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Die Wissende von Glenda Larke

Reihe: Die Inseln des Ruhms, Bd.1

Rezension von Christel Scheja

 

Obwohl sie in Australien aufgewachsen ist, lebt Glenda Larke heute in Malaysia, wo sie ihre Romane unter dem Eindruck der Vogelstimmen des Regenwalds verfasst. Vorher hat sie aber auch schon einige Jahre in Tunesien und Österreich verbracht. „Die Wissende“ ist der Auftakt zu ihrer Saga um „Die Inseln des Ruhms“.

 

Eine Expedition aus einen fernen Land sammelt Wissen und Informationen über ein Inselreich weit draußen im Meer, auf dem die Kultur fremd und doch auch ein wenig vertraut ist. Die jungen Entdecker stellen immer mehr fest, dass die Menschen, die dort leben auf seltsame Weise mit ihnen verbunden sind.

Das aber ist nur die Rahmenhandlung der eigentlichen Erzählung. In dieser dreht es sich um die Abenteurerin und Söldnerin Glut Halbblut. Ihr ist das Bürgerrecht verwehrt, da ihr Blut nicht ganz rein ist, dennoch steht sie im Dienst der Herrscher über die Wahrer-Inseln. Sie kann die verschiedenen Formen der Magie – Silb- und Dunkel- - in ihren Facetten wahrnehmen und damit unter Umständen diejenigen entdecken, die sie suchen.

Ein junges Burgfräulein ist gerade erst davon gelaufen, weil sie nicht den Mann heiraten will, den man für sie bestimmt hat, um möglichst reine und magiebegabte Kinder zu bekommen. Sie hat sich ganz offensichtlich auf ein Sklavenschiff geschlichen.

Glut setzt sich auf die Spur der Entflohenen. Doch als sie diese findet, beginnt ihr eigentliches Abenteuer erst, lehrt sie die junge Frau doch, dass Freundschaft vielleicht mehr bedeutet, als das Bürgerrecht und die Möglichkeit anerkannt in der Heimat zu leben.

Dabei stoßen sie auf die Machenschaften eines Dunkelmagiers, der seine Intrigen weiter gesponnen hat, als die Silb-Magier, die die Macht sonst in den Händen halten, ahnen. Ehe sie sich versehen, stecken sie mittendrin und müssen um mehr als nur ihr Leben kämpfen, denn auch ihre Seele ist in Gefahr.

 

Glenda Larke bietet keine leicht zu lesende und oberflächliche Lektüre, die man kurz danach vergessen hat, sondern sehr viel mehr. Der Roman wirkt zwar ein wenig behäbig, nimmt sich aber sehr viel Zeit, um in das exotisch-vertraute Szenario einzuführen und die Figuren zum Leben zu erwecken.

Auch wenn dadurch die Handlung nicht so schnell voran kommt, wie man es sich wünschen würde, so wird sie doch nicht langweilig, da die Autorin immer wieder mit unerwarteten Wendungen überrascht, die sich allerdings logisch in das Gesamtbild einfügen.

Zwar dominiert das Geschehen um Glut und ihre immer zahlreicher werdenden Freunde, allerdings kann man auch schon ahnen, dass sicherlich auch die Entdecker aus der Ferne irgendwann mehr tun werden, als sich nur mit den Helden zu unterhalten.

Die Geschichte bietet alles, was man sich als Fantasy-Fan wünscht: Spannende Abenteuer, um sich aus den Händen der Feinde zu winden, böse Intrigen, einen Schuss ungewöhnlicher Magie und dazu ein Szenario voller exotischer aber dennoch irgendwie vertrauter Element. Die Figuren wirken anfangs etwas distanziert, nach und nach beginnt man aber an ihrem Schicksal Anteil zu nehmen.

 

Alles in allem bietet „Die Wissende“ einen interessanten und spannenden Auftakt zu der Saga um „Die Inseln des Ruhms“, denn die Geschichte ist sehr abwechslungsreich, die Atmosphäre dicht und die Figuren stimmig. Nur sollte man darauf einlassen können, dass die Handlung stellenweise etwas langsam voran kommt und sich vieles erst bei genauem Lesen erschließt.

Eure Meinung:


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Die Wissende

Reihe: Die Inseln des Ruhms, Bd.1

Autorin: Glenda Larke

Broschiert, 480 Seiten

Blanvalet, erschienen November 2010

Aus dem Englischen von Susanne Gerold

ISBN-10: 3442267609

ISBN-13: 978-3442267606

Erhältlich bei: Amazon

Weitere Infos:


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Erstellt: 01.01.2011, zuletzt aktualisiert: 16.05.2019 14:35