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Die Kunst der Scheibenwelt von Terry Pratchett u. Paul Kidby

Rezension von Carsten Kuhr

 

Bis zu seinem Tod im Jahr 2001 zeichnete Josh Kirby für die Titelbilder der »Scheibenwelt-Romane« verantwortlich.

Wie Terry Pratchett in seinem informativen Vorwort ausführt, zeichnete Kirby alle Fakten die für das Bild notwendig waren, und schuf damit passende, eigenwillige Bilder, die die Aufmerksamkeit der Käufer und potentiellen Leser weckte.

 

Genau so soll es ja auch sein.

 

Dann aber kam ein Mann daher, der bis dato im Produktdesign und der Werbung seine Brötchen verdient hat. Paul Kidby bekam »Die Farben der Magie« von seiner Schwester geschenkt, und sofort entstanden in seinem Kopf Bilder. Zeichnungen, die er nur für sich zu Papier brachte, Gemälde, die später Terry Pratchett in die Hände fielen und bei diesem den Glauben an Gedankenübertragung aufkommen liessen.

 

Da hatte ein ihm gänzlich unbekannter Titelbild-Laie doch tatsächlich die Gestalten verewigt, die Pratchett sonst nur auf den Innenseiten seiner Augenlider zu sehen bekam. «In drei von vier Fällen sieht Paul die Dinge so wie ich ... « so Terry Pratchett zu den kongenialen Illustrationen. Seitdem verbindet die Beiden, neben einer innigen Freundschaft, eine äusserst fruchtbare Zusammenarbeit von deren Ausflüssen Leser auf der ganzen Welt entzückt angesichts des neues Scheibenwelt-Romans in ihrer Buchhandlung beredt Zeugnis ablegen können.

 

In diesem grossformatigen Prachtband haben die beide im Jahre 2004 – die Jahreszahl ist wichtig, da die Protagonisten der Bände die später erschienen sind naturgemäss hier fehlen – uns ein Werk an die Hand gegeben, das uns die wichtigsten Auftretenden – man beachte die Artenunspezifische Benennung ! – textlich wie auch optisch vorstellen. So erfahren wir Vertiefendes über Gevatter Tod ebenso wie über Oma Wetterwachs, über Nobby Nobbs und Lord Vetinari, die Gilden Angh-Morporks und auch der Bibliothekar der unsichtbaren Universität und Ricewind und seine Truhe um nur ein paar zu nennen dürfen natürlich nicht fehlen.

Oftmals lässt uns Pratchett an dem Geheimnis, wie die Gestalten jeweils entstanden sind teilhaben, Kidby berichtet uns, warum er diesen dann eben jene bildliche Gestalt gegen hat, die wir zu Gesicht bekommen.

 

Das Ganze liest sich äusserst unterhaltsam, die Hochglanzaufnahmen der Bilder wissen zu verzücken und man kommt sich vor, wie auf einem Galerie- oder Museumsbesuch mitten in Angh-Morpork.

 

Für Fans der Serie ein, fast bin ich geneigt zu sagen, unverzichtbares, allerdings nicht ganz billiges Nachschlagewerk, das immer wieder zu Heiterkeitsausbrüchen führt.

 

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Buch:

Die Kunst der Scheibenwelt

Reihe: Scheibenwelt

Autor: Terry Pratchett u. Paul Kidby

Gebundene Ausgabe: 160 Seiten

Verlag: Manhattan (August 2006)

ISBN: 3442546125

Erhältlich bei Amazon

weitere Infos:


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Erstellt: 05.09.2006, zuletzt aktualisiert: 16.05.2019 14:35