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Doctor Strange 5: Mediziner und Magier

Rezension von Christel Scheja

 

Doctor Strange gewinnt im letzten Band durch den Pakt mit einem Dämon die Beweglichkeit einer Hände zurück. Diese sind geheilt, aber Magie fordert immer ihren Preis, und den, den er bezahlt, kennt er noch nicht. Das bedeutet aber auch, dass er nun wieder Arzt sein kann, wenn er es will. So wird er zum Mediziner und Magier.

Stephen entschließt sich dazu, beides zu sein und handelt mit einem Krankenhaus einen Vertrag aus. Er wird immer dann operieren, wenn kein anderer Arzt dazu in der Lage ist. Einige Zeit geht es auch gut, denn es gelingt ihm, Magie und Medizin getrennt zu halten, seine Aufgaben als Zauberer fern von der Arbeit als Chirurg zu halten.
Doch dann vermischt sich beides miteinander, denn die Magie scheint auf die normale Welt stärker über zu greifen als je zuvor. Schon bald ist er gezwungen, mit jemandem zusammen zu arbeiten, der einmal sein Feind war – um eine Katastrophe im Krankenhaus zu verhindern – und dann stellt er auch noch fest, dass sich andere – okkulte Wesen und Dämonen auch noch an seinen Artefakten vergreifen … also muss er den Arztkittel ausziehen und letztendlich wieder der sein, der er ist.

Eine treibende Kraft, die Stephen Strange erst in die Arme der Magie getrieben hat, war ja, dass er Heilung für seine Hände suchte. Nun, wo diese überraschend geheilt sind, genießt er es, wieder der Arzt zu sein, der er einmal war. Zugleich merkt er aber auch immer mehr, dass es kein Zurück mehr gibt, die Magie sein Lebenszweck bleiben muss, wenn er schlimmeres verhindern will.
Das wird ihm in dieser Miniserie, die in den USA erst letztes Jahr erschien, deutlich vor Augen geführt, zugleich leitet die Saga auch zu einem neuen Abschnitt in seinem Leben über – als Leiter einer Akademie.
Aber das ist in diesem Band noch nicht das Thema – die Leser können erst einmal miterleben, wie er seine beiden Leben miteinander verbindet und damit sein Leben ausfüllt, aber auch in Konflikte mit sich selbst gerät.
Erneut tauchen Feinde und Gegenspieler von früher auf, immerhin schafft er es aber auch zu einem eine Art von Vertrauen aufzubauen, um am Ende das mystische Rätsel ganz zu lösen und damit auch seine Schwierigkeiten los zu werden.
Zwar geht die Geschichte nicht sonderlich in die Tiefe, spielt aber auch gelungen mit dem »Was wäre wenn Stephen Stranges Hände geheilt wären und er wieder Chirurg sein könnte«. Die Antworten darauf sind superheldentypisch umgesetzt, geben aber auch zumindest einen kleinen Einblick in die Psyche des Meisterzauberers, der auch wieder Arzt sein kann.

Fazit:
»Doctor Strange: Mediziner und Magier« führt die Entwicklung aus dem letzten Band gelungen und unterhaltsam weiter. Ab und an wäre ein wenig mehr Tiefe in der Charakterentwicklung interessant gewesen, aber die Geschichte ist dennoch nicht langweilig, dank der wendungsreichen, mystischen Action.

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Eure Meinung:

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Comic:

Doctor Strange : Mediziner und Magier
Original Doctor Strange (2020): # 1-6, 2020
Autor: Mark Ward
Zeichnungen: Kev Walker
Farben: Antonio Fabela und Java Tartaglia
Übersetzung: Marc-Oliver Frisch
Panini Comics, 03/2021
Graphic Novel, 136 Seiten

ISBN-10: 3741622052
ISBN-13: 978-3741622052

Erhältlich bei: Amazon

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Erstellt: 19.03.2021, zuletzt aktualisiert: 12.04.2021 18:39