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Die Legende von Osomyr – Band 1 von Petra Staufer

Rezension von Christel Scheja

 

„Die Legende von Osomyr“ ist das Romandebüt der 1976 in Kempten geborenen und heute mit ihrer Familie in Wien lebenden Petra Staufer, die ansonsten als Bürokauffrau gearbeitet hatte.

 

Sie entführt in eine Welt, in der das magische Gleichgewicht zwischen Gut und Böse vor gut dreihundert Jahren von dem schwarzen Kaiser Morgui durcheinander gebracht wurde, der auch jetzt immer noch versucht, die Herrschaft über das Land Eluan mit Hilfe der Kobolde zu gewinnen. Bisher konnten die Menschen und anderen Völker im widerstehen – aber wie lange kann das noch gut gehen?

Der junge Zauberlehrling Taris bekommt die Macht der Dämonen zu spüren, kurz nachdem ihm bei einer Übung mit seinem Meister ein seltsames Buch erschienen ist – ein Werk von geheimnisvoller Bedeutung und großer magischer Macht, das den ewigen Kampf entscheiden könnte, je nach dem in wessen Hände es gerät: „Das Buch der Welten“.

Nur kurze Zeit später wird das Haus, in dem mit diesem zusammen lebt, angegriffen. Sein Lehrmeister verliert das Leben, während der Junge mit dem seltsamen Schatz in den Wald flieht, begleitet nur von Sharani, einem Findelkind, das im Haus des alten Magiers aufgewachsen ist.

Die beiden sind nun alleine auf sich gestellt. Taris muss mit Erstaunen feststellen, dass das magische buch zu ihm sprechen kann, und erfährt, das er der auserwählte Hüter ist und seine Schritte und Taten das Schicksal der Welt bestimmen werden. Deshalb soll er als nächstes zu den Elben gehen, um dort Schutz und Hilfe zu finden. Und auch Sharani erwartet dort eine große Überraschung.

Aber auch der Feind schläft nicht, denn Morgui und seine Schergen sind den jungen Helden dicht auf den Fersen und bringen sie mehr als einmal in tödliche Gefahr.

 

Petra Staufer erzählt eine klassische Fantasy-Geschichte, denn die Rettung der Welt durch einen jungen unerfahrenen Mann und seine nach und nach zu ihm stoßenden Gefährten, die sich auf eine lange Queste begeben müssen ist wahrlich nicht neu. Aber sie erzählt die Geschichte sehr lebendig und einfühlsam, fügt einige ungewöhnliche Facetten ein. Auch die Geschichte ist sauber aufgebaut, verrät nur nach und nach erst Einzelheiten und wartet auch hin und wieder mit der ein oder anderen kleinen Überraschung – auch für erfahrenere Fantasy-Leser auf. Alles in allem bleibt das Buch dennoch durchschaubar.

Ihre Figuren bleiben zwar relativ oberflächlich, entwickeln sich aber nach und nach durch die Erfahrungen und bleiben nicht auf einem bestimmten Grad stehen. Sie bleiben angenehm menschlich und dürfen immer wieder Schwächen und Ängste zeigen, was sie sympathisch macht.

 

„Die Legende von Osomyr“ dürfte vor allem für junge Fantasy-Leser interessant sein, die noch nicht viel anderes kennen. Sie werden durchaus ihre Freunde an der flüssig erzählten Saga haben und auch gespannt auf die Fortsetzung sein, während langjährige Fans eher Nachsicht mit der einfach gestrickten Handlung haben sollten.

 

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Die Legende von Osomyr

Autorin: Petra Staufer

broschiert, 352 Seiten

essencia Verlag, Schwetzingen, erschienen März 2009

Titelbildgestaltung von Hartmut W. Köhler

ISBN-10: 3868790055

ISBN-13: 978-3868790054

Erhältlich bei: Amazon

Weitere Infos:


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Erstellt: 19.09.2009, zuletzt aktualisiert: 16.05.2019 14:35