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Doctor Strange 4: Blut im Äther

Rezension von Ingo Gatzer

 

Es gibt vor allen zwei Dinge, die dafür gesorgt haben, dass sich Marvels Meistermagier Dr. Strange derzeit verhältnismäßig großer Beliebtheit erfreut – nämlich der im letzten Jahr erschiene Film, in dem Benedict Cumberbatch die Hauptrolle spielt, und der Neustart der Serie in Comicform durch Autor Jason Aaron und Zeichner Chris Bachalo. Während wir auf eine filmische Fortsetzung noch warten müssen, geht der Comic mit „Doctor Strange 4: Blut im Äther“ in die nächste Runde. Der vierte Sammelband enthält dabei die Einzelveröffentlichungen Doctor Strange 12 bis 16, die erstmals zwischen Dezember 2016 und März 2017 erschienen sind.


Ein Zauberer hat´s schwer. Erst musste Dr. Strange die Emirikul schlagen und nun ist die Magie auf Erden nur noch in homöopathischen Dosen verfügbar. Das ist leider auch den Feinden des Magiers wie Mordo oder Dormammu bekannt, sodass diese die Gelegenheit nutzen, um sich des vorwitzigen Docs ein für alle Mal zu entledigen. Und dann ist da auch immer noch das Ding aus Dr. Stranges Keller, das seinen einstigen Meister leiden sehen möchte.


Beim Doctor ist ein wenig die Luft raus, was aber nicht verwunderlich ist. Schließlich hat Strange die Schlacht gegen die multidimensionalen Magievernichter namens Emirikul hinter sich. Dagegen spielen fast alle anderen Gefahren nur noch in der zweiten Liga. Immerhin beginnt der Sammelband mit einer teilweise durchaus gelungenen Konfrontation zwischen Strange und seiner Schöpfung Misery, die Aaron mit der typischen Prise Komik würzt, die wohl auch entscheidend für den Erfolg der Serie (mit-)verantwortlich sind. Danach versandet die Handlung jedoch einige Zeit in Traum- und höllischen Alptraumwelten und einer Neuinterpretation der Reise ins Ich. Erst im letzten Teil des Sammelbandes findet Aaron den Fokus wieder und bietet seinen Lesern ein spannendes Finale im Kampf mit einem seiner dämonischen Erzfeinde. Spätestens beim Cliffhanger am Ende dürften die Fans des Docs aber wieder mit Jason Aarons Arbeit versöhnt sein.


Never change a winning team. Kein Wunder also, dass auch Chris Bachalo – unterstützt von Jorge Fornés und Cory Smith – wieder für die Illustration des Comics verantwortlich ist. Er gestaltet Dr. Strange in gewohnt cooler Manier und präsentiert ihn und seinen Gegner beim finalen Showdown immer wieder großformatig sowie in tollen Bildern und Sequenzen, die auch den Weg auf die große Leinwand verdient hätten. Sehenswert ist aber auch, wie der Zeichner die unirdischen Schrecken gestaltet, mit denen der Magier zu kämpfen hat. Einige wirken dabei, als seien sie psychedelischen Erfahrungen entsprungen. Ein Schwachpunkt ist allerdings wieder einmal die Gestaltung der Hintergründe. Diese wirken oft lieblos, sind häufig nur einfarbig und bleiben viel zu oft einfach weiß.

 

Fazit

»Doctor Strange 4: Blut im Äther« schafft es – wegen Durchhängern im Mittelteil – zwar nicht ganz, an das hohe Niveau der früheren Folgen anzuknüpfen. Das gelungene Finale reißt es aber am Ende doch wieder heraus und macht Lust auf weitere Abenteuer mit unserem Lieblingsdoktor.

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Comic:

Doctor Strange 4: Blut im Äther

Autor: Jason Aaron

Zeichner:Chris Bachalo, Jorge Fornés und Cory Smith

Erscheinungsdatum: Oktober 2017

Panini Comics, Paperback, 112 Seiten

 

ISBN-10: 3741603759

ISBN-13: 978-3741603754

 

Erhältlich bei: Amazon

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Erstellt: 05.12.2017, zuletzt aktualisiert: 10.12.2017 12:23