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Die Legende von Aang – Prequel: Zuko’s Story

Rezension von Christel Scheja

 

Filme wie „Die Legende von Aang“ haben es nicht leicht. Der Film basiert auf der überraschend erfolgreichen Zeichentrickserie „Avatar: The Last Airbender“ (Avatar: Der Herr der Elemente) des Kindersenders Nickelodeon und so haben die Zuschauer schon eine ausgeprägte Vorstellung von den Figuren und ihrem Hintergrund.

Da der Film allerdings schon eine ganze Staffel umfasst, musste einiges weggelassen werden, was den Hintergrund gewisser Figuren erhellt und damit auch die Motive ihres Handelns plausibler macht.

 

Das Prequel „Zuko’s Story“ erzählt nun die Vorgeschichte des Prinzen aus der Feuernation, der den jungen, gerade erst aus seinem hundertjährigen Schlaf wieder erwachten Avatar jagt und warum er ihn zu verzweifelt in die Hände bekommen will. Weil er gegen seinen Vater aufbegehrt und dann auch nicht bereit ist in einem Agni Kai, einem Duell um die Ehre, gegen ihn anzutreten, brandmarkt ihn sein Vater und verbannt ihn aus dem Reich. Erst wenn es ihm gelingt, den Avatar zu fangen und zu ihm zu bringen, wird Zuko seine Feigheit verziehen und er in Gnade wieder aufgenommen.

Der Junge hat einen schweren Start und nur seiner Schwester und seinem Onkel zu verdanken, dass ihm ein kleines Schiff zur Verfügung gestellt wird. Mit ihm sucht er die Orte ab, an denen das Volk des Avatars, die Luftnomaden, früher gelebt haben. Die Schatten der Vergangenheit und andere Begegnungen auf seiner Reise lehren ihn einige Dinge über sich selbst und die Feuernation. Doch ist er überhaupt schon bereit dazu, sie anzunehmen und verstehen zu lernen?

 

Interessanterweise ist „Zuko’s Story“ ein Hybrid aus Zeichentrickserie und Realfilm. Alle Figuren und Orte, die auch in „Die Legende von Aang“ stammen sind bereits übernommen – andere sehen so aus wie in der Zeichentrickserie, sei es nun der „Westliche Lufttempel“, Guru Patik oder gar Azulas Freundinnen Mai und Ty-Lee.

Einige Episoden sind sehr genau nach Szenen nacherzählt, andere wie die mit dem Feuerbändiger, der in die Maske eines Geistes schlüpft, um seinen Sohn aus der Gefangenschaft zu retten, sind erfunden. Aber sie bieten gerade für den Zuko im Film einen schönen und erklärenden Hintergrund.

Sinn macht der Manga im amerikanischen Stil wohl am ehesten für die Fans des Films, aber auch die der Serie werden durchaus mit dem Inhalt zufrieden sein, auch wenn die Künstlerin die Hauptfiguren nach dem Film ausgerichtet hat.

Die Geschichte ist naturgemäß sehr oberflächlich und reißt den ganzen Konflikt, der sich in Zuko entwickelt nur an, gibt aber dennoch interessante Einblicke in die Figur, die für das Verständnis des Films wichtig sind.

 

So kann der Manga in erster Linie Kinogängern empfohlen werden, während die Kenner der Zeichentrickserie viele bekannte Dinge entdecken. Wer gar nichts davon kennt, wird allerdings nicht viel verstehen, dazu liefert der Band leider zu wenige Hintergrundinformationen.

 

Eure Meinung:


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Comic:

Die Legende von Aang – Prequel: Zuko’s Story (Oneshot)

Autoren: Dave Roman & Alison Wilgus

Künstlerin: Nina Matsumoto

Aus dem Englischen von Christopher Bünte

The last Airbender – Prequel: Zuko’s Story, USA 2010

Manga-Taschenbuch, 112 Seiten

Egmont Manga & Anime, 07/2010

ISBN-10: 377047290X

ISBN-13: 978-3770472901

Erhältlich bei Amazon


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Erstellt: 23.08.2010, zuletzt aktualisiert: 15.09.2018 12:40