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Donner von Alexey Pehov

Reihe: Die Chroniken von Hara, Bd. 3

Rezension von Christel Scheja

 

„Donner“ ist bereits der dritte Band der „Chroniken von Hara“. Bisher hat der russische Autor Alexey Pehov die Abenteuer des Meuchelmörders Ness und seiner Partnerin Lahen erzählt, doch mit dem Ende von „Blitz“ ist alles anders geworden.

 

Lahen ist tot, wurde von ebenso mächtigen wie gefährlichen Männern ermordet, nur weil sie über beachtenswerte magische Fähigkeiten verfügte, die sie den „Verdammten“ nicht zur Verfügung stellen wollte, den Adepten, die nicht den lichten, sondern dunklen Funken der Magie in sich erweckt hatten.

Ness hat sich geschworen, diejenigen zu finden, die direkt und indirekt mit dem Tod seiner Frau zu tun hatten. Sie sollen ebenfalls sterben, und dabei ist es ihm egal, ob er als nichtmagischer Mensch viel gegen sie unternehmen kann oder nicht. Er glaubt durch seine Assassinenfähigkeiten durchaus eine Chance gegen die Zauberer zu haben.

Begleitet wird er nur von Lahens Schüler Ness, der nun ebenfalls in den Fokus der Feinde gerät, schlummern doch sowohl ein lichter als auch ein dunkler Funken in ihm. Zudem hat er sich noch nicht für eine der Seiten entschieden.

Aus diesem Grund schlüpft der Verdammte Typhus in die Gestalt des Dorftrottels Pork und schließt sich der Reisegesellschaft an, um Shens Vertrauen zu gewinnen und ihn auf die Seite der Verdammten zu bringen. Doch der junge Mann ist genau so wachsam wie Ness. Beide sammeln auf ihrer Reise durch das Land immer mehr Mitstreiter um sich, auch wenn sie nicht wissen, wem davon sie letztendlich trauen können.

Derweil sind auch Luk und Ga-nor unterwegs, um im Krieg mitzumischen, der im Norden tobt. Allerdings fangen sie sich bald Ärger ein, weil sie in einem Dorf auf Soldaten des Imperiums treffen, die auch noch eine Rechnung mit ihnen offen haben ...

 

Auch wenn sich amerikanische und russische Fantasy mittlerweile ein wenig angeglichen haben, so merkt man doch das der Erzählstil und das Tempo im Osten ein anderer ist – aber nicht minder faszinierend. Alexey Pehovs Charaktere sind erfrischend anders, die Klischees, die dieser Art der Fantasy zugrundelegen, müssen sich erst noch richtig ausprägen. Aus diesem Grunde lassen sich weder Ness noch Shen noch die „Verdammten“ wirklich in eine Schublade pressen.

Die Handlung selbst nimmt sich sehr viel Zeit, die Figuren und die Gegenden vorzustellen, lässt die Charaktere miteinander interagieren und erhüllt nach und nach einige Geheimnisse über helle und dunkle Funken, die „Verdammten“ und die „Schreitenden“ oder „Glimmenden“, die bisher noch nicht bekannt waren.

Ness’ Suche scheint daher erst einmal nur ein Aufhänger zu sein, um die Geschichte überhaupt zu starten, aber immerhin kommt er am Ende einen Schritt weiter, nachdem er erst einmal feststellen musste, dass es gar nicht so einfach ist, Rache zu nehmen.

Alles in allem muss man jedoch ein wenig Geduld aufbringen, um die Geschichte wirklich genießen zu können. Sie ist nicht ganz so temporeich wie westliche Romane und wechselt immer gerne zwischen den Handlungsebenen hin und her, so dass man manchmal überlegen muss, wo man jetzt schon wieder ist, punktet aber durch neue frische Wendungen und vielschichtige Personen, die sich auch diesmal verändern und weiterentwickeln dürfen.

 

„Donner“ setzt den Kurs fort, der mit „Blitz“ begonnen wurde. Auch wenn die Geschichte behäbig erscheint, so weiß sie doch dadurch zu gefallen, dass Figuren und Handlung sich noch abseits der meisten Klischees bewegen und immer wieder mit neuen Entwicklungen überraschen können.

 

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Eure Meinung:

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Buch

Donner

Reihe: Die Chroniken von Hara, Bd. 3

Autor: Alexey Pehov

Klappbroschur, 463 Seiten

Piper, erschienen Mai 2013

Übersetzung aus dem Russischen von Christiane Pöhlmann

Titelbild von Viktor Fetch, Karte von Erhard Ringer

ISBN-10: 3492702716

ISBN-13: 978-3492702713

Erhältlich bei: Amazon

Kindle Edition

ASIN: B00ADL4Y8K

Erhältlich bei: Amazon

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Erstellt: 22.12.2013, zuletzt aktualisiert: 18.06.2021 20:59