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Die Schülerin der Magie von Fedra Egea

Rezension von Christel Scheja

 

Zwar wurde Fedra Egea in Almeria, Spanien, geboren, ging aber in Frankreich zur Schule und studierte später im Baskenland Jura. Nachdem sie einige Jahre om Personalwesen oder als freie Übersetzerin gearbeitet hatte, entschied sie sich auch dazu Romane zu schreiben. „Die Schülerin der Magie“ ist das erste Buch aus ihrer Feder, das in Deutschland erscheint.

 

Ksar hat, seit sie denken kann, einen großen Wunsch. Sie will Magierin werden, aber das ist jemandem mit ihrem Hintergrund und aus dem einfachen bürgerlichen Stand unmöglich. Sie ist gerade einmal eine SP, und kann froh sein, im Palast dienen zu dürfen.

Aus diesem Grund schleicht sie sich auch immer wieder von ihrer Arbeit fort und belauscht aus einem Geheimgang die Unterrichtsstunden der Magier, wenn sie sich nicht selbst mit Büchern aus der Bibliothek versucht, die notwendigen Formeln zusammen zu reimen. Hin und wieder bleibt ihr aber auch nichts anderes übrig, als zu improvisieren, wenn sie nicht unangenehm auffallen will.

So bringt sie die exzessive Anwendung von Verwandlungszaubern schließlich in Gefahr, denn sie belauscht zufällig ein Gespräch, das auf eine groß angelegte Intrige gegen die Königin hindeutet.

Da Ksar trotz allem an ihrer Heimat hängt, beschließt sie, etwas zu unternehmen. Allerdings ist sie in diesem Kampf mehr oder weniger auf sich allein gestellt – denn sie weiß, dass sie sich niemandem anvertrauen darf, weil sie sonst im Kerker landet?

Oder ist der geheimnisvolle Leon vielleicht doch der Verbündete, den sie braucht, um in dieser Auseinandersetzung zu bestehen? Auf jeden Fall merkt sie bald, dass sie dringend Freunde braucht, die zu ihr stehen, denn allein kann sie das Verhängnis nicht aufhalten. Vor allem als jemand ermordet wird, und das kostbare „Buch der Magie“ verschwindet...

 

„Schülerin der Magie“ wird auf dem Klappentext als All-Age-Fantasy bezeichnet und das ist der Roman tatsächlich, denn er besitzt alles, um auch junge Leser anzusprechen – eine überschaubare Handlung in der eine Menge geschieht, spannende Abenteuer, die die Helden in Gefahr bringen, aber doch jugendgerecht bleiben und sympathische Charaktere.

Eine Romanze wird zwar angedeutet, bekommt aber nicht viel Raum, um sich zu entwickeln, so dass sie zum Ende hin doch sehr aufgesetzt wirk.

Erfahrenere Leser werden allerdings feststellen, dass die Figuren kaum ausgearbeitet werden oder sich weiter entwickeln können – dazu geschieht in den wenigen Tagen zu viel auf das sie reagieren müssen. Auch bleibt der Hintergrund recht blass und schwammig, man erfährt kaum etwas über das Land, seine Geschichte, Kultur oder seine Umgebung.

Auch die Motive der Gegenspieler sind undurchsichtig und auf das Notwendigste reduziert. So kann man schon früh ahnen, in welche Richtung die Handlung laufen wird und behält dabei recht. Die Magie ist hier ebenfalls nur Mittel zum Zweck, einfaches Handwerkszeug, das vor allem bei der Heldin sehr gut funktioniert, ohne dass sie auch einmal fehl schlägt oder Ärger macht.

Immerhin ist das Buch sehr flott geschrieben, es konzentriert sich ganz auf das Abenteuer und hält sich nicht unnötig mit weitschweifigen Schilderungen auf.

 

Alles in allem ist „Die Schülerin der Magie“ ein grundsolider Fantasy-Roman, der sich vor allem an jugendliche Leser wendet, die eine klare und spannende Handlung und nette Figuren erwarten, aber noch keine tiefschürfenden Inhalte genießen wollen.

Eure Meinung:


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Die Schülerin der Magie

Autorin: Fedra Egea

Broschiert, 352 Seiten

Blanvalet, erschienen September 2011

Aus dem Spanischen von Ilse Layer

Titelbild von Marta Dahlig

ISBN-10: 3442267951

ISBN-13: 978-3442267958

Erhältlich bei: Amazon

Weitere Infos:


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Erstellt: 06.12.2011, zuletzt aktualisiert: 16.05.2019 14:35