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Die unwissende Magierin von Marlene Beer

Reihe: Magie der Natur Band 1

 

Rezension von Frank W. Werneburg

 

Klappentext:

In einem kleinen, mittelalterlichen Dorf lebt die 13 jährige Arah, die als Findelkind beim gutherzigen Pater aufwächst. Das Mädchen liebt Bücher über alles und zieht sich häufig in ihre eigene Traumwelt zurück. Eines bedeutungsschweren Tages kommt geheimnisvoller Besuch in das kleine Dorf: Ein herumreisender Exorzist, der im Namen der Kirche nach versteckten Hexen und Zauberern sucht. Obwohl Arah zwar sehr gerne übers Zaubern fantasiert und sich tief in ihrem Herzen magische Kräfte wünscht, kann sie den Worten des Exorzisten nur misstrauisch lauschen. Es konnte unmöglich Magie in der richtigen Welt geben. Oder? Als sie selbst plötzlich angeklagt wird eine Hexe zu sein, heißt es Hals über Kopf zu fliehen. Dabei weiß das Mädchen noch nicht, dass an den Anschuldigungen des Exorzisten etwas Wahres dran ist. Erst als Arah der echten Magie in Form wirklicher Magier und Magierinnen, sowie magischen Tierwesen begegnet, wird ihr immer mehr bewusst, wer sie in Wahrheit ist und woher sie kommt. Alles was sie bisher über Zauberei, Magie, Drachen und mystische Kräfte zu wissen glaubte, stellt sich plötzlich als völlig falsch heraus …

 

Rezension:

Solange sie denken kann, lebt die mittlerweile 13-jährige Arah bei Pater Jophius in Gelderland. Das hat den Vorteil, dass sie im Gegensatz zu den Gleichaltrigen im Dorf nicht schon mitarbeiten muss, und dass sie – auch im Gegensatz zu den meisten Dorfbewohnern – lesen kann. Und das ist ihre Lieblingsbeschäftigung, hat der Pater doch eine gut bestückte Bibliothek, die nicht nur berufstypische Bücher enthält. Als jedoch ein Inquisitor ins Dorf kommt, verdächtigt der Arah, eine Hexe zu sein. Sie muss in den Wald fliehen, wo sie auf ein Dorf trifft, dessen Bewohner wirklich zaubern können.

 

Der Klappentext verrät es schon: Bei Marlene Beers Reihenauftakt handelt es sich um eine historische Fantasy mit einer jungen Protagonistin. Die Idee, eine nichts ahnende junge Heldin sowohl auf die Inquisition als auch auf echte Magie treffen zu lassen, ist sicher interessant. Leider kann die Umsetzung nicht ganz überzeugen. Schon im Klappentext sind sprachliche Mängel erkennbar, die sich in dieser Form leider durch das Buch ziehen. Auch inhaltlich ist es leider nicht fehlerfrei. So werden beispielsweise die Begriffe »Inquisitor« und »Exorzist« gleichgesetzt und abwechselnd gebraucht. Die Protagonistin, die seit dem Säuglingsalter beim Pater aufwächst, weiß bemerkenswerterweise nicht mal vom Hören, dass es eine Inquisition überhaupt gibt. In einer mittelalterlichen Welt ist das wohl kaum vorstellbar. Das Ende des Buches wirkt dann etwas abgehackt und nicht nachvollziehbar. Hier wäre ein zusätzliches Kapitel wünschenswert.

 

Auf der Habenseite des Buches ist der sehr gelungene, teilweise fast märchenhaft klingende Erzählstil der Autorin zu verbuchen. Auch hat die Geschichte durchaus Potenzial. Es bleibt nur zu hoffen, dass es sich in der Fortsetzung durch gründlichere Arbeit wirklich entfalten kann.

 

Fazit:

Die gute Idee, die diesem Buch zugrunde liegt, wird durch die überhastete Umsetzung leider teilweise zunichtegemacht.

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Eure Meinung:

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Buch:

Die unwissende Magierin

Reihe: Magie der Natur Band 1

Autorin: Marlene Beer

Taschenbuch, 153 Seiten

Selbstverlag, 26. April 2019

 

ISBN-10: 1095987763

ISBN-13: 978-1095987766

 

Erhältlich bei: Amazon

 

Kindle-ASIN: B07R88LPDQ

 

Erhältlich bei: Amazon Kindle-Edition

Weitere Infos:


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Erstellt: 30.05.2019, zuletzt aktualisiert: 09.08.2020 13:31