Die Sims 2 - Apartment-Tiere (DS)
 
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Die Sims 2 - Apartment-Tiere (DS)

Rezension von Diane Hegmann

 

„Lebe in einem tierfreundlichen Apartment!“

Dieser kurze Satz steht zusammenfassend für den Inhalt des ganzen Spiels: Man beginnt damit, dass man das Apartment des Onkels verwalten und auch in dem Wellnesscenter arbeiten soll, das täglich mehrere Kunden bekommt. Zusätzlich melden sich immer mal wieder Nachbarn und Bekannte, die dir Tiere bringen, die sie gefunden haben oder bei dir unterbringen möchten, während sie im Urlaub sind.

 

Die Handlung von „Die Sims 2 Apartment-Tiere“ ist also denkbar einfach und übersichtlich strukturiert. Das birgt keine Risiken – allerdings auch keine Überraschungen. Nachdem man die Routine in der Behandlung der Tiere gefunden hat wird der Tagesablauf schnell eintönig, denn es gibt wenig, was man nebenher machen kann, wenn man gerade keine Kunden zu betreuen hat. Allerdings bleibt natürlich das, wofür die Sims ja auch bekannt sind und zwar das Dekorieren von Räumen, auch hier nicht aus. Man kann als Spieler sowohl das Apartment des Onkels, als auch das Wellnesscenter renovieren und umgestalten, wenn anfangs auch nicht viel, denn erst mit dem nötigen Kleingeld und Fortschritt des Spiels ist es möglich, großflächige Veränderungen umzusetzen. Möbel kann man allerdings nicht verrücken, sondern nur austauschen.

Man muss sich schnell in die Pflege der Tiere einfinden, um vor den horrenden Summen für Mensch, Tier und Wohnung nicht kapitulieren zu müssen. Eine einfache Dose Tierfutter kostet so viel, wie eine komplette und erfolgreiche Behandlung – und die muss erst einmal gelernt sein. In der Regel hat man privat noch 2 (aktive) Tiere, um die man sich kümmern muss, doch sie bleiben nicht lange und wenn sie wieder abgeholt werden, wird man entlohnt. Mit kleinen Spielen, die man nebenbei noch spielen kann, schafft man es, bald etwas mehr Geld zu verdienen, um seinem Tier auch mal etwas zu gönnen. Die Möglichkeiten sind da recht breit und ausreichend gefächert: Kitschige Brillen, verrückte Hüte, Jackets, Schleifen, Ketten und Halsbänder – dem kreativen Erfinderherz bleibt nichts verwehrt, um das Tier in einen Berg von Accessoires zu stecken. Darüber, dass die Tiere das alles toll finden, sieht man mal als realistischer Betrachter hinweg…

Der Spielspaß ist gegeben, sobald man sich etwas eingefunden hat, denn anfangs hat man etwas mit dem Zeitdruck zu kämpfen, der bei jeder Behandlung ansteht: Sollte man in der gewissen Zeit nicht alle Aufgaben erfüllen, ist der Kunde nicht zufrieden und man verdient weniger. Zudem sinkt die Beliebtheit des Wellnesscenters. Allerdings ist im gleichen Atemzug auch das Manko des Spiels zu nennen: Die Behandlungen glücken bald alle und so braucht man für jeden Kunden nur noch wenige Sekunden, denn der Schwierigkeitsgrad steigt nicht und neue Aufgaben kommen nur vereinzelt hinzu. So wird der Tagesablauf täglich wiederholt und da er kaum etwas Neues mit sich bringt, wird er schnell langweilig. Die Tiere, die man zu pflegen hat, beschränken sich auch auf Hund und Katze und die sind in Größe und Form immer gleich, nur die Fellfarben ändern sich. Hier wäre ein bisschen mehr Abwechslung durchaus angebracht.

 

Die technische Umsetzung des Spiels ist zum größten Teil geglückt. Man kann das Geschehen aus der Vogelperspektive verfolgen und hat so einen guten Überblick über die Räumlichkeiten. Die Figuren sind in dieser Einstellung mehr schlecht als recht auszumachen. Besser wird es, wenn man heran zoomt, denn jetzt findet man auch Details und kann die Kamera drehen. Positiv ist, dass dabei die graphische Qualität zunimmt und alles erkennbar macht, was vorher nur zu erahnen war. Während der Behandlung kann man die Tiere von Nahem betrachten und man muss auch hier sagen, dass die Darstellungen gut gelungen sind. Die Bewegungen wirken realitätsnah und fließend, sodass die Pflege auch Spaß macht.

Kritisch anzumerken ist die Musik. Beginnen tut das Spiel mit der typischen Melodie, die jeder kennt, der schon einmal Sims gespielt hat, egal auf welcher Konsole. Doch damit endet die musikalische Untermalung auch schon, denn während man eigentlich spielt, werden nur die Hintergrundgeräusche der Straße eingeblendet und während der Pflege im Wellnesscenter ist es vollkommen still. Auch beim Kauf von Mobiliar oder Tierprodukten kommt es zu keinen Einblendungen von Melodien. Wo bleibt der typische Baumodus-Klang, der die Sims immer begleitet? Fehlende Musik ist auf jeden Fall ein Defizit, das dem Spiel einen großen Teil seines Spielspaßes kostet.

 

Fazit

Der Umgang mit den Pflegetieren macht Spaß und wird graphisch auch schön umgesetzt. Doch immer gleiche Behandlungsmethoden bringen wenig Abwechslung und fehlende Musik erweckt keine rechte Stimmung für das Spiel.

 

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Oje, das hat nicht geklappt, Elfenwerk! 20240713203314acd61735
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DS

Die Sims 2 - Apartment-Tiere

von Software Pyramide

Plattform: NintendoDS

USK-Einstufung: USK ab 0 freigegeben

Erscheinungsdatum: 8. März 2010

Erhältlich bei: Amazon


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Erstellt: 05.06.2010, zuletzt aktualisiert: 21.10.2022 08:12, 10531