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Die verschollene Symphonie von James. A. Owen

Kai Meyers Mythenwelt Bd.4

Rezension von Nadine Hemmersbach

 

Klappentext:

Sonderbares geschieht in einer österreichischen Nervenheilanstalt: Krankenschwestern verschwinden spurlos, ein plötzlicher Wintereinbruch hat die Straßen der Umgebung unpassierbar gemacht – ganz zu schweigen von einer Invasion mysteriöser blauer Hühner.

Die Psychologin Marisa Kapelson steht vor einem Rätsel. Einige Patienten behaupten, von den Geistern uralter atlantischer Magier besessen zu sein. Ein Geigenvirtuose hält sich für eine mythische Gestalt aus dem Nibelungenlied. Welche Rolle spielt bei all dem eine unvollendete Symphonie Richard Wagners? Bedeutet sie wirklich die Rettung vor dem drohenden Weltuntergang?

 

Auch der vierte Band von >Kai Meyers Mythenwelt< verblüfft mit einem Feuerwerk bizarren Humors und virtuoser Erzählkunst.

 

Inhalt:

Die Psychologin Marisa Kapelson glaubt an Wunder. Von Kindheit an auf ein künstliches Bein angewiesen, wird ihr eines Tages, während einer Zaubershow des Magiers Obskuro das Geschenk zu Teil, ein neues Bein aus Fleisch und Blut zu erhalten. Ohne Operation, nur durch reine Willenskraft. So gezeichnet wird sie Zeugin einiger Wunder, die sich selbst der Phantasievollste nicht träumen lassen würde.

Als stellvertretende medizinische Leiterin der Eidolon-Stiftung, einer Nervenheilanstalt, ist sie eigentlich mit allen Patientenneuzugängen vertraut und wird auch zu deren Behandlung herangezogen. Um so verwundeter ist sie, als der Geigenvirtuose Mikaal Gunner-Galen, nach einem scheinbaren Nervenzusammenbruch, in dessen Folge er einen Mord begangen hat, in die Eidolon-Stiftung eingeliefert wird, mit der Anweisung, dass niemand mit ihm sprechen dürfe, außer dem Chefarzt Doktor Syntax persönlich. Doch von Neugier beflügelt stattet Marisa Galen einen Besuch ab, in dessen Verlauf er sich ihr als Hagen von Tronje vorstellt und sie als Kriemhild identifiziert. Beides mythische Gestalten aus dem Nibelungenlied. Von diesem Zeitpunkt an scheint alles einen mysteriösen Verlauf zu nehmen. Von dem Auftauchen blauer, geköpfter Hühner angefangen, über einen plötzlichen Wetterumbruch, der eine neue Eiszeit einzuleiten scheint, bis hin zu magischen Ritualen dreier Patienten, die sich für alte atlantische Magier halten. Doch warum scheint jeder Patient der Eidolon-Stiftung etwas mit dem Komponisten Richard Wagner zu tun zu haben? Und welche Bedeutung hat dabei das Buch die Ur-Edda und die daraus entstandene verschollen Symphonie Wagners? Und was sollen die ganzen Hühner? Mit Hilfe des angeblich zweitausend Jahre alten Patienten Maddox, Ludwig dem zweiten und Galen begibt sich Marisa an das Lösen eines Rätsels, das vielleicht den Untergang der Welt bedeutet.

 

Persönliche Beurteilung:

Die ewige Bibliothek, der erste Band der Mythenwelt- Serie, beschreibt den Anbruch eines neuen Zeitalters. Der unsichtbare Mond zeigt die unglaublichen Veränderungen, die das neue Zeitalter mit sich bringt. In Der zeitlose Winter strebt die Geschichte der Veränderungen ihren ersten Höhepunkt an. Die verschollene Symphonie ist der erste Schritt zur Lösung eines Rätsels, das den Leser seit dem ersten Band beschäftigt.

Die verrückten und scheinbar nie enden wollenden Ideen James A. Owens machen die Mythenwelt- Bände zu ganz besonderen Fantasybüchern.

Dieses mal verzichtete Owen auf den größten Teil des mythischen Hintegrunds, jedoch bedient er sich einer unglaublichen Masse an Physik-, Metaphysik-, Chaos- und Kunsttheorien, dass dem Leser schier schwindelig werden kann, bei einer solchen Flut an Informationen auf einmal.

Teilweise wirkt die Geschichte durch die vielen unterschiedlichen Theorien ein wenig trocken und abgehackt. Es bedarf einer Menge Konzentration, um all die Zusammenhänge, die in der Geschichte hergestellt werden zu verstehen und zu verinnerlichen, um sie auch an späteren Stellen wieder anzuwenden.

Der Leser muss erst mit den Massen an Informationen fertig werden, bevor er sich mit den Charakteren auf eine Reise durch eine Welt begeben kann, die langsam aber sicher aus den Fugen gerät.

Auch die Abwegigkeit mancher Ideen des Autors lassen die Geschichte an ein paar wenigen Stellen naiv wirken und fordern einiges an Neugier, um weiter zu lesen.

 

Fazit:

Meine Schwäche ist meine Neugier, doch bei diesem Buch war sie äußerst vorteilhaft. An manchen Stellen kann man einfach nicht anders, als die Augen zu verdrehen, weil die scheinbar nicht enden wollende Flut an Informationen einfach zu kompakt ist. Doch meine Neugier trieb mich weiter das Buch bis zum Ende zu verschlingen und meiner Meinung nach hat es sich gelohnt.

Jeder der sich wirklich mit der Materie des Buches auseinandersetzt wird danach um einiges schlauer sein und mit einem wirklich äußerst spannenden Ende belohnt werden. Natürlich ist es von Vorteil, wenn man über einiges Wissen über Wissenschaftler, wie Schrödinger, Künstler, wie Wagner und Bruckner und auch über die mythischen Sagen der Nibelungen und Ur-Edda verfügt.

Meiner Meinung ein Buch, dass es sich zu lesen lohnt.

Einzig und allein der Preis stimmt nicht. Selbst für ein so gutes Buch ist er, in Anbetracht der geringen Seitenzahl, viel zu hoch.

 

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Buch:

Titel: Die verschollene Symphonie

Reihe: Kai Meyers Mythenwelt: Bd 4

Autor: James A. Owen

Verlag: Festa-Verlag

Übersetzer: Sara Schade

Hardcover - 239 Seiten

ISBN: 3-935822-70-7

Erhältlich bei: amazon

Weitere Infos:


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Erstellt: 14.09.2005, zuletzt aktualisiert: 16.05.2019 14:35