Dungeons 4 (PC)
 
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Dungeons 4

Rezension von Max Oheim

Verlagsinfo

Es war einmal vor langer Zeit in einem weit entfernten Land voll grüner Wälder und saftiger Wiesen. Die Einhörner tummelten sich unter den Bäumen und die Elfen und Menschen lebten friedlich und im Einklang mit ihrer Umgebung. Doch irgendwo dort draußen, am Rande einer Lichtung, halb verborgen zwischen den Bäumen und Büschen und verdeckt durch heraufziehende Nebelschwaden, beugte sich eine Gestalt im Halbdunkel einer windschiefen Hütte über eine unheimlich leuchtende Kristallkugel. Eine murmelnde Stimme sang uralte Formeln, mit denen sie versuchte, die leuchtenden Schwaden im Innern der Kristallkugel dazu zu bewegen, sich zu teilen und den Blick auf die Zukunft freizugeben.

 

Gameplay

In Dungeons 4 schlüpfen Spieler·innen erneut in die Rolle des absolut Bösen – einem Dungeonlord und Herrscher über zahlreiche Kreaturen der Unterwelt. Die Geschichte des Spiels knüpft dabei an die des dritten Teiles an. Das unaufhaltsame Böse hatte die Oberwelt bis auf ein einziges von Held·innen bevölkertes Dorf unterworfen. Um auch die letzten Kräfte des Guten zu unterwerfen, entsendet der Dungeonlord die Dunkelelfen-Generalin und mal mehr, mal weniger loyale Thalya.

 

In der Einführungsmission, die zugleich als erstes Tutorial dient, ist es unser Ziel, Thalya und die Horden des alles einnehmenden Bösen zum Sieg zu führen. Nach getaner Arbeit findet die Dunkelelfin einen goldenen und mit Juwelen besetzten magischen Handschuh, mit dem sie die Hülle des absoluten Bösen kurzerhand wegschnipst und dessen Nachfolge antritt, jedoch schnell unterworfen wird. Nun liegt es am körperlosen Bösen, Thalya zu befreien, sein zerfallenes Reich erneut aufzubauen und die Oberwelt zu unterwerfen.

 

Doch um die Oberwelt zu unterwerfen, braucht das absolute Böse eine starke Armee, die Spieler·innen in ihren Dungeons heranzüchten können. Es genügt jedoch nicht Orks, Dämonen und Co. einfach zu rekrutieren. Jedes Monster hat seine eigenen Bedürfnisse, die sich durch die Errichtung verschiedener Räume befriedigen lassen – so wollen Orks etwa in einer Arena ihre Kampffertigkeiten trainieren. Überleben die Monster lange genug und steigen im Level auf neue Bedürfnisse hinzu. Außerdem muss für Nahrung gesorgt werden und in der Schatzkammer muss sich genug Gold befinden, um die Kreaturen am regelmäßig wiederkehrenden »Zahltag« zu bezahlen. Es gilt also ein gemütliches und komfortables Heim für eure Monster zu errichten, die den Bedürfnissen der Kreaturen entspricht.

 

Wenn wir eine Armee mit Monstern aufgebaut haben, kommt der eigentliche Echtzeitstrategie-Teil: Wir schicken unsere Kreaturen an die Oberwelt, um die Städte der Menschen und Elfen zu erobern. Dabei dürfen wir jedoch auch die Verteidigung unseres Dungeons nicht ganz vernachlässigen und müssen es mit Fallen ausstatten, um Angriffe der Oberweltler·innen abzuwehren, die das Herz des Dungeons (und damit unsere Macht) zerstören wollen. Sollte ihnen das gelingen, haben wir die Mission verloren. Auf der Oberwelt tummeln sich auch Mini-Bosse, wie ein großer Frosch oder ein Einhorn, die ihr als optionale Gegner·innen besiegen könnt. Die Kämpfe gegen diese optionalen Bosse sind hart, aber einträglich (falls ihr gewinnt).

 

Sobald ihr Gebiete in der Oberwelt erobert, verändern sie ihr Aussehen. Vorbei ist es mit saftig grünen Wiesen – alles wird grau und verdorben, so wie es sich für ein Reich des Bösen eben gehört. Tote Held·innen können wir wiederbeleben, damit sie auf unserer Seite kämpfen. Die Kämpfe auf der Oberwelt lassen sich besser steuern als im Dungeon, hier könnt ihr nämlich einfach eure Truppen markieren und ihnen Bewegungsbefehle geben. Sie laufen dann dorthin, bekämpfen Feind·innen und warten auf neue Befehle, ohne ein Eigenleben zu entwickeln und irgendwohin zu laufen.

 

»Dungeons 4« bringt vier Skilltrees: Neben einem Verbesserungsbaum für unsere Dungeon gibt es auch erforschbare Upgrades für die drei unterschiedlichen Rassen unserer Armee: Die Horde, die Untoten und die Dämonen.

Grundsätzlich benötigen wir Gold zum Erforschen der Upgrades, aber bald auch Bösartigkeit. Bösartigkeit sammeln wir auf verschiedene Art und Weise, unter anderem durch das Besiegen von Feind·innen.

Auch Fallen generieren Bösartigkeit. Unsere Kreaturen werden besser und erreichen ein höheres Level, wenn sie im Kampf erfolgreich waren. Levelaufstiege bringen mehr Lebenspunkte und stärkere Angriffe, es ist also wichtig, im Kampf besonders auf unsere erfahrenen Truppen zu achten.

»Dungeons 4« ist grundsätzlich ein Spiel für Einzelspieler·innen. Allerdings ist auch ein online Koop-Modus vorhanden, mit dem ihr gemeinsam euer Dungeon ausbauen und eure Armeen auf der Oberwelt steuern könnt. Neben der Kampagne können auch die derzeit 5 Skirmish-Missionen gemeinsam gespielt werden.

Fazit

Der Charakter der »Dungeons«-Reihe wurde in diesem neuesten Teil beibehalten, aber dank moderner Technologie und Systeme ist alles einfach größer und besser. Neue Held·innen, Monster, Fallen, Zaubersprüche, dazu größere Spielumgebungen, neue optionale Minibosse auf der Oberwelt, Zwerge als neue nervende Fraktion in den Dungeons, das alles zusammengehalten von einer neuen Hintergrundgeschichte. »Dungeons 4« ist wunderbar.

 

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PC-Game:

Dungeons 4

Entwickler: Realmforge Games

Publisher: Kalypso Games

Veröffentlichung: 09. November 2023

USK: 12

 

Erhältlich bei: Steam


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Erstellt: 13.11.2023, zuletzt aktualisiert: 16.02.2024 16:21, 22467