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Die Vergangenheit des Regens von Tobias O. Meißner

Reihe: Im Zeichen des Mammuts Band 6

 

Rezension von Christel Scheja

 

Nach einer überraschend langen Pause von über anderthalb Jahren, findet der Zyklus Im Zeichen des Mammuts endlich seinen Abschluss. Die Vergangenheit des Regens führt auch die letzten Fäden zusammen und entlässt die Helden in ihren wohlverdienten Ruhestand.

 

Das »Mammut« gibt es nicht mehr in seiner früheren Form, so wie auch sein Gründer, der Magier Riban nicht mehr lebt. Viele Mitglieder der Gruppe wie der Lichtmagier Eljakozad sind tot, Naenn muss sich als Mutter nun um ihre kleine Tochter kümmern und der Rest ist aus Warchaim vertrieben worden. Dort gelten Rodraeg Delbane und Bestar als Verräter.

Und nicht zuletzt hat ihnen ein ehemaliger Freund großen Schaden zugefügt.

Bei den Riesen haben die beiden Männer schließlich Aufnahme und Zuflucht gefunden – zusammen mit einer Kriegerin und Räuberin, die über eine besondere Gabe verfügt, sowie einer jungen Bogenschützin.

Doch noch ist ihre Arbeit nicht ganz beendet. Rodraeg erfährt von einem letzten Auftrag, den er als Vermächtnis seiner toten Freunde durchführen soll. Der Weg führt ihn und seine Mitstreiter tief in den Regenwald. Dort müssen sie sich gegen die Unbilden der Natur und Spinnenmenschen durchsetzen, erkunden eine alte Tempelruine und erfahren, dass manche Mythen der Vorzeit nicht nur Fiction sind und begegnen schließlich ihrem wahren Auftraggeber.

Vor allem Rodraeg erfährt nun, dass die wahre Mission des „Mammuts“ eigentlich eine andere ist, als die sie bisher ausgeführt haben, und sie alle noch einmal bis an die Grenzen ihrer Kraft führen wird.

 

Das Ende der Saga »Im Zeichen des Mammuts« kommt anders als erwartet – nicht mit einem heftigen Paukenschlag, sondern still und leise. Das Buch führt tatsächlich die letzten offenen Fäden zusammen, andererseits wird man aber das Gefühl nicht los, dass da noch viel mehr hätte kommen können und der Abschluss nur ein Kompromiss ist. Denn der Wandel kommt sehr überraschend, wird kaum begründet und nimmt erst seinen Anfang, selbst die Helden stehen am Ende quasi ohne weiteres Ziel im Raum.

Auch die Spannung lässt diesmal zu wünschen übrig, plätschert die Handlung doch ohne einen wirklichen Höhepunkt dahin, enthüllt nur wenige Überraschungen und besteht zum größten Teil aus einer zwar stimmungsvoll beschriebenen, aber letztendlich doch sehr geradlinigen und überschaubaren Reise durch den Regenwald. Auch die Figuren entwickeln sich nicht mehr sonderlich weiter. Sie werden zu reinen Akteuren.

Man muss Autor und Verlag aber zu Gute halten, dass sie dem Zyklus einen würdigen und passenden Abschluss geben, der wie die vorhergehenden Teile zu dem »grünen Gedanken« der Saga passt und es sich auch am Ende nicht all zu einfach macht.

 

Fazit:

Alles in allem ist »Die Vergangenheit des Regens« als Abschluss der Reihe passend, wenn man auch keine großen Erwartungen an die Spannung setzen sollte. Denn diese bleibt leider auf einem sehr niedrigen Niveau.

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Kommentare:

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Anzeige: 1 - 1 von 1.

nimue
Sonntag, 13. März 2011 09:09 Uhr
Sehr seltsam. Wir müssen eine unterschiedliche Ausgabe gelesen haben.

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Buch:

Die Vergangenheit des Regens

Reihe: Im Zeichen des Mammuts Band 6

Autor: Tobias O. Meißner

Taschenbuch, 378 Seiten

Piper, Januar 2011

Titelbild: Amir Salehi

Karte: Erhard Ringer

 

ISBN-10: 3492266991

ISBN-13: 978-3492266994

 

Erhältlich bei: Amazon

Weitere Infos:


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Erstellt: 26.01.2011, zuletzt aktualisiert: 02.08.2019 12:28