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Die Sims 3: Reiseabenteuer (NDS)

Rezension von Wiebke

 

Nicht einmal ein halbes Jahr nach Erscheinen der dritten Version des Simulationsspiels „Die Sims“, dürfen die sympathischen virtuellen Wesen Sunset Valley verlassen und auf Reisen gehen. Zur Auswahl stehen dabei Frankreich, Ägypten und China. Sind es zunächst nur drei Tage, für die der Sims sein Visum erhält, kann er später, natürlich nach Erfüllung bestimmter Aufgaben und dem erfolgreichen Meistern von Abenteuern, seine Aufenthaltsdauer auf 12 Tage verlängern. Aber nicht nur eine längere Urlaubsreise ist möglich, auch der Erwerb einer Ferienwohnung ist möglich, wenn er eine entsprechende Reisegenehmigungsstufe erreicht hat. Die Buchung erfolgt ganz simpel mittels Telefon oder PC und schon steht das gelbe Taxi vor der Tür, das den Abenteurer an das Ziel seiner Wünsche bringt.

 

Im Urlaubsort angekommen, checkt der Sims alleine oder mit weiteren Familienmitgliedern in einem Basiscamp ein oder, falls vorhanden, bezieht er seine Ferienwohnung. Ein schwarzes Brett lässt ihn wählen, welches Abenteuer er bestehen möchte und mit dem nötigen Proviant an Bord geht es auch schon los, um geheimnisvolle Schauplätze zu entdecken und ein Abenteuer zu erleben, das im Alltag der Sims sonst nicht auf der Tagesordnung steht. So trifft er auf verschiedene Einheimische, für die er verlorene Gegenstände wiederbeschaffen soll und entdeckt dabei gleichzeitig eine Menge an Gruften und geheimen Gräbern, deren Türen zunächst verschlossen sind. Mit Hilfe von Schlüsseln oder Schaltern am Boden gehen diese zwar auf, doch müssen zunächst die nötigen Schlüssel in Schatztruhen gefunden oder vorhandene Statuen so geschoben werden, dass die Schalter in der zu erreichenden Position festgestellt sind. Bei diesen Vorgängen ist aber Vorsicht ist geboten. Denn die unterirdischen Schauplätze altertümlicher Kultur bergen nicht nur Relikte einer längst vergessenen Zeit, sie können neben vielfältigen Schätzen auch Fallen enthalten, die die Erlebnistour zum Alptraum werden lassen.

 

Mit Frankreich, Ägypten und China sind es drei neue Umgebungen, die der Sims aufsuchen kann, um seine Abenteuerlust auszuleben. Viele interessante Besonderheiten und bekannte Sehenswürdigkeiten sind zu entdecken, die auf den frei zugänglichen Karten überall vorhanden sind. Aber auch den dort befindlichen Gegenständen ist viel Beachtung zu schenken. So stößt der Sims auf Münzen, mit denen er besondere Belohnungen wie „Flüssiger Mut“ oder ein „Zelt des Sultans“ kaufen kann oder findet seltene Relikte, welche zu verschiedenen Sammlungen gehören, deren komplettes Vorhandensein zu gute Laune führen und die persönliche Stimmung heben.

Neben den bereits erwähnten Abenteuern kann sich der Sims aber auch einfach nur Land und Leute erfreuen oder das idyllische Örtchen Champs les Sims besuchen und sich bei der Herstellung von Nektar verwirklichen. Selbst gezüchtete Früchte werden in verschiedenen Variationen kombiniert und in gepresster Form verkauft, getauscht oder selbst getrunken. Und wem das nicht genug ist, der besucht das örtliche Museum oder erforscht ein keltisches Hügelgrab und nimmt sich von unterwegs Frösche oder Schnecken mit, die er im heimischen Sunset Valley als Haustiere halten kann. Aber auch das chinesische Shang Simla ist eine Reise wert. Neben dem Erlernen der Kampfkunst, kann man hier ausgiebig meditieren und so die innere Ruhe finden. Ausflüge zur Chinesischen Mauer oder ins Kloster sind möglich und wen hier die Abenteuerlust packt, der sollte sich auf zur Drachenhöhle machen.

All die einzigartigen Erlebnisse möchte der Sims natürlich gern bei seiner Rückkehr stolz der Familie oder Freunden präsentieren. Da kommt dem Spieler die neue Fähigkeit Fotografie gerade recht, um die vielen Sehenswürdigkeiten, aber auch manche Kuriosität, für immer festzuhalten. Ein Reisetagebuch gibt darüber hinaus Auskunft, was der Sims auf seiner Tour alles entdeckt hat und wieviel Abenteuer bereits durch ihn gemeistert wurden. Und wer eines dieser Abenteuer noch einmal erleben möchte, reist mit einer zweiten Familie erneut in das Land seiner Wahl.

 

Bei der Bedienung des Spiels hat sich nichts geändert. Wer also mit der Benutzeroberfläche von Sims 3 vertraut ist, wird wohl keine Schwierigkeiten haben, sich den neuen Herausforderungen zu stellen. Die Optik kommt ausgereift daher und bietet eine Bildqualität, die hervorragend ist. Zu bemängeln sind allerdings die teilweise recht ungünstigen Kameraperspektive in engen Gängen der Grabkammern. Darüber hinaus muss der Spieler mit langen Ladezeiten rechnen, wenn die Sims auf Reisen gehen. Dafür aber wird er mit wunderschönen Landschaftsbildern und gigantischen Sehenswürdigkeiten belohnt. Die an den Spieler gestellten Anforderungen zur Bewältigung der vielen Abenteuer-, Sammel- und Rätselaufgaben hält sich auf einem moderaten Level, stellt aber insgesamt gesehen eine unterhaltsame Bereicherung für das Spiel dar. Neue Fähigkeiten, Persönlichkeitsmerkmale und Lebenszeitbelohnungen wurden ins Spiel integriert. Aber nicht nur bei den Sims selbst gab es einige Erweiterungen. Auch die Anzahl der Gegenstände hat sich durch das Hinzukommen von Souvenirs und Dekorationsartikel erhöht und neben den, aus den Urlaubsgebieten mitzubringenden Tieren, wurden auch neue Samen und Fischarten hinzugefügt. Eine zum jeweiligen Land passende Musik erhöht das Flair, das durch entsprechende Kleidung der Sims und spezifische Objekte wie Motorroller oder Schlangenbeschwörer auf landesspezifische Besonderheiten und Kulturen einstimmt.

 

Fazit:

„Die Sims 3: Reiseabenteuer“ stellen sich als ein sehr gelungenes erstes Addon dar, das mit drei neuen, wunderschönen und spannend arrangierten Umgebungen, einer Menge an Abenteuer- und Rätselaufgaben sowie neuen Fähigkeiten, Gegenständen und baulichen Ergänzungen daherkommt. Langer Spielspaß ist garantiert.

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MEDIUM:

Die Sims 3: Reiseabenteuer

von Electronic Arts GmbH

Plattform: Windows Vista / XP, Mac OS X Intel

USK-Einstufung: USK ab 6 freigegeben

Erscheinungsdatum: 19. November 2009

Erhältlich bei: Amazon


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Erstellt: 11.02.2010, zuletzt aktualisiert: 16.08.2019 14:42