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Die Sims 3 (PC)

Rezension von Wiebke

 

Rezension:

IMit seinem PC-Spiel „Die Sims 3“ hat Electronic Arts einen einzigartigen Verkaufsstart hingelegt. Den besten in ihrer Firmengeschichte überhaupt. Seit dem Release in den USA, am 2. Juni 2009, wurden nicht nur Verkaufszahlen in gigantischem Ausmaß verzeichnet, sondern auch die Anzahl der bislang herunter geladenen Fan-Inhalte der offiziellen Sims 3 Webseite bewegen sich im mehrfachen Millionenbereich.

 

Wie auch bei den beiden Vorgängern des erfolgreichen Simulationsspiels muss sich der Spieler zunächst seinen Sim oder auch seine Sim-Familie erschaffen, bevor er in die Welt der sympathischen Wesen einsteigen kann. Name, Geschlecht und der jeweilige Lebensabschnitt können frei gewählt werden. Einzige Bedingung ist, in jeder Familie muss ein Erwachsener vorhanden sein. Der einzelne Sim kann beinahe grenzenlos gestaltet werden. Körperlich Merkmale werden ebenso individuell ausgewählt und angepasst wie Modeutensilien und Accessoires. Hierbei ist hervorzuheben, dass in „Die Sims 3“ deutlich mehr Möglichkeiten zur eigenen, kreativen Farb- und Mustergestaltung bestehen, als bei seinen Vorgängern.

Wichtig für das weitere Verhalten des Sims ist die Auswahl von fünf Charaktereigenschaften, bei der nun auch eine deutlich größere Vielfalt vorhanden ist (insgesamt 62 sollen es sein), die es ermöglichen, einen Sim mit einer noch vielschichtigeren Persönlichkeit auszustatten.

Entsprechend dieser Wahl wird letztendlich das Lebensziel bestimmt, das im Verlaufe des Spiels, allerdings erst im fortgeschrittenen Alter, geändert werden kann.

Nach der erfolgreichen Kreation der Familie kann das Spiel endlich losgehen. Zunächst wird die Stadt gewählt, in welche die Familie zieht. Im Gegensatz zu Sims 2 kann der Spieler bei der Bearbeitung der eigenen Stadt allerdings nicht mehr über beliebig viele Häuser und Grundstücke verfügen, sondern bewegt sich nur noch in einer bereits existierenden Vorgabe. Nach der Wahl der Stadt, erfolgt der Kauf eines geeigneten Grundstücks. Allerdings ist darauf zu achten, dass nur eine begrenzte Menge an Geld zur Verfügung steht, dessen Umfang sich neuerdings aber nach der Anzahl der Familienmitglieder richtet.

Bei der Wahl des Grundstücks gibt es, wie gehabt, zwei Optionen. Entweder erwerben die Sims ein fertiges Haus, mit oder Einrichtungsgegenstände oder ein leeres Grundstück, auf dem sie ihr eigenes Haus errichten. Dazu kommen die von Sims 2 gewohnten Tools zum Einsatz. Jedoch hat man bei den Bau- und Einrichtungsgegenständen eine weit größere Auswahl an Möglichkeiten zur Gestaltung dieser und kann sie neuerdings im 45° Winkel schräg platzieren, was eine freiere und flexiblere Einrichtung der Zimmer ermöglicht. Sogar Möbelstücke, Tapeten oder Blumen können jetzt bis ins kleinste Detail individuell gestaltet werden und setzen der Kreativität des Spielers keine Grenzen. Wem das aber nicht reicht oder wer nicht gerade der kreativ ambitionierte Spieler ist, dem eröffnet sich die Gelegenheit, auf den Sims-Store zurückgreifen, in dem es nach erfolgreicher Registrierung, weitere Gegenstände oder Utensilien zu kaufen gibt. Allerdings muss der Spieler dafür sein Portemonnaie berappen.

 

Ist es dem Spieler erfolgreich gelungen, seinen Sims ein Heim zu schaffen, lauert schon die nächste Aufgabe auf ihn. Um die Wünsche seiner Schützlinge zu erfüllen, braucht er mehr Geld. Und genau wie im wahren Leben, kann sich der Sims dieses nur mit einer entsprechenden Arbeit verdienen. Neu in „Die Sims 3“, Berufe können jetzt in voller Vielfalt frei gewählt werden. Dazu wird das Gebäude gewählt (z.B. Theater oder Stadion), in dem der Sims in Zukunft arbeiten möchte und mittels der vorhandenen Option „Karriere starten“ aktiviert. Sollte das Geld am Anfang nicht reichen oder die Wünsche der Sims ins Unermessliche gehen, darf neuerdings ein Nebenjob angenommen werden. Allerdings nur für maximal 16 Stunden in der Woche.

Doch wer möchte nur an Arbeit denken? Ein stilvolles, kulturelles Leben muss her und hier haben sich die Macher dieses Simulationsspiels diesmal selber übertroffen. Im dritten Teil erhalten die Sims endlich die Möglichkeit, über ihr Grundstück hinaus, die Nachbarschaft zu erforschen und in Seelenruhe die Stadt unsicher zu machen. Keine nervigen Ladezeiten mehr! Eine bereits überfällige homogene Spielwelt mit fließenden Übergängen wurde geschaffen, die dem Spieler einen enormen Zuwachs an Spaß garantiert. Mittels Taxis, Auto, Fahrrad oder auch zu Fuß, kann er seine Sims nun hin schicken, wo er will und sie dabei in Ruhe beobachten.

Interessant, aber nicht unbedingt aus dem Leben gegriffen, sind die neu vorhandenen Belohnungen, welche mittels Lebenspunkte eingetauscht werden können und dem Sim gewisse Vorteile, Eigenschaften oder Fähigkeiten gewähren. Hierbei gibt es jetzt solche Kuriositäten wie z.B. eine Stahlblase für den Sims, der nicht mehr auf die Toilette gehen möchte oder eine Schmutzresistenz, bei der das Hygienebedürfnis stets befriedigt ist. Da drängt sich einem schon insgeheim die Frage auf, wozu braucht der Sim dann eigentlich noch ein Bad?

Und ein Fakt, den ich unbedingt noch erwähnen möchte und der vielleicht sogar an den Anfang gehört hätte, der Spieler kann in dieser Version nun wieder frei wählen, ob die Sims im jeweiligen Haushalt älter werden sollen oder nicht.

Abschließend noch ein paar Worte zur Bedienung. Wer mit der Benutzeroberfläche aus den früheren Sims-Versionen vertraut ist, wird wohl keine großen Schwierigkeiten haben, sich an die neue zu gewöhnen. Vieles ist gleich geblieben und die wenigen Veränderungen, die es gibt, können leicht während des Spiels ausprobiert und verinnerlicht werden. Die Steuerung der Sims erfolgt, wie gehabt, über die Maustasten, die Kamera lässt sich sowohl per Maus als auch mit der Tastatur steuern. Ebenfalls positiv sollte erwähnt werden, dass sich die allgemeinen Hardwareanforderungen wiederum in einem angemessenen Rahmen bewegen.

 

Fazit:

Electronic Arts hat mit „Sims 3“ einen gelungenen Nachfolger des beliebten Simulationsspiels um die sympathisch anmutenden, aber manchmal recht eigenwilligen Sims-Figuren auf dem Markt gebracht. Der nunmehr vorliegende dritte Teil der Spielserie besticht durch noch größere Realitätsnähe und mehr spielerischen Möglichkeiten als seine Vorgänger. Eine Altersbeschränkung gibt es auch diesmal nicht und somit ist der Spielspaß für die ganze Familie gewährleistet.

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Eure Meinung:


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PC-Spiel:

Die Sims 3

Electronic Arts, 4. Juni 2009

USK: 6

 

ASIN: B001IZYYT4

 

Erhältlich bei: Amazon

 

Mindestvorraussetzungen:

Betriebssystem: Windows XP (SP 2), Windows Vista (SP 1)

Prozessor: 2.0 GHz P4 (XP), 2.4 GHz P4 (Vista)

Speicher: 1 GB RAM (XP), 1.5 GB RAM (Vista)

Festplatte: mind. 6.5 GB plus 1 GB (XP, Vista)

Grafikkarte: 128 MB mit Pixel Shader 2.0 Unterstützung (XP)


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Erstellt: 04.07.2009, zuletzt aktualisiert: 10.05.2019 10:50