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Die Zeitwächterin von Lillith Korn

Rezension von Frank W. Werneburg

 

Verlagsinfo:

Eine Seele, älter als die Zeit.

Nach einem Museumsbesuch steht Theklas Welt still – wortwörtlich. Als sich der Vorfall wiederholt, muss sie feststellen, dass niemand außer ihr die Zeitaussetzer bemerkt, geschweige denn ihr glaubt.

Sie begibt sich allein auf die Suche nach Antworten und stößt auf unerwartete Hilfe von dem Antiquar Matteo. Er erklärt ihr, dass sie die Zeit anhalten und in ihr reisen kann, und bietet ihr an, sie zu trainieren. Doch woher stammt sein Wissen?

Bei ihren Zeitreisen sucht Thekla zudem eine bedrohliche Stimme heim.

Schnell wird das begonnene Abenteuer zum bitteren Ernst … bis Thekla schließlich vor einer unvorstellbaren Entscheidung steht: Sollte sie ein Leben für viele andere opfern?

 

Rezension:

Nach Abschluss der Schule weiß die 19-jährige Thekla noch nicht so recht, was sie aus ihrem Leben machen soll. Doch ein Nachmittag im Museum verändert alles. Plötzlich bleibt rings um sie herum die Zeit stehen. Während sie sich normal bewegen kann, sind alle anderen Personen mitten in der Bewegung eingefroren. Nach kurzer Zeit kehrt alles zur Normalität zurück. Aber das Ereignis wiederholt sich. Während niemand ihr diese Erlebnisse glaubt, stellt sie bei ihrem Praktikum in einem Antiquariat fest, dass der Inhaber mehr zu wissen scheint.

 

Der Begriff »Zeitreise-Fantasy« passt auf Lillith Korns Buch nur eingeschränkt. Zeitreisen spielen darin zwar ein nicht unwichtige Rolle, sind aber nicht der eigentliche Kern der Geschichte. Auch Götter sind ins Geschehen verwickelt. Dabei bedient sich die Autorin nicht – wie oft in der Urban Fantasy – der griechischen oder nordischen Götterwelt, sondern schafft eine eigene. Dass es sich bei der Protagonistin und ihrem engeren Freundeskreis um junge Erwachsene handelt, hebt dieses Buch von ähnlichen hervor.

 

Am Anfang wecken die Zeitphänomene in Theklas Umgebung das Interesse des Lesers. Leider folgt darauf ein deutlicher ›Durchhänger‹ im Handlungsfluss, der sich ganz auf die von der Protagonistin gepflegten Freundschaften konzentriert. Die Fantasy-Elemente treten hier stark in den Hintergrund. Erst zum Finale hin wird das Geschehen Fantasy-lastiger. Ob das Ende den Geschmack des Lesers trifft, hängt stärker als bei vielen anderen Büchern vom jeweiligen persönlichen ab. Es dürfte zumindest für jeden unerwartet ausfallen. Einige Ereignisse, die hauptsächlich die jüngere Schwester der Protagonistin betreffen, werden allerdings bedauerlicherweise nicht aufgeklärt. Gerade diese Vorkommnisse sind es aber, die während des Lesens zu Theorien Anlass geben.

 

Im Gegensatz zu den inhaltlichen Schwächen kann der Schreibstil überzeugen. Dem aus Sicht eines Beobachters verfassten Geschehen kann man gut folgen. Anders als viele andere Urban-Fantasy-Geschichten, die auf eine Fortsetzung hinarbeiten oder eine solche zumindest ermöglichen, bietet dieses Buch einen Abschluss, der eine Weiterführung fast unmöglich macht.

 

Fazit:

Die recht außergewöhnliche Idee dieser Urban Fantasy um Zeitphänomene kann in der Umsetzung leider nicht ganz überzeugen.

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Eure Meinung:

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Buch:

Die Zeitwächterin

Autorin: Lillith Korn

Taschenbuch, 304 Seiten

Zeilengold Verlag, 20. Juni 2018

Cover: Marie Graßhoff

 

ISBN-10: 394695510X

ISBN-13: 978-3946955108

 

Erhältlich bei: Amazon

 

Kindle-ASIN: B07D8VZ5CP

 

Erhältlich bei: Amazon Kindle-Edition

Weitere Infos:


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Erstellt: 18.07.2019, zuletzt aktualisiert: 09.08.2020 13:31