzlanden nach wie vor misstrauisch gegenüber alles und jedem sind, die mit Magie und den Faena zu tun haben und sich dementsprechend verhalten. Hase ist zudem jemand, der seine Nase – auch ohne es wirklich zu wollen – in alles hinein steckt und munter in Fettnäpfchen tritt, so dass er sich bald den Ärger mit den Bewohnern so manchen Provinznests einhandelt.

Dennoch kann er sich nicht einfach zurück ziehen, da sich die Zeichen mehren, dass einige schwarze Magier in ihrer Vermessenheit einem Dämon den Zugang in diese Welt ermöglicht haben.

So zieht Hase mit seinen Leuten los, um das Verhängnis so schnell wie möglich zu stoppen und dem Dämonen Einhalt zu gebieten.

 

Wie auch schon der erste Band ist auch „Die Königstreuen flüssig und spannend geschrieben. Die Geschichte ist abwechslungsreich, die Helden, allen voran Hase sympathisch und sehr menschlich. Denn gerade der Held ist trotz seiner besonderen Fähigkeiten weit davon entfernt, ein Superheld zu sein.

Diesmal ist die Geschichte etwas ausgewogener, da die Autorin ein klares Ziel hat und nicht mehr so viel einführen und ausarbeiten muss. Um den Helden hat sich eine Gruppe gebildet, mit der er interagieren kann und so bleibt mehr Zeit für Abenteuer, düstere Geheimnisse, aber auch Humor, wenn Hase wieder einmal in ein Fettnäpfchen tritt und sehen muss, wie er davon kommt.

Alles in allem sollte man keine großen epischen Konflikte erwarten. Wenn, dann laufen diese eher im Hintergrund ab, wie bei einem Rollenspiel konzentriert sich die Autorin ganz auf die Erlebnisse ihre direkten Helden und nimmt sich auch die Zeit ihnen jetzt endlich ein wenig mehr Leben einzuhauchen.

 

Alles in allem ist „Die Königstreuen“ spannender als „Die Verpflichtung“ und zeigt, dass auch Lorna Freeman dazu gelernt hat, denn die Geschichte kommt diesmal ganz ohne Längen aus und bietet ein unterhaltsames Abenteuer, das vor allem Leser ansprechen dürfte, die bereits selbst Rollenspiele gespielt haben. Nur tiefschürfende Entwicklungen und Erkenntnisse sollte man nicht erwarten.

 

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Buch:

Die Königstreuen

Reihe: Grenzlande, Bd. 2

Autorin: Lorna Freeman

broschiert, 474 Seiten

Blanvalet, erschienen November 2009

Übersetzung aus dem australischen Englisch von Wolfgang Thon

Titelbild von Peer Hagensen

ISBN-10: 3442265932

ISBN-13: 978-3442265930

Erhältlich bei: Amazon

Weitere Infos:


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Erstellt: 06.02.2010, zuletzt aktualisiert: 02.08.2019 12:28