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Die Schatten des Bösen von Wolfgang Hohlbein

Rezension von Amna Rauf

 

Rezension:

In „Die Schatten des Bösen“ geht es um eine junge Frau namens Vivian Taylor, die über paranormale Fähigkeiten verfügt und mit ihrem Mann eine Geschäftsreise nach New York unternimmt. Vivian hat die Begabung Menschen die Zukunft vorherzusagen, indem sie aus deren Hand liest und ihnen die Karten legt, doch dabei weiß sie eigentlich gar nicht woher sie diese Fähigkeiten hat und wie genau sie mit ihnen umgehen soll. Als sie dann in New York auftaucht und dort ihre Kräfte einsetzt, werden Leute auf Vivian aufmerksam, die diese schon seit langem gesucht haben und es wird dadurch eine Kette von Ereignissen in Gang gesetzt, die einzig und allein dem Zweck dienen soll, die Menschheit zu unterwerfen.

Am Anfang war es eine ganz normale Party, so wie sie Vivian schon oft erlebt hat, aber irgendetwas hat von Anfang an nicht gestimmt. Seit sie in New York war, hatte sie das Gefühl, das etwas Schreckliches geschehen würde, doch sie hatte nicht auf ihr Gefühl gehört, sondern es als Hirngespinst abgetan. Dabei hätte gerade sie es besser wissen müssen! Bevor sie wusste wie ihr geschah, wurden sie und ihr Mann Mark von seltsamen Wesen entführt, die keinen Schatten warfen, und noch dazu ungeheuer stark waren. Sie wird zu deren Meister Ulthar gebracht, der ihr das schreckliche Geheimnis um ihre Vergangenheit verrät, von dem sie noch nicht einmal selbst etwas geahnt hat, und das erklärt, woher ihre geheimnisvollen Fähigkeiten stammen. Vivian wird zum Zentrum eines Krieges zwischen Ulthar, dem Herrn der Spiegel, der anscheinend versucht Vivian zu beschützen, und Conelly, dem jetzigen Bürgermeister von New York, auch bekannt als Monstermacher, der über eine genauso starke Armee wie Ulthar verfügt. Auch er hat es auf Vivan abgesehen und will aus einem ihr noch unbekannten Grund ihren sofortigen Tod. Vivian merkt sehr bald, dass sie Niemandem trauen kann, selbst ihr Mann Mark, den sie über alles liebt, gerät in die Fänge von Ulthar und wird Teil dessen riesiger Spiegelarmee, mit dem Auftrag Vivian gefangen zu nehmen.

Sie muss versuchen ihn zu befreien und braucht dazu all ihre Fähigkeiten, auch wenn sie jetzt noch nicht einschätzen kann, was wirklich alles in ihr steckt.

 

Fazit:

Mit „Die Schatten des Bösen“ hat Wolfgang Hohlbein einen Dark Fantasy Roman geliefert, der seines gleichen sucht. Wie in all seinen Werken brilliert Hohlbein mit einer Kombination aus gutem Stil und einer faszinierenden Kreativität.

Vivian Talyor ist eine junge Frau mit paranormalen Fähigkeiten, die einen reichen Erben geheiratet hat und trotzdem nie ihre Wurzeln vergessen hat. Als eine Art moderne Aschenputtel, wirkt sie zu Beginn des Buches wie eine labile unter Alpträumen leidende, schwache Frau. Doch schnell wird dem Leser klar, dass sie sich sehr wohl zu wehren weiß. Nicht nur ihre paranormalen Fähigkeiten machen sie stark, sondern sie betreibt auch Kampfsport und ist somit kein Opfer, sonder weiß sich ihrer zahlreichen Gegner erfolgreich zu erwehren. Trotz dieser Beschreibung erscheint Vivians Verhalten aber nicht immer nachvollziehbar und sie bleibt dem Leser bis zum Schluss ein Rätsel.

Ab und an hätte man sich also einen besseren Einblick in Vivians Gedanken gewünscht, aber dafür hat Hohlbein einen umso besseren Einblick in seine Gegner geliefert. Durch einen ständigen Blickwechsel, konnte man die Handlungsweisen von Ulthar und Conelly sehr gut nachvollziehen, beide haben durch eine überraschende Tiefe geglänzt, die man ihnen nicht zugetraut hätte.

Was die Handlung angeht, hat sich Hohlbein also selbst übertroffen. Die Idee mit dem Spiegeln als Tor zu anderen Welten ist zwar nicht neu, hat aber in der von ihm verwendeten Konstellation bestens funktioniert. So ist auch von Anfang an ein Spannungsbogen vorhanden, der sich im Laufe des Buches immer mehr steigert, bis es zum erwarteten Kampf zwischen, Ulthar und Vivian kommt. Meiner Meinung nach hätte sich Hohlbein damit begnügen sollen, denn nach dem Kampf hat die Spannung merklich nachgelassen, und die folgenden Szenen wirkten aufgesetzt, als ob man die Geschichte unnötig in die Länge gezogen hätte. So hat mich persönlich das Ende nicht überzeugt und ich hätte mir gewünscht, dass Hohlbein zwei Kapitel vorher aufgehört hätte zu schreiben.

Nichtsdestotrotz handelt es sich bei „Die Schatten des Bösen“ um ein außergewöhnlich gutes Buch, das alles in allem sehr überzeugend war und das man zu Recht zu einem von Hohlbeins größten Werken zählen kann.

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Roman:

Die Schatten des Bösen

Reihe: -

Autor: Wolfgang Hohlbein

Luebbe Verlagsgruppe (Juli 2009)

Taschenbuch, 480 Seiten

ISBN-10: 3404206053

ISBN-13: 978-3404206056

Erhältlich bei: Amazon

Weitere Infos:


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Erstellt: 17.11.2009, zuletzt aktualisiert: 02.08.2019 12:28