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Doctor Strange: Der oberste Herold

Rezension von Christel Scheja

 

Weiter geht es mit der neuen Serie um Doctor Strange, der nach einer langen Odyssee durch den Weltraum seine Kräfte wieder bekommen hat und schon bei seiner Rückkehr neue Feinde bekämpfen musste. Allerdings musste er auch feststellen, das einige Dinge sich nie ändern werden, eine Tatsache, die ihn zu Beginn von Der oberste Herold in Depressionen stürzen.

 

Aber lange hat er nicht die Zeit darüber nachzusinnen, wie langweilig eigentlich sein Leben ist. Klar, wenn wieder einmal die Finsternis droht, dann muss er mit vollem Einsatz kämpfen, aber bisher war keiner seiner Gegner unüberwindbar. Im privaten Leben ist er allerdings alleine, niemand scheint es mit ihm lange aushalten zu können – vielleicht weil er manchmal auch unangenehme Entscheidungen traf.

Dann wird sein Leben auf den Kopf gestellt, denn der Oberste Zauberer einer anderen Welt braucht ihn, um seinen schlimmsten Feind zu bekämpfen – Galactus. Ehe Stephen es verhindern kann, landet der Weltenverschlinger in der magischen Welt, in die er eigentlich gar nicht hinein gehört. Ein Kampf nimmt seinen Lauf, der den Magier zwingt, Stellung zu beziehen und zugleich große Opfer zu erbringen.

 

Nachdem die Probleme auf der Erde geklärt sind und Stephen zurecht feststellt, das es eigentlich keine besonderen Herausforderungen mehr gibt als die, Beziehungen aufrecht zu erhalten und nicht immer wieder selbst kaputt zu machen, geht es rund in seinem Leben, denn die Versuche, den anderen Magier aufzuhalten schlagen fehl und bringen am Ende nicht nur die irdische, sondern auch die magische Welt in Gefahr.

Galactus selbst scheint die Gefahr nicht zu erkennen, während all die Feinde, die sich Strange im Lauf der Zeit angelacht hat, seine Chance sehen und den Fremdkörper in ihrem Universum ausnutzen wollen.

Deshalb greift der Oberste Zauberer der Erde zu drastischen Maßnahmen, so dass wieder einmal nicht erkennbar ist, auf wessen Seite er eigentlich steht – kein guter Ausgangspunkt für seine wieder aufflammende Beziehung zu seiner Ex-Frau Clea, die in der ganzen Sache auch noch mitzureden hat.

Wie dem auch sei, die Action stimmt, ebenso wie die leichten selbstironischen Ankläge, die den Helden ein wenig menschlicher machen und die kleinen aber feinen Intrigen, die die Bewohner der magischen Dimension nicht sein lassen können. Wie immer steht das Vertrauen auf tönernen Füßen, denn eigentlich sind die meisten seiner zeitweisen Verbündeten Feinde, aber immerhin sorgt das dafür, dass das Abenteuer spannend bleibt.

Die Zeichnungen sind zudem wie aus einem Guss, auch die Farben wissen die Umgebung und die Welt sehr gut einzufangen. Immerhin kann man die Geschichte auch ohne Kenntnis der vorherigen Bände lesen, da sie eine eigenständige und in sich geschlossene Geschichte erzählen.

 

Fazit:

»Doctor Strange: Der oberste Herold« erzählt eine eigenständige Geschichte um den Obersten Zauberer der Erde und einem Feind, der eigentlich nicht zu seinem Zuständigkeitsbereich gehört, aber dadurch gerade für eine ganz ungewohnte und spannende Dynamik in der irdischen aber auch magischen Dimension sorgt. Dadurch bleibt einiges an Spannung bewahrt, garniert mit einer guten Portion Selbstironie und einem leisen Hauch von aufkommender Romantik.

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Eure Meinung:

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Comic:

Doctor Strange: Der oberste Herold

Doctor Strange (2018): # 12-17, 2018

Autor: Mark Ward

Zeichnungen : Barry Kitson, Scott Hanna und Scott Koblish

Farben: Brian Reber

Übersetzung Marc-Oliver Frisch

Panini Comics, 06/2020

Vollfarbige Graphic Novel, 140 Seiten

 

ISBN-10: 3741616176

ISBN-13: 978-3741616174

 

Erhältlich bei: Amazon


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Erstellt: 21.06.2020, zuletzt aktualisiert: 24.06.2020 16:11