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Die Minimenschen Maxiausgabe Bd.1

Rezension von Cronn

 

In den sechziger Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts erschien mit „Les petits hommes“ ein Comic im französisch-belgischen Raum, der sehr bald auch in Deutschland zu großer Popularität kommen sollte.

Als „Die Minimenschen“ machte der Zeichner Pierre Seron seine Serie auch hierzulande bekannt. Sie erschien in „Fix und Foxi“ im Kauka-Verlag. Später, zu Anfang der achtziger Jahre, erschien die Serie beim Bastei Verlag als „Herbie Huppser und die Mikronauten“. Ab 1987 kam die Serie beim Feest-Verlag heraus, der inzwischen Teil des Ehapa-Verlages ist.

Nun erscheint mit der Maxiausgabe beim Ehapa-Verlag eine Gesamtausgabe von der Serie „Die Minimenschen“, die der Zustimmung und Mitarbeit von Pierre Seron persönlich sich versichern darf.

Inzwischen liegt die erste Ausgabe der Maxiedition von „Die Minimenschen“ vor.

 

Inhalt:

Die Minimenschen sind ehemalige Einwohner der Ortschaft Rajevols. Dort fand man eines Tages ein Meteoritenstück, das jeden, der es berührte, auf Schlumpfgröße zusammenschrumpfen ließ. Da sich ihre Situation so darstellt, dass sie alle Menschen, mit denen sie in Kontakt treten, ebenfalls schrumpfen lassen, beschließen sie, ihr ganzes Dorf in die unterirdischen Höhlen eines verfallenen Schlosses zu verlegen. Dort führen sie ein idyllisches, utopisches Leben.

Der Held der Serie ist Régis Renaud, ein Mirage-Pilot, der durch die Erfindungen des genialen Doktor Hundsecker mit sehr weit fortgeschrittener Technologie aufregende Abenteuer gegen verschiedene Widersacher besteht.

 

Kritik:

„Die Minimenschen – Band 1“ enthält die Bände „Alarm in Eslapion“, „Auf der Flucht“, „Der lachende Mini“, „Der Hahn im Korb“, „Ostern für zwei Kinder“ und „Minimenschen ganz groß“. Damit deckt dieser großformatige Band die Jahre 1967 bis 1969/1970 ab.

Jeder einzelne Band innerhalb des Großbandes wird von mehreren Cover-Abbildungen eingeleitet, welche die deutsche Ausgabe und die Originalausgabe zeigen. Dies ist für Comic-Enthusiasten und Sammler ein wahres Freudenfest.

Die Zeichnungen und Geschichten von Pierre Seron sind inzwischen Klassiker der franko-belgischen Comic-Szene geworden und bedürfen eigentlich keiner Erklärung mehr. Doch es mag der ein oder andere die „Minimenschen“ noch nicht kennen, daher ist es doch sinnvoll kurz ein paar Bemerkungen über die Zeichentechnik von Pierre Seron fallen zu lassen.

Der Zeichner und Autor Pierre Seron hat mit „Die Minimenschen“ eine Science-Fiction-Serie für junge Comic-Leser erschaffen, die einzigartig im franko-belgischen Comic-Raum ist. Beeinflusst von André Franquin sind die Zeichnungen bunt, nicht immer originalfarblich und stark kontrastierend. Die Charaktere wirken überzeichnet und nicht naturgetreu.

Damit steht Pierre Seron ganz in der Tradition der Marcinell-Schule. Der Ton der Comics ist humoristisch, ohne dabei flach zu sein. Ein gewisser hintergründiger Satire-Witz ist in den Anspielungen auf unsere Welt zu sehen, die sich in der Welt der Mini-Menschen zum Teil spiegelt, aber auch als Zerrspiegel zu finden ist.

„Die Minimenschen – Band 1“ ist ein gelungener Auftakt im Hardcover-Format, das Lust auf weitere Abenteuer der kleinen Menschen macht.

 

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Eure Meinung:

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Die Minimenschen Maxiausgabe Bd.1

von Pierre Seron

Gebundene Ausgabe: 176 Seiten

Verlag: Ehapa Comic Collection - Egmont Manga & Anime; Auflage: 1 (Oktober 2008)

Sprache: Deutsch

ISBN-10: 3770432479

ISBN-13: 978-3770432479

Erhältlich bei: Amazon


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Erstellt: 04.11.2008, zuletzt aktualisiert: 17.08.2020 17:41