Doctor Who, Staffel 10 (DVD)
 
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Doctor Who, Staffel 10

Rezension von Christel Scheja

 

Mit der zehnten Staffel nähert sich auch die Zeit des des zwölften Doktors ihrem Ende. Peter Capaldi wird schon bald den Stab weiter geben, wenn auch noch nicht in der hier vorliegenden Staffelbox, die das abschließende Regenerationsspecial noch nicht beinhaltet. Das wird erst im April/Mai 2018 als separate Box erscheinen.

Bis dahin kann man noch die dreizehn Folgen genießen, in denen der Doctor noch einmal mit gleich zwei Begleitern durch Zeit und Raum reist. Zum einen ist das Matt Lucas als „Nardole“, der im Weihnachts-Special mit River Song das erste mal auftauchte, zum anderen Pearl Mackie als „Bill“.


Superhelden gibt es nur in Comics, oder? Zumindest werden die feindlichen Invasoren, die einen sehr interessanten Weg gefunden haben, die Menschen zu unterjochen, eines besseren belehrt, als sie sich nicht nur mit dem Doctor anlegen, sondern auch dem „Geist“, einem Menschen mit übernatürlichen Kräften, der seine wahre Identität verbirgt, aber dem Doctor mehr als vertraut vorkommt.

Schon im nächsten Abenteuer scheint der Docor auf der Erde fest zu sitzen – doch warum? Er lehrt an einer Universität und hütet in deren Kellern einen Tresor, der ein schreckliches Geheimnis und einen Gefangenen verbirgt, der nicht freikommen darf.

Bisher war sein Leben sehr friedlich, doch dann tritt die junge Bill in sein Leben. Sie jobbte bisher in der Mensa der Universität, kommt nun aber durch eine neu gefundene Freundin in Berührung mit dem Übersinnlichen und dadurch auch mit dem Doctor, der sie mehr als einmal retten muss und dabei verrät, dass auch er nicht von dieser Welt ist.

Schon bald erlebt sie mit, wie tödlich Emojis sein können, reist in das frühe 19. Jahrhundert und das römisch besetzte England um die Zeitenwende, schlägt sich mit gefährlichen Raumanzügen herum und begegnet sogar dem Papst. Und einmal kommt ihr sogar eine tragende Rolle zu als sie allein in der Lage ist eine falsche Realität zu ändern.


In den Folgen geht es wieder sehr actionreich zu, die Macher bieten viel fürs Auge und Spezialeffekte, die sich sehen lassen können. Wie schon in früheren Staffeln sind die Geschichten schräg aber oft auch ein Spiegel ihrer Zeit, ohne dabei aber auch mit erhobenem Zeigefinger zu mahnen.

Mit Bill kommt eine neue Begleiterin zum den eingespielten Team von Nardole und dem Doctor. Jung, sie ist natürlich auch offen für alles und neugierig aber doch mit ganz anderen Wesenzügen als Clara ausgestattet, was frischen Wind in die Serie bringt, erweist sie sich in ihrer Bodenständigkeit, doch als wichtiger Anker und macht den den Zuschauern leicht, sie sympathisch zu finden.

Welche Geschichten einem gefallen muss wohl jeder selbst beurteilen, denn es wird einiges an Abwechslung geboten – nicht nur auf der Erde, sondern auch auf anderen Welten und mitten im Weltraum. Nach längerer Zeit haben schon lange nicht mehr in der Serie aufgetauchte ikonische Monster ihren Auftritt, die man schon länger nicht gesehen hat, wenn auch nicht ganz so, wie man es aus der modernen Serie kennt.

Fans, die die klassische Serie kennen werden sich über diese freuen freuen, aber man muss nichts wissen, um die Geschehnisse mitverfolgen zu können, denn die wichtigsten Dinge werden im Verlauf der Handlung geklärt. Und zwar ist nicht nur in den letzten beiden Folgen so, sondern auch schon früher. Auch eine andere beliebte Figur darf wieder in Erscheinung treten, und das gleich in doppelter Ausführung.

Man merkt, dass sich Stephen Moffat wieder durchaus einiges hat einfallen lassen, allerdings machen sich auch einige Ermüdungserscheinungen bemerkbar. So zünden lange nicht mehr alle Ideen und auch Gags wie früher, manches erscheint auch recht aufgesetzt, auch gibt es das ein oder andere Logikloch, das man nicht unbedingt hinterfragen sollte. Die Hommagen an die klassische Serie sind durchaus nett gemacht, bleiben aber sehr oberflächlich, so wie auch viele der Nebenfiguren.

Dennoch kann man sich gut unterhalten lassen. Diese Staffel setzt bis auf das Ende wieder mehr auf Humor und das Staunen der neuen Begleiterin, ist insgesamt leichtfüßiger und augenzwinkernder und bietet genügend Folgen in denen man sich in keiner Minute langweilt.

Bild und Ton sind wie immer auf der Höhe der Zeit, die Extras sind auch sehr reichhaltig, gibt es doch zu quasi jeder Folge einen Blick hinter die Kulissen und eine kleine Show, in der Gaststars und Hauptdarsteller aus dem Nähkästchen plaudern. Dazu kommen noch zwei oder drei Featurettes, so dass man viel anzuschauen hat. Zu Schlüsselfolgen wurden auch englische Audiokommentare verfasst.



Fazit:


Alles in allem ist die zehnte Staffel von „Doctor Who“ mehr als sehenswert, denn eine neue Begleiterin, viele Einzelfolgen und auch ein weitaus leichterer Tonfall machen die Serie nicht nur für den Fan unterhaltsam, sondern auch für mögliche Neueinsteiger.

Die vorhandenen Schwächen werden mit vielen schrägen Ideen und einer neuen Figur überspielt, die frischen Wind in die Dynamik zwischen den Hauptcharakteren und auch in die Serie bringt, was dringend nötig war.


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DVD:

Doctor Who, Staffel 10

Künstler: Steven Moffat

Format: Dolby, PAL

Sprache: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Englisch (Dolby Digital 5.1)

Untertitel: Deutsch, Englisch

Region: Region 2

Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1

Umfang: 6 DVDs

FSK: 12

Polyband/WVG, 22. Februar 2018

Produktionsjahr: 2017

Spieldauer: 615 Minuten

 

ASIN: B0777P7BXF

 

Erhältlich bei: Amazon

DarstellerInnen:

  • Peter Capaldi

  • Pearl Mackie

  • Matt Lucas

Oje, das hat nicht geklappt, Elfenwerk! 202404221546410ff6f672
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Erstellt: 07.03.2018, zuletzt aktualisiert: 07.02.2024 17:01, 16550