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Die Rote Hand des Unheils (Abenteuer)

Reihe: Dungeons & Dragons

Rezension von Bine Endruteit

 

Erst scheint alles noch ganz harmlos, als den Spielern die ersten Hobgoblins begegnen, doch schnell wird klar, dass mehr dahinter steckt. Im Elsirtal leben vor allen Dingen Menschen und bisher war die Gegend auch sicher, obwohl hier früher Hobgoblins gelebt haben sollen, doch in letzter Zeit wird die Bedrohung immer größer. Als unsere Helden dort auftauchen, werden sie schnell ein Netz voller Intrigen und Krieg verstrickt, dass es zu durchbrechen gilt, den er furchteinflösender Kriegsfürst will das Land unter seine Gewalt zwingen.

 

„Die Rote Hand des Unheils“ ist ein „Dungeons & Dragons“-Abenteuer, dass sich für Charaktere der Stufe fünf eignet und sie bis in die Zehnte begleitet. Es basiert auf der Regelversion 3.5 und setzt den Besitzt des Spieler-, Spielleiter- und Monsterhandbuches voraus. Angelegt ist es für eine Gruppe von vier Personen, das lässt sich aber natürlich modifizieren.

 

Nach einer Einleitung in der Geschichte erhält der Spielleiter einen kurzen Überblick über das Abenteuer, die Wesen, die ihm begegnen werden und Orte, an denen gespielt wird. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, in das Abenteuer einzusteigen, hier werden dem Spielleiter viele Freiräume gelassen.

 

Im Gegensatz zur englischen Version des Abenteuers, ist dieser Band fest gebunden und somit wesentlich stabiler. Kleine Fehler (wie zum Beispiel die falsche Angabe zu den Stufen auf dem Cover) wurden korrigiert. Das Layout ist analog zu den Regelbüchern, so dass das bei D&D übliche einheitliche Erscheinungsbild auch hier fortgesetzt wird. Dem Buch liegt zusätzlich eine große Karte mit insgesamt drei verschiedenen Bodenplänen bei, die die wichtigsten Kampfschauplätze zeigen. Weitere Karten befinden sich im Buch und müssen bei Bedarf herauskopiert werden. Hier wäre es schön gewesen, wenn man die Inhalte zum Beispiel hätte online abrufen können, vielleicht wäre das eine Option, die man für die Zukunft überdenken könnte, zumal einige solcher Dateien für die englische Version bereits existieren. Im direkten Vergleich mit dem englischen Original fällt auf, dass beim Übersetzen zwar größtenteils darauf geachtet wurde, möglichst nah an der Vorgabe zu bleiben, aber auch einige Änderungen vorgenommen wurden. So wird aus „Tredora Goldbrow“ „Tredora Goldenstirn“, obwohl auch „Tredora Goldbraue“ durchaus klangvoll gewesen wäre. Anderes, wie zum Beispiel der Titel selbst, wurde eins zu eins übersetzt, obwohl man sich da fragen muss, ob es nicht bessere Alternativen gegeben hätte.

 

Diese kleinen Unzulänglichkeiten kann man aber getrost in Kauf nehmen, denn das Abenteuer an sich ist extrem gut gelungen. Es ist mit Sicherheit eins der besten aus dem D&D-Mutterhaus (Wizards Of the Coast).

 

Wie schon erwähnt, werden dem Spielleiter viele Freiheiten gelassen, allerdings versuchen die Autoren Richard Baker und James Jacobs möglichst viele Eventualitäten vorauszusehen und haben zu zahlreichen Varianten bereits Vorschläge parat, wie sie umzusetzen sind. Dadurch ist zwar ein umfangreiches Werk entstanden, das dem Spielleiter viel Aufmerksamkeit abverlangt, es ergibt sich aber auch eine ungewöhnlich dichte Erzählstruktur. „Die Rote Hand des Unheils“ ist ein schnelles Abenteuer, bei dem es stark auf die Aktionen der Spieler ankommt. Für sie gilt es nicht nur, direkt zu kämpfen, sondern auch, ein Netz zu spinnen, das den Gegner letztendlich zu Fall bringt. Nicht nur deswegen ist das Abenteuer sehr ausgeglichen. Es gibt zahlreiche Nichtspieler-Charaktere, viele Kämpfe und einige knifflige Situationen, die es zu bewältigen gibt. Sehr lobenswert ist auch, dass darauf geachtet wurde, dass das Spiel der einzelnen Charakterklassen ausgeglichen ist und sich nicht nur auf bestimmte Figuren fokussiert.

 

Für den Spielleiter ist der Band übersichtlich gestaltet, auch wenn man die für die aktuelle Situation wichtigen Informationen filtern muss. In jeder Stufe gilt es, einen bestimmten Abschnitt des Abenteuers zu meistern. Vorschläge, wie man seiner Gruppe die aktuelle Situation erzählerisch darstellen kann, sind in rot hervorgehoben, man findet Hinweise zu den Lichtverhältnissen, dem Zeitpunkt und zu den Wesen die auftauchen. Alles ist stimmig und übersichtlich gestaltet.

 

Fazit:

„Die Rote Hand des Unheils“ ist ein wirklich lohnenswertes D&D-Abenteuer. Es ist übersichtlich und ausgeglichen und hält sowohl für die Spieler als auch den Leiter jede Menge Spielspaß bereit.

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Mit freundlicher Unterstützung von Feder&Schwert,

www.feder-und-schwert.com.

 

Eure Meinung:


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Die Rote Hand des Unheils (Abenteuer)

Reihe: Dungeons & Dragons

Autoren: Richard Baker und James Jacobs

Gebundene Ausgabe

144 Seiten

Verlag: Feder & Schwert

Erschienen: April 2008

ISBN-10: 386762030X

ISBN-13: 978-3867620307

Erhältlich bei: Amazon


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Erstellt: 21.06.2008, zuletzt aktualisiert: 11.01.2015 01:06