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Doctor Who: Der elfte Doctor 6: Die düstere Wahrheit

Rezension von Christel Scheja

 

Ist das Ende des Doctors gekommen? Nach dem Tod der Schildmaid und dem Verlust von Alice Obiefume sieht es fast danach auch. Und der barbarische Kopfgeldjäger scheint nicht wirklich eine Hilfe zu sein, ebenso wenig wie River Song.


Nun holt ihn etwas ein, was er bisher mit allen Kräften verdrängt hatte. Die Verbrechen des Zeitkrieges fordern ihren Tribut, denn er hat alles, was damit zusammenhängt vergessen und weiß absolut nicht mehr, welcher Taten man ihn beschuldigt.

Einen Einblick herhält stattdessen seine treue Begleiterin, denn Alice macht eine überraschende und erschütternde Entdeckung an der Seite eines Mannes, den sie erst nicht wieder erkannt hat.

Doch läuft alles wirklich so aus dem Ruder? Oder ist das Chaos genau das, was der Doctor wollte, um seinen eigentlichen Plan in die Tat umzusetzen? Wieder einmal zeigt sich, dass der Timelord trotz aller Verzweiflung weit davon entfernt ist, aufzugeben. Selbst wenn der Master wieder Ärger macht und auch andere seiner Feinde neben den Daleks die Situation ausnutzen wollen.


Es geht gewohnt chaotisch in diesem Band zu, denn wie man sich denken kann lassen sich weder das Verhalten der Figuren noch ihrer Gegenspieler klar vorhersagen, so wie in anderen Comics.

Dadurch wirkt die Geschichte selbst etwas uneinheitlich, so als würde es keinen klaren Plan geben. Aber die Szenen selbst sind nett gestaltet, bietet einiges an Unterhaltung und ein gewisses Augenzwinkern. Denn wie man sich denken kann, spiegelt sich der anarchistische Charakter des Doctors auch in seinem Verhalten wieder – egal in welcher Inkarnation.

Und auch seine Begleiter sind nicht besser, stiften zusätzliches Unheil.

In dieser Hinsicht ist der Band eher Durchschnitt, denn es fällt schwer, in der zerfaserten Handlung einen roten Faden und auch einen tieferen Sinn zu finden. Vielleicht liegt es auch daran, dass der Zeitkrieg zwar ein fester Bestandteil in der Historie des Doktors ist, sich aber kaum Autoren daran trauen, etwas aufzubauen, was tiefere Auswirkungen auf den Charakter des Titelhelden haben könnten.

Immerhin löst sich das ganze am Ende halbwegs zufriedenstellend auf und findet einen glaubwürdigen Abschluss für den großen Handlungsbogen, der das zweite Jahr des Doktors durchzogen hat.

Der Zeichenstil ist so wie in den anderen Bänden, nicht ganz perfekt, aber durchaus zu dem Wesen dieser Inkarnation passend.


Fazit:


„Die düstere Wahrheit“ ist der angemessene Abschluss des zweiten Handlungsbogens für den elften Doktor in der „Doctor Who“-Comic-Serie, setzt aber zu sehr auf wilde Action und Chaos, um wirklich ganz zu überzeugen, da viele Enthüllungen auch weiterhin nur an der Oberfläche kratzen.


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Eure Meinung:

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Buch:

Doctor Who: Der elfte Doctor 6: Die düstere Wahrheit

Original: Doctor Who – The Eleventh Doctor # 26-30 USA 2016/17

Autoren: Si Spurrer und Rob Willams

Titelillustration und Zeichnungen: Simon Fraser, I.N.J. Culbard

Farbe: Gary Caldwel, Marcio Menys

Übersetzerin: Claudia Kern

Panini Verlag, 10/2018

Softcover, 128 Seiten

 

ISBN-10: 3741609935

ISBN-13: 978-3741609930

 

Erhältlich bei: Amazon


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Erstellt: 05.11.2018, zuletzt aktualisiert: 14.07.2019 13:58